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Weitere Italiener

Andrea Doria (*1468 †1560)
- Oberbefehlshaber der kaiserlichen Flotte -
Der Genuese Andrea Doria war zunächst Söldner verschiedener Herren. Für Genua kämpfte er 1503 und 1506 gegen Rebellen auf Korsika und 1513 gegen die Türken. 1527 gewann er Genua für die Franzosen, in deren Dienst er seit 1522 gestanden hatte. Nach einem Zerwürfnis mit den Franzosen wechselte er auf die Seite Karls V., der ihm die Freiheit Genuas zusicherte. 1528 hielt Doria einen triumphalen Einzug in das von den Franzosen befreite Genua. Er wirkte zum Wohle der Stadt, erneuerte die Verfassung, übte aber selbst in diktatorischer Weise die Macht bis ins hohe Alter aus. Dorias Flotte setzte 1529 den Kaiser und sein Hof von Barcelona nach Genua über, auf den Weg zur Krönung in Bologna. Doria war äußerst erfolgreich als Oberbefehlshaber der kaiserlichen Flotte. 1535 leitete er Karls Angriff auf Tunis, 1541 rettete er die kaiserlichen Truppen, die zur ungünstigen Jahreszeit gegen seinen Rat eine Expedition gegen Algier unternommenen hatten.
Andreas Neffe Giovanni Andrea Doria befehligte die 54 Galeeren auf dem rechten Flügel der von Don Juan de Austria geleiteten "Heiligen Liga" in der Seeschlacht von Lepanto.


Silbermedaille 1533 von Christoph Weiditz.   Ø 84,9 mm.   Exemplar der Kunsthalle Hamburg.
Vs.   ·ANDREAE·DORIA·   -   schlichte Büste nach links, etwas zu klein geraten, im Abschnitt: 1533.
Rs.   ·PATRIAE·LIBERATORI·   "Befreier des Vaterlandes"
Nackter Neptun mit flatterndem Gewand und dem Trident. Zu den Seiten zwei kniende weibliche Gestalten. Der Personifikationen LIBERTAS (links) überreicht Neptun eine Phrygische Mütze und der PAX (rechts) einen Ölzweig.   Siehe Details zu LIBERTAS und PAX, wie gezeigt in Grotemayers Artikel.
Die Medaille erscheint als späte Würdigung Dorias als Befreier seiner Heimatstadt Genua im Jahr 1528.
Paul Grotemeyer erkannte 1958 diese Medaille als das Werk von Christoph Weiditz, der 1529 Ks. Karl V. begleitete bei der Überfahrt von Barcelona nach Genua als Passagier Dorias. Als Bildnisvorlage diente ein Holzschnitt aus Nürnberg aus dem Jahr 1532, ein Blatt von 25x35 cm und der Beischrift: ANDRE DORIA VON GENVA ROMISCHER/KAISERLICHER MAIESTAT OBERSTER KRIEGS/HAVBTMAN AVF DEM MER MDXXXII / N:M.
Grotemeyer verweist auf eine mögliche Augsburger Herkunft der Neptun-Darstellungen, hatte sich Jakob Fugger bereits 1518 auf der Rückseite einer Medaille als Neptun allegorisieren lassen.
Unbekannt ist, ob die Medaille Doria erreicht hat. Italienischen Sammlungen ist sie unbekannt.
Grotemeyer waren zwei Exemplare diese Medaille bekannt: ein Bleiguß im Münchener Kabinett (Ø 83 mm) und das Silberexemplar (Ø 84,9 mm) aus der Versteigerung H. Cahn, M&M Basel (12.1957) Nr.104, dass aus der Slg. Schermar in Ulm stammen dürfte und jetzt wohl in der Kunsthalle, Hamburg liegt.
Siehe:
• Paul Grotemeyer, Eine Medaille des Andrea Doria von Christoph Weiditz. in: Centennial publication of the ANS, New York 1958, S.317-327 (im Netz verfügbar)
• Dorit Malz: Zwischen Konkurrenz und Bewunderung. Parallelen in der politischen Ikonographie Andrea I. Dorias in Genua und Cosimo I. de'Medici in Florenz. (im Netz verfügbar)

Siehe weitere Porträt-Medaillen von Christoph Weiditz


Bronzemedaille (1541)  von Leone Leoni.    Ø 41 mm.  Armand I 164,9; Bargello 712; Kress 431.
Vs.:   ANDREAS - DORIA·Pater·Patriae   "Andreas Doria, Vater des Vaterlandes"
Brustbild mit Orden vom Goldenen Vlies und antikisierendem Küraß, dahinter Dreizack, unten Delphin.

