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St. Hubertus
Festtag: 30. Mai / 3. November
auf Münzen von Jülich-Berg



Hzm. Jülich-Berg, Wilhelm IV., 1475-1511 :   Goldgulden 1501, Mülheim.   Ø 23 mm, 3,22 g.
Vs.:   WILH DVX - IVLIAC'i·Z(et) MO'ntium   "... Herzog von Jülich und Berg"
Hüftbild des hl. Hubertus mit Krummstab und einem Buch mit Hirsch darauf, davor Wappen wie Rs.

Rs.:   MONEta - NOva.AV - REa MV - Lh'eim 1501     (Die Schreibweise der 5 ist eine 7)
Quadriertes Wappen (Jülich/Berg) mit Herzschild (Ravensberg) auf Langkreuz gelegt.


Obwohl kaum Zweifel an der Bedeutung des ersten Bischofs von Lüttich für die Christianisierung des Ardennengebietes bestehen können, gehört seine überlieferte Lebensgeschichte weitgehend ins Reich der Legenden.
Hubert soll um 655 als Sohn des Herzogs von Aquitanien, eines Verwandten der königlichen Familie der Merowinger, geboren worden sein und später am Hofe Theoderichs III. in Paris gelebt haben. Ebroin, der Hausmeister der Herrscher von Neustrien, vertrieb den jungen Adligen in die Hauptstadt Austrasiens, nach Metz, wo Hubert St. Lambert, den Bischof von Maastricht, kennen lernte. Im Jahre 695, nach dem Tode seiner Frau Floriana, einer Tochter des Grafen von Löwen, und seines Vaters, zog sich Hubert zum Gebet und dem Studium der Heiligen Schrift für sieben Jahre in die Wälder der Ardennen zurück und anschließend unternahm er eine Wallfahrt nach Rom. Zu einem unbekannten Zeitpunkt, aber vor dem Jahr 708, wurde Hubert zum Bischof von Maastricht geweiht und 717/18 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich, wo er am Ort des Martyriums seines Lehrers Lambert seine Kathedrale errichtete. Hubert starb am 30. Mai 727 in Tervueren bei Brüssel. 825 wurden seine Gebeine in das Kloster Andagium, das spätere St. Hubert, in den Ardennen übertragen, doch sind die Reliquien seit der Französischen Revolution verschollen.
St. Hubert ist heute vor allem als Patron der Jäger bekannt und die Wallace Collection in London bewahrt sogar sein angebliches Jagdhorn auf. Die Legende erzählt, daß Hubert, als er an einem Karfreitag jagte, ein Hirsch erschien, der in seinem Geweih ein leuchtendes Kruzifix trug. Dieses Ereignis soll ihn endgültig bewogen haben, sein Leben Gott zu weihen, doch ist die Begegnung mit dem Hirsch offensichtlich aus der viele Jahrhunderte älteren St.-Eustachius-Legende entliehen und in den Lebenslauf des "Apostels der Ardennen" übertragen worden. Tatsächlich wird St. Hubert im 12. Jahrhundert zum erstenmal als Jäger bezeichnet und mit dem Hirsch wird er sogar erst im 14./15. Jahrhundert in Verbindung gebracht.
St. Hubertus wird mit einem Hirsch und manchmal auch noch mit einem Buch dargestellt und oft mit St. Eustachius und gelegentlich sogar mit St. Meinolf verwechselt.
Hans Herrli, MünzenRevue 11/1991, S.1286
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.



Hzm. Jülich-Berg, Johann II., 1511-1539 :   Guldengroschen o. J.   Ø 38 mm, 28.37 g.   Dav.8925.
Vs.:   ·IOhS'.SEnIOR·FILIVs·Dux·CLIViae·DVX·IVLiaci·Z·(et)
"Johann, älteste Sohn des Herzogs von Kleve und Jülich etc."
Grosser, behelmter Schild von Jülich, darunter im Halbkreis fünf weitere kleine Wappenschilde (v.l.n.r.):
Kleve, Mark, Ravensberg, ..., Berg.

Rs.:   +SIT·nOMEn·DOMInI·BEnEDICT'um·Z(=et)·S'anctus·hVB'ertus
"Der Name des Herrn sei gelobt und Hl. Hubert"
Szene zur Bekehrung des hl. Hubertus.

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