Rs.:   Galeere mit Ruderern, davor Boot mit zwei Männern, die an Land rudern,
links unten ein Fischer an Land.
Das kleine Ruderboot wird als dasjenige gedeutet, das den vom Galeerenfron befreiten Leoni zurück an Land brachte.
Auf einigen Exemplaren der Medaille fehlt der Orden vom Goldenen Vlies, der Andrea Doria 1531 verliehen worden war. Es scheint, dass Doria das Fehlen des berühmten Ordens beanstandet hat.
Vergleiche mit Andrea Doria als Neptun, Ölbild von Agnolo Bronzino
[ca.1540/50, 115x53 cm, Pinacoteca di Brera, Mailand, hier Ausschnitt].
Siehe auch eine Plakette auf Andrea Doria von Leone Leoni,
(ca. 1541, Bronze 9x8 cm, British Museum London).

Leone Leoni (1509-1590)
Leoni war in Italien der einflussreichste Bildhauer der Generation nach Michelangelo und ein bedeutender Medailleur, Stempelschneider und Goldschmied. Die ersten Stationen seines Wirkens waren Ferrara, Venedig, Padua, Urbino und Rom.
Seine Streitsucht und Zügellosigkeit brachten Leoni öfters in Schwierigkeiten. 1540 wurde er wegen schwerer Körperverletzung des päpstlichen Goldschmiedes Pellegrino di Leuti zur Galeerenstrafe verurteilt, kam aber 1541 auf Fürsprache des Admirals Andrea Doria wieder frei. Zum Dank schuf Leoni drei Plaketten für seinen Retter sowie ein Medaillenporträt von Andrea Doria, das er mit drei verschiedenen Rückseiten verband.
Leoni wirkte auch an der Münzstätte in Mailand, wo er vom Statthalter Ferrante I. Gonzaga gefördert wurde. Auf dessen Empfehlung hin erhielt Leoni Aufträge der Habsburger für diverse Medaillen und Skulpturen.


Medaille (1541)  von Leone Leoni.    Ø 41 mm.   Armand I 164,8; Kress 430.
Selbstbildnis Leone Leonis, umgeben von Ketten und Fußeisen.
Im Rücken eine geöffnete Fußangel und ein Hammer; im Hintergrund eine Galeere.
Alternative Rückseite obiger Medaille auf Andrea Doria.
Später trat Leone Leoni als Bildhauer und Medailleur in die Dienste Kaiser Karls V.
Siehe weitere Werke von Leone Leoni auf dieser Website.

Michelangelo Buonarroti (1475-1564)
Gebürtig in der Toskana nahe Florenz begann er 13jährig mit der Kunstausbildung. Ein Jahr später wechselte er zur Kunstschule von Lorenzo de Medici, wo er von Lorenzo wie sein eigener Sohn gefördert wurde. 1498-99 entstand sein erstes Meisterwerk, die "Pietà" im Petersdom. Aufträge zur Malerei, Skulptur und Baukunst, hauptsächlich in Rom und Florenz, machten ihn schon zu Lebenszeit zum berühmtesten Kunstler aller Zeiten.


Bronzemedaille (1561) von Leone Leoni.     Ø 60 mm.
Attwood 61; Pollard 500 = Kress 429; Börner 738,2; Scher (Currency of Fame) 52.

Vs.:   MICHAELANGELVS·BONARROTVS·FLO·Rentinus·AEtatisSuae·ANNnis - 88·
"... in seinem 88. Lebensjahr"   (Vorgriff auf das mystische Alter. Michelangelo war aber erst 85 Jahre alt.)
Drapiertes Brustbild nach rechts, im Armabschnitt die Signatur LEO.

Rs.:   DOCEBO·INIQVOS·Vias·Tuas·ET·IMPII·AD·TE CONVERtentur.   [ET ligiert]
"Ich werde die Ungerechten lehren, daß sie und die Gottlosen sich zu Dir bekehren" (Vulgata Ps.50:15)
Ein blinder Mann barfuß als Pilger mit Hüftmantel und Stock, am Arm einen Wasserbeutel tragend,
geht nach rechts, geführt von einem Hund.
In einer früheren Version der Medaille ist die Hundeleine straff gespannt.
Leoni hatte einen prestigeträchtigen Auftrag für ein Grabmal dank Michelangelos Vermittlung erhalten und fertigte als Dank dafür diese Portrait-Medaille auf Michelangelo. Als Vorlage für das Medaillenbildnis diente möglicherweise das Wachsreliefbildnis, das sich heute im British Museum befindet. Leone Leoni modellerte die Medaille 1560 in Rom fertigte sie 1561 in Mailand. Von dort schickte er Michelangelo im März 1561 vier Exemplare, zwei in Silber und zwei in Bronze. Er schrieb dazu "Die Medaille in der Schachtel ist fertig, behalte sie und betrachte sie in Liebe zu mir. Mit den anderen mache was du willst. Ich habe einige nach Spanien, Flandern, Rom und anderswo geschickt". [P.Attwood]
Laut Varesi hatte Michelangelo das Motiv der Rückseite vorgeschlagen. Die Rückseite könnte eine Anspielung auf die Schwierigkeiten beim Bau der Kuppel des Petersdoms sein. Die Allegorie des Pilgers mit ihrer Verbindung von Blindheit, Erkenntnis und Glaubenskraft kann auch auf die vielschichtige Kunstauffassung Michelangelos weisen. [A.Schumacher]
Siehe das Ölbild ca.1544 von Daniele da Volterra (Ausschnitt aus 88x64 cm, Metropolitan Museum of Art, NY.)

Lit.:
• Philip Attwood in: Stephen Scher (Hrsg.), The Currency of Fame, - Portrait Medals of the Renaissance,
  Nr.52, S.155f, 1994.
• Hermann Maué: Michelangelo auf einer Bronzemedaille des Leone Leoni Nov.1986, MonatsAnzeiger /
  Germanisches Nationalmuseum Nürnberg.
• A. Schumacher: Leone Leonis Michelangelo-Medaille. Porträt und Glaubensbekenntnis des alten Buonarroti
  in: G.Satzinger (Hrsg.), Die Renaissance-Medaille in Italien und Deutschland. S.169-194, 2004. Rezension
• Interaktiver Katalog des Münzkabinetts zu Berlin: Objekt 18210913, ausgestellt in Bode-Museum.

Antonio Pisanello (1395-1455)
Antonio Pisano, genannt Pisanello, war Maler, Zeichner und Medailleur. Mit der von ihm erfundenen Gußmedaille, welche ein persönliches Porträt festhält, wurde Pisanello zum berühmten Wegbereiter dieser Kleinkunst der Renaissance. Er verstand sich als Maler und signierte mit Opus Pisani pictoris. Seine umfangreiche Medaillenproduktion ist dem Umstand zu verdanken, dass die Herrscherfamilien der Malatesta (Rimini und Pesaro), Gonzaga (Mantua), Visconti / Sforza (Mailand) und die Este (Ferrara) Aufträge erteilt haben sowie die an den Höfen lebenden Humanisten ihn mit dieser Aufgabe betraut haben. Kleinserien solcher handlichen Kleinplastiken mit persönlichen Bildnissen erfüllten die Selbstdarstellungsbedürfnisse der Auftraggeber und fanden zunehmende Beliebtheit.


Bronzegußmedaille, 1440-43,   möglicherweise von Antonio Marescotti.   Ø 56 mm, 60,73 g.
Exemplar im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, ausgestellt im Bode Museum, Raum 244.
Börner 36; Armand 9/26; Hill (1912) 5 Tf.18/5; Hill (1930) 87; Kress Coll. 32; Currency of Fame 10.

Vs.:   ·PISANVS· - ·PICTOR·   -   Büste links, hoher geknautschter Hut, Umhang mit Brokat.
Rs.:   Im Kranz: ·Fides·Spes·Karitia·Iustutia· / ·Prudentia·Fortitudo·Temperamentia·
Initialen der sieben Kardinaltugenden:
Glaube · Hoffnung · Barmherzigkeit · Gerechtigkeit / Umsicht · Standfestigkeit · Enthaltsamkeit.
Die Vorderseite zeigt Pisanellos Geschmack für edle Kleidung.
Die Rückseite ehrt den Dargestellten als Representant der Elite seiner Zeit.
Die früher als Selbstbildnis verstandene Medaille stammt jedenfalls aus einer Gruppe begabter Künstler in Ferrara, der Antonio Marescotti angehörte. 1443 wurde die Medaille auf ein Fresko in Verona kopiert.

Girolamo Savonarola (1452-1498)
Savonarola, geboren in Ferrara, brach sein Medizinstudium ab, um Dominikaner zu werden. 1482 kam er in das Florentiner Kloster San Marco. Auf Wunsch des Lorenzo de Medici kehrte er 1490 nach Florenz zurück. Nach der Vertreibung der Medici aus Florenz 1494 versuchte er Staat und Kirche in einen theokratisch-republikanischen Gemeinwesen zu vereinigen. Unter seinem Einfluß erließen die Behörden strenge Gesetze zur Bestrafung auffälliger Laster und zur Hebung von Zucht und Sitte. Savonarola missbilligte Witze und Frivolität, Poesie und Gasthöfe, Sex, Glücksspiel, feine Kleidung, Schmuck und Luxus jeglicher Art. Er ließ Spieltische und Kartenspiele, Karnevalsmasken, Spiegel, Ornamente, nackte Statuen und angeblich unanständige Bücher und Bilder auf der Straße verbrennen. Verfeindet mit Papst Alexander VI. Borgia, den er in seinen Predigten ebenso wie die römische Kirche schonungslos wegen ihrer Verderbtheit angriff, verfeindet ebenso mit dem Florentiner Aristokraten und zuletzt mit der Mehrheit des einfachen Volkes wurde Savonarola als Ketzer schließlich zum Tode verurteilt, vor dem Palazzo Vecchio gehenkt und der Leichnam verbrannt.


Teilvergoldete Bronzemedaille um 1494     Ø 60,2 mm.
Entwurf von Ambrogio della Robbia oder Niccolò Fiorentino.
Hill 1076; Bargello 271; Börner 405; Gesichter der Renaissance 59.

Vs.:  HIERONYMVS SAVOnarola FERrariensis VIR DOCTISSimus ORDINIS PREDICHAtoRVM
Büste nach links mit Kutte und Kapuze.
Rs.:   Ecce GLADIVS DOMINI - SVPer TERrAM CITO ET VELOCITER
"Siehe, da ist das Schwert Gottes über der Erde, schnell und geschwind"
Aus einer schlangenförmigen Wolke ragt eine Hand mit Dolch, eine befestigte Stadt bedrohend.
Die Rückseitendarstellung bezieht sich auf eine Vision, die Savonarola 1492 hatte. Das dem unbußfertigen Florenz angedrohte Übel bewahrheitete sich 1494 mit dem Einfall der Franzosen unter Kg. Karl VIII. und der Vertreibung der Medici. Medaillen mit dem Zusatz "Prophet" in der Umschrift (Hill 1077) sind offenbar nach dem französischen Einfall entstanden.
Vergleiche das Exemplar im Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Obj.18216330
Vergleiche das Ölgemälde ca.1498 von Fra Bartolomeo, 47x31cm, im Museo San Marco, Florenz.


Bronzegußmedaille, spätes 15. Jh.     Ø 86,5 mm.   Hill 1079; The Currency of Fame 47.
Medailleur: Niccolò Fiorentino (?)     Exemplar im The Metropolitan Museum of Art, N.Y.

Vs.:   HIERONYMVS·SA - V°narola·FERrarensis·ORDinis·PREdicatorum·VIR·DOCTISSIMVS
"Girolamo Savonarola von Ferrara, des Ordens der Dominikaner, ein sehr gelehrter Mann"
Savonarola n. l. hält Kruzifix mit Aufschrift INRI (Jesus Nazarenus Rex Judaeorum).

Rs. geteilt mit einer senkrechten Linie zwischen zwei gegensätzlichen Alternativen:
• links:   SPIRITVS·DomiNI·SVPer·TERRAm·COPIOSE·eT·HABVnDAnTer
"Der Heilige Geist über der Erde reichlich und völlig"
Die Taube des Heiligen Geistes auf einer Wolke über einer befestigten Stadt.

• rechts:  GLADIVS·DOMINI·SVPer·TERrAm·CITO·ET VELOCITER
ähnlich wie auf der Medaille zuvor.

Ref.:
• Hill, George Francis: A Corpus of Italian Medals of the Renaissance. Oxford 1930
• Scher, Stephen K. (Hg.): The Currency of Fame. New York 1994
• Staatl. Museen zu Berlin (Hg.): Gesichter der Renaissance. München 2011
• A.Wolf / Prof. S.Quandt: Phinx Sovonarola - Der schwarze Prophet. ZDF/arte 2007

Paolo Giovio (1483-1552)
Paolo Giovio stammt aus Como, studierte Philosophie und Medizin und wurde 1528 zum Bf. von Nocera ernannt. Er wirkte als Arzt, Humanist und Historiker in Rom und Florenz. In seiner Villa am Comer See, die er 'Museo' nannte, baute er eine beachtliche Sammlung von Portraits bedeutender Personen auf. Er bestellte möglichst naturgetreu Portraits und schrieb dazu Kurzbiographien. Seine Sammlung, die öffentlich werden sollte, erreichte 484 Porträts. Nach Giovios Tod liess Cosimo I de Medici den Maler Cristofano dell'Altissimo Giovios Bilder kopieren. Bis 1591 entstanden ca. 280 Bildkopien, die in den Uffizien erhalten blieben.


Bronzemedaille 1532 von Ludwig Neufahrer.    Ø 66,5 mm.
Habich II/2 1309a; Wettstreit in Erz, S.192 Nr.92.

PAVLVS IOVIVA EPiscopuS· NVCERIAE 1532
Die Medaille ist die älteste bildliche Darstellung von Paolo Giovio. Sie entstand 1532 anlässlich des Reichstages in Regensburg, den Giovio im Gefolge des Kardinals Ippolito de' Medici im Auftrag von Papst Clemens VII. besuchte. Sie förderten Ks. Karls Absicht eines Militärzuges gegen die Türken, der noch 1532 stattfand, aber ohne Entscheidungsschlacht blieb, weil sich Suleyman zurückzog.


Bronzemedaille 1552 von Francesco da Sangallo.     Ø 96 mm.
Attwood 795; Armand I, 156, 1; Toderi/Vannel 1418; Bargello 309.

Vs.:   ·PAVLVS IOVIVS COMENSIS EPISCOPVS NVCERINVS·Anno·Domini·Nostri·Salvatoris·M·D·LII
Bärtige Büste links, mit Mütze, Mantel, Pelzkragen und Hemd.
Rs.:  NVNC DENIQVE VIVES   "Nun wirst du endlich leben" [Köhler, Münzbelustigung, 12.Teil (1740), Stück 1]
Eine hohe Gestallt (Giovio) zieht mit dem rechten Arm einen wieder ins Leben gerufenen Mann aus dem Grab. Unter dem linken Arm ein grosses Buch (Giovios "Elogia" mit den verfassten Biographien).
Das Exemplar des Britischen Museums zeigt am unteren Rand des erhabenen Brustbildes die Signatur:
FRANC SANGALLVS FACIEB   "Franz Sangallus machte es".
Francesco da Sangallo (1494-1576) war hauptsächlich Bildhauer und Architekt, der eine kleine Anzahl großformatiger Medaillen einschließlich eines Selbstporträts schuf. Er errichtete auch 1560 das Marmor-Grabmonument für Giovio im Kreuzgang von San Lorenzo in Florenz.

Donato Bramante (1444-1514)
Der in Monte Asdrualdo (in Urbino) geborene Donato di Pascuccio d'Antonio (genannt Bramante "der Begehrende") wurde dort als Maler und Baumeister ausgebildet. Er kam über Stationen in Mailand und Umgebung 1499 nach Rom, wo er sich an den antiken Monumenten inspirierte und die Hochrenaissance-Architektur begründete. Papst Julius II. machte Bramate zum Planer seiner ehrgeizigen Ideen zur Umgestaltung Roms. Bramante entwarf den Neubau des Petersdoms und begleitete seinen Baubeginn bis zu seinem Tod. Im Vatikan baute Bramante auch einen 19 Meter hohen Turm in dem Pferde auf Spiralwindungen ohne Stufen aufsteigen konnten.


Bronzegußmedaille um 1506.   Ø 44 mm.   Kress 193; Hill (1912) S.41, Nr.17; Scher 33.
Exemplar in Gabinetto numismatico, Castello Sforzesco, Milano.
Vasari schreibt die Medaille Cristoforo Caradosso Foppa zu.
Luke Syson im British Museum London hält Bramante selbst als den Medailleur.

Vs.:  BRAMANTES ASDRVVALDINVS    zu lesen von außen aus: "Bramante aus Monte Asdrualdo (!)"
Bramantes bloße Büste, nach antikem Vorbild.

Rs.:   FIDELITAS LABOR    zu lesen von innen aus: "Treue und Mühe"
Sitzende Architectura mit Winkelmaß in der Rechten und Zirkel in der Linken, den rechten Fuß auf ein Stein gesetzt. Im Hintergrund der Entwurf des Petersdoms: Westansicht mit Hauptkuppel, Chorabschluss und
zwei Türme, ähnlich wie auf der Medaille von 1506 zur Grundsteinlegung des Neubaues.


Bronzegußmedaille 1504.     Ø 46 mm.   Hill (1912) S.42.
BRAMANTES DVRANTINVS   "Bramante aus Castel Durante (!)"  //   FIDELITAS LABOR
Diese gröbere Kopie ohne dem Petersdom suggeriert mit der Datierung 1504 auf dem Stein, die ursprüngliche Medaille zu sein, aus einer Zeit als noch kein Entwurf für den neuen Petersdom vorlag.

Ref.:
• G. F. Hill, Portrait medals of Italian Artists of the Renaissance (London 1912), S.41, Nr.17 & Tf.XXI/17.
• Renaissance Medals from the Samuel H. Kress Collection at the National Gallery of Art (1967).
• Luke Syron in: S. Scher (Ed.), The Currency of Fame (1994), S.112, Nr.33.

Giorgio Vasari (1511-1574)
Giorgio Vasari aus der Toskana war Architekt, Hofmaler der Medici und Biograph italienischer Künstler, darunter Leonardo da Vinci, Raffael und Michelangelo. Er gilt durch seine Schriften als einer der ersten Kunsthistoriker. Vasari führte den Begriff der Gotik ein, allerdings abwertend als fremdartig und barbarisch (italienisch gotico). Vasari verwendete 1550 zudem als Erster das Wort rinascita (Renaissance).


Einseitige Bronzemedaille (1550) von Leone Leoni.     Ø 62 mm.   Armand I, 167/22.
im Museo Nazionale del Bargello (Florenz), gezeigt bei mutualart.com

GIORGIVS·VASARVS·ARRETINVS·PICTOR

Ref.:
Vannel F. / Toderi G., Medaglie Italiane del Museo Nazionale del Bargello, Vol.1, secoli XV-XVI (2003).

    Spätere Medaillen auf Künstler der Renaissance    

Tiziano Vecellio (1488/90-1576)
Tiziano Vecellio, genannt Tizian, geboren im Veneto nördlich von Venedig, begann jung seine Kunstausbildung in Venedig. 1513 eröffnete er seine eigene Werkstatt und entwickelte sich zu einem europaweit gefeierten Künstler. 1533 wurde er von Kaiser Karl V. in den Adelsstand erhoben und zu dessen Hofmaler ernannt. 1545 reiste Tizian auf Einladung von Papst Paul III. nach Rom. 1548 und 1550 begleitete er Karl V. sowie dessen Sohn Philipp II. auf die Reichstage zu Augsburg. Als Tizian in hohem Alter 1576 an der Pest starb, war er der wohl erfolgreichste Maler der venezianischen Geschichte. Schon zu Lebzeiten waren seine Werke in den Sammlungen des Vatikans, der italienischen Hocharistokratie und der Habsburger vertreten.


Einseitige vergoldete Bronzemedaille o.J. (ca.1645) von Claude Warin (ca.1607-54).
Ø 107 mm, 195,1 g.   mit inkuser Rückseite, das Exemplar im Musée des Beaux-Arts de Lyon.
VERA·TITIANI - EFFIGIES·   "wahrhaftiges Bild Tizians"
Brustbild nach halblinks, im Abschnitt bei 4h: VARIN
Der Bildhauer und Medaillist Claude Warin (aktiv 1630-54) war als Stempelschneider in Lyon tätig. Er hat auch von der obigen Medaille Leone Leonis auf Michelangelo die Vorderseite in einer grösseren einseitigen Medaille treffend nachgebildet.
Paolo Giovio erstand 1549 ein Selbstporträt Tizians für sein Museo in Como. Auch Karl V. und Philipp II. erhielten Selbstportäts von Tizian. Aber nur zwei der anderen Selbstporträts haben sich erhalten:
Ölbild, ca.1550-52 , 96x75 cm, in der Gemäldegalerie Berlin,
Ölbild, ca.1562, 86x65 cm, im Prado, Madrid.


Silbermedaille o. J.     Ø 15 mm, 3,66 g.  
TITIANVS VECELLI  -  Brustbild nach links   //   COLORVM PARENS  -  Sonne mit Gesicht.

Ref.:
Musée des Beaux Arts de LyonCollections en ligne, Numismatique
• Thierry Rouhette et Francesco Tuzio :  Médailles françaises des XVe, XVIe et XVIIe siècles du Musée des
  Beaux-Arts de Lyon, Monaco, 2008; p.194-195, n°126

Leonardo da Vinci (1452-1519)
Leonardo da Vinci, geboren in Vinci in der Nähe von Florenz, war Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Als Maler ist er der erste Vollender des klassischen Stils, als Naturforscher suchte er ein enzyklopädisches Wissen empirisch zu gewinnen.
15-jährig begann er seine Lehre in Malerei und Bildhauerei, 1472 wurde er in die Florentiner Malergilde aufgenommen. 1481-98 war er am Mailänder Hof des Ludovico Sforza, 1500-06 wieder in Florenz, dann im französisch besetzten Mailand, 1513 in Rom und seit 1517 in Frankreich aufgrund einer Einladung von Kg. Franz I..


Silbermedaille 1669 von G. L. Hérard   auf den 150. Todestag Leonardos.     Ø 56 mm, 76,39 g.
Köhlers Hist.Münzbel.9(1737)369; Wurzbach 9152 (Bronze); Slg. Ampach 9709; Wellenheim 15014 (Blei)

Vs.:   ·LEONARDVS·VINCIVS·FLORENTINVS·   -   Büste nach links mit langem Haar, Bart und Mütze.
Rs.:   ·SCRIBIT·QVAM·SVSCITAT·ARTEM·   "Er schreibt von der Kunst, die er hervor bringt"
Gekreuzte Feder und Pinsel, oben Kranz, unten Landschaft.   Im Abschnitt: 1669.
Vergleiche das gezeichnete Porträt 1515-17 von Francesco Melzi. [Wikipedia / British Royal Collection]


Geprägte Bronzemedaille 1825 von Mathias Nicolas Marie Vivier (1788-1859).    Ø 42 mm, 38,43 g.
Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Obj.18260326.

Vs.:   LEONARDUS - VINCIUS.  -  Brustbild mit umgelegtem Pelzmantel nach rechts.
Unten die Signatur VIVIER F.

Rs.:   NATUS / AN.M.CCCC.LII. / IN CASTELLO VINCIENSI / APUD FLORENTIAM / OBIIT / FONTEBELLAQUEO / AN.M.D.XX.
SERIES NUMISMATICA / UNIVERSALIS VIVORUM ILLUSTRIUM / - / M.DCCC.XXV. / DURAND EDITIT
Aus der Serie Numismatica Universalis Virorum Illustrium, Suite von Durand, Paris.


Bronzemedaille 1907.         Ø 50 mm, 52,25 g.
Vs.:   LEONARDO DA VINCI
Rs.:   ET VERAMENTE IL CIELO CI MANDA TALORA ALCUNI CHE NON RAPPRESENTANO LA UMANITÀ SOLA, MA LA DIVINITÀ ISTESSA. - VASARI - ·MCMVIII·     "Und wirklich sendet uns der Himmel so viele die nicht nur Menschlichkeit darstellen, sondern göttlich sind" Zitat von Vasari.


Bronzemedaille (1952) von R. Lojy   auf den 500. Geburtstag Leonardos.     Ø 82 mm.
Vs.:   MDC - LII / LEO - NARD / DE·VIN - CI / MDM - LII   -   Kopf v. vorne, daneben Signatur.
Rs.:   ·NE·SAIS-TU· - ·PAS·QUE· / NOTRE·AME· _ ·EST·FAITE· / ·D' HAR- - -MONIE·
"Weißt du nicht, dass unsere Seele aus Harmonie besteht?"
Skizze ca.1485 mit Notizen aus einem von Leonardos Tagebücher, die einen Mann mit ausgestreckten Extremitäten in zwei überlagerten Positionen zeigt.


20 Euro 2003.   500. Jahrestag der "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci.     Ø 30 mm, 15,64 g.
Friedb.762; Gadoury 115.

Rs.:   Mona Lisa, 1503-06 entstanden, seit 1804 im Louvre in Paris,
aus dem Nachlass von Leonardo da Vinci von Kg. Franz I. von Frankreich für 4000 Goldflorin erworben.

Raffaello Sanzio (1483-1520)
Raffaello Sanzio (oder Santi) stammt aus Urbino und war Maler und Architekt in Florenz und Rom, wo er auch als Bauleiter des Petersdoms und Aufseher über die römischen Antiken wirkte. Raffael erlangte vor allem als Maler für seine harmonischen und ausgewogenen Kompositionen und lieblichen Madonnenbilder Berühmtheit. Zu Lebzeiten genoss er das Privileg, nur unter seinem Vornamen bekannt zu sein, und noch heute kennen die wenigsten seinen Nachnamen.


Bronzemedaille 1827 von Nicolò Cerbara.     Ø 60 mm.
Vs.:   RAPHAEL - SANCTIVS.
Brustbild mit Haarlocken. Darunter: NIC.CERBARA F.AN.1827.
Rs.:   PRIMVS.AB.ARTE:SVA - .NOBIS. - CAELESTIA.PINXIT✶
Darstellung seines Gemäldes "Sixtinische Madonna", befindlich in der Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden.
Im Abschnitt: RAFAELAE SANZIO INV E DIP / NICCOLA CERBERA SCOL


Bronzemedaille (um 1970)     Ø 68 mm, 162 g.  Prägung der Monnaie de Paris, zu haben bei ebay.de.
Rs.:   Platon und Aristoteles aus dem Fresco "Die Schule von Athen" (links),
Ausschnitt aus "Madonna von Foligno" (rechts), zwei Puten aus "Sixtinische Madonna" (unten)
und Grundriss des Petersdoms (Hintergrund).

Benvenuto Cellini (1500-1571)
Der Florentiner Cellini war Goldschmied und ein Meister der Bronzegießerei, der in Rom und Florenz arbeitete. Besonders bekannt wurde er wegen seiner Statue Perseus mit dem Medusenhaupt in der Loggia dei Lanzi, Florenz. Er modellierte auch Medaillen und Münzen (siehe Cellinis Doppio carlino von Rom) und entwickelte eine Schraubenpresse, die es ihm ermöglichte, Prägestempel seiner Medaillen unbeschadet mehrfach einzusetzen. Seine selbstverherrlichende Autobiographie und seine Abhandlung über Goldschmiedekunst sind unschätzbare Dokumente dieser Zeit.


Einseitige Silbergußmedaille, anonym, 17. oder 18. Jh., niederländisch?     Ø 50 mm.
BENVTS·CELLINI·SCVLPR·ET·AVRR.
Das vorliegende Porträt orientiert sich am Fresko im Palazzo Vecchio (Florenz) von Georgio Vasari "Cosimo I. de Medici, umgeben von den Künstlern seiner Zeit", aber es kopiert tatsächlich das Bild von Vasari (ganz unten, Cellinis Kopf als alter Mann findet sich neben Cosimos Kopf).   [Morton&Eden]


Silbermedaille o. J. von P. Girometti (Serie berühmter Männer, 1845).     Ø 41 mm.   Forrer VII, p.368.
Vs.:   BENVENVTVS - CELLINI
Rs.:  SCRIBENDO CVM BONIS CERTANTI AVRO ARGENTO AERE FLANDO CAELANDO OPTIMOS SVPERANTI


Bronzegußmedaille von Pietro Giampaoli (†1998) im Stil der Renaissance.     Ø 101 mm.
Die rätselhafte Rückseite zeigt ein unbestimmtes Bild.


Bronzemedaille 1971 von Mario Mosghi zum 400. Todestag.     Ø 80 mm.
Vs.:   BENVENUTO CELLINI - 1571-1971 - SCULTORE - SCRITTORE - ORAFO
"... Bildhauer, Schriftsteller, Goldschmied"
Rs.:   •IL COMUNE DI FIRENZE E L'ACCADEMIA DELLE ARTI DEL DISEGNO
NEL IV° CENTenario DELLA MORTE DEL CELLINI

Lit.:
Benvenuto Cellini: Mehr Effekt mit der "Schraube" von H. Caspar, sowie Ergänzungen.

    Medaillen der Renaissance auf Künstler früherer Zeit    

Dante Alighieri (1265-1321)
Dante Alighieri aus Florenz war Dichter und Philosoph. Sein in altitalienisch (bzw. toskanisch) verfasstes Hauptwerk "Commedia", später "Divina Commedia" genannt, hat sich in zwei späteren Handschriften erhalten und begründete Italienisch als Schriftsprache. Dante beschreibt darin eine visionäre Wanderung durch das Jenseits: Virgil führt ihn durch die neun Höllenkreise des "Inferno" auf den Läuterungsberg des "Purgatorio". Im "Paradiso" übernimmt Beatrice, Dantes verklärte Jugendliebe, die Führung und schwebt mit ihm schließlich durch die neun Himmel bis zur Anschauung der Gottheit. Die ausgewogenen Schilderung von Sünde, Buße und Lohn beachtet die Sittenlehre von Aristoteles und Thomas von Aquin.


Bronzegußmedaille, ca. 1490-1500.     Ø 53 mm, 43,0 g.   L. Börner (1997) Nr.408.
Exemplar im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Obj.18215280.

Vs.:   ·DANTHES· - ·FLOREN-TINVS   -   Brustbild des Dante Alighieri nach links.
Rs.:   Dante hält seine Göttliche Komödie in der linken Hand. Mit der rechten Hand weist er auf eine Prozession von Sündern zur Hölle, hinter ihm das Purgatorium. Oben sieben der Halbkreise des Himmels.
Die Rückseite orientiert sich am 1465 von Domenico di Francesco gemalten Ölbildes, im Florentiner Dom.
Das älteste Bildnis von Dante befindet sich auf einem restaurierten Fresco im Palazzo del Bargello, Giotto oder seiner Schule zugeschrieben, kann aber auch posthum von Taddeo Gaddi stammen.
Weitere frühe Bildnisse:
Porträt im Codex Ricc. 1040, Giovanni del Ponte zugeschrieben, in der Biblioteca Riccardiana, Florenz.
Porträtausschnitt aus dem Fresco "Parnass", 1509 von Raffaello Sanzio gemalt - Dante zusammen mit Homer, Vergil und Sappho abgebildet - im Saal der Signatur (Stanza della Segnatura) im Vatikan.
• Im Fresko "La disputa del Sacramento" des selben Saals erscheint Dante nochmal, jetzt nach links blickend.

Lit.:
conoscifirenze.it: Del più antico e sincero ritratto di Dante Alighieri

Francesco Petrarca (1304-1374)
Petrarca war ein Dichter und Geschichtsschreiber an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit und gilt als der erste Humanist Italiens. Er entdeckte Cicero und Augustin und wollte die Antike wiederbeleben, um das Finsternis des Mittelalters zu überwinden. In seinem auf italienisch verfassten Gedichtzyklus Canzoniere besingt Petrarca seine unerfüllte Liebe zur jung verheirateten Laura.
Petrarca wurde meistens mit einer Bedeckung abgebildet, die auch den Hals umfasst und nur das Gesicht freigibt, so im Initialbild einer Handschrift der Canzoniere um 1380.


Einseitige Bronzegußmedaille, ca. 1480-1520.     Ø 46 mm, 43,0 g.
Hill (1930) 283 Nr.1105; Börner 105 Nr.412.
Exemplar im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, Obj.67971, ausgestellt im Bode-Museum, Raum 216.

·FRANC· - ·PETRAR·   -   Brustbild des Francesco Petrarca mit Lorbeerkranz nach rechts.


Bronzegußmedaille, 1819 von Jeuffroy Desnoyers.     Ø 40 mm, 38,06 g.
Vs.:   FRANCISCUS - PETRARCA   -   Brustbild wie vor. Unten die Signatur.
Rs.:   NATUS / ARETII / IN ITALIA / AN.M.CCC.IV. / ORBIT / AN.M.CCC.LXXIV.
SERIES NUMISMATICA / UNIVERSALIS VIVORUM ILLUSTRIUM / - / M.DCCC.XIX. / DURAND EDITIT
Aus der Serie Numismatica Universalis Virorum Illustrium, Suite von Durand, Paris.

Lit.:
R. Speck (Hsg.): Klug und von hehrer Gestalt - Petrarca-Bildnisse aus sieben Jahrhunderten. Köln, 2018.

Letzte Erweiterung 4.2020.

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