Startseite Städte TOUR :  Nürnberg

Stadt Northeim

Northeim liegt zwischen Einbeck und Göttingen an den äußersten Südwestausläufern des Harzes. Um 1000 war Northeim Stammsitz eines Grafen. 1204 erfolgt die erste Erwähnung Northeims als civitas. Seit 1334 diente die Niederlassung der Herzoge von Braunschweig-Lüneburg als Rathaus. Die Stadt war 1384-1554 Mitglied der Hanse, erlangte aber nie völlige Selbstständigkeit.
Das Münzrecht stammt von Hzg. von Braunschweig und wurde 1540-1676 ausgeübt.

Wappen: In Grün über rotem erhöhten Dreiberg, darin ein goldener steigender Löwe, eine silberne Burg mit einem silbernen gotischen 'N' belegt, mit drei rot bedachten Türmen, flankiert von zwei Türmen gleicher Art.
Das älteste Erkennungszeichen von Northeim ist die Namensinitiale als gotisches N, ähnlich wie bei Göttingen und Einbeck.

Liste   nach E. Mertens
(Katalogliste mit Verweisen auf einzelne Münzen dieser Seite)


Hohlpfennig o. J. (15/16. Jh.).     Ø 17 mm.   Mertens 7.
'n' auf einem an den Enden gegabelten Kreuz.


Hohlpfennig o. J.     Ø 14,5 mm, 0,29 g.   Mertens 8 (?).
Innerhalb eines Wulstreifens 'n' auf einfachem Kreuz.

Münzmeister Klaus Böschen 1541-43   Mmz.: ᄼ (Zainhaken).


Körtling 1541.     Ø 19 mm.   Mertens 11.
Vs.:   +MONE·NO·NORTHEM   -   'n' im Sechspaß.
Rs.:   +AN·DO ᙏᗭᗭᗭᗭᗭXXXXI   -   gotisches 'n' auf einem Kreuz mit aufgegabelten Enden.
Das + hat hier die Form eines Dreiblattes mit Stiel.

Körtling 1541 - 'n' im Siebenspaß.   Mertens 12.
Körtling 1541 - 'n' im Achtspaß.   Mertens 13.


Körtling 1541.     Ø 19 mm.   Mertens 14.
Ähnlich wie vor, aber Neunpaß statt 6-, 7-, oder 8-Paß.

+MONE·NO·NORTHEM   -   +AN·DO ᙏᗭᗭᗭᗭᗭXXXXI

Münzmeister Martin Keule 1547/48   Mmz.: (Vogelkralle gekreuzt von Zainhaken).

Mariengroschen 1547.   Mertens 19.
Mariengroschen 1548.   Mertens 20.

Münzmeister Dietrich Oekeler 1550-56   Mmz.: bis 1553 (Herz mit 2 Pfeilen), danach (Herz).


Mariengroschen 1550.     Ø 23 mm.   Mertens 21b.
MO⎊NO⎊CIVI⎊NORTHEM✴1550   //   MARIA·MA - TER·IHESV


Mariengroschen 1551.     Ø mm.   Mertens 23.
Vs.:   +MO·NO·CIVI·NORTHEM✴1551   -   'n' auf Kreuz, von dem nur die Enden sichtbar sind.
Rs.:   MARIA·MAT - ER·IHESVC   -   Maria mit Kind, Zepter und Schein.


Mariengroschen 1553.  -  Ø 24 mm, 1,78 g.   Mertens 25var.
Vs.:   MO·NO·CIVI·NORTHEIMI553  -   Großes gotische 'n' auf Kreuz gelegt wie vor.
Rs.:   MARIA·MAT - ER·IHESVC  -   Gekrönte Madonna mit Kind und Lilienzepter in Flammengloriole.


Mariengroschen 1553.  -  Ø 23 mm, 1,50 g.   Mertens 26.
Vs.:   MO·NO·CIVI·NORTHEIM·I553  -   Großes gotische 'n' auf Kreuz gelegt wie vor.
Rs.:   MARIA·MA - TER·IHESV  -   gekrönte Maria mit Kind, Schein und Zepter in Flammengloriole.

Münzmeister Tönnies Isebeln 1558-72   Mmz.: = Zainhaken, von einer Wolfsangel gekreuzt.


Dreier 1559.     Ø 17 mm.   Mertens 39.
Vs.:   gleichschenkeliges Kreuz mit aufgelegtem n, in den Winkeln oben 5 - 9, unten das Mmz.
Rs.:   gekrönter Doppeladler belegt mit Reichsapfel, darin Wertzahl 3.


Fürstengroschen 1560.     Ø 24 mm.   Mertens 40.
Vs.:   MON - CIVI - NORT - HEIM   -   Großes gotisches N auf Kreuz.
In den Kreuzwinkeln oben links ein Mz. und unten die Jz. 6 - 0.

Rs.:   ·FERD·D - G·IMP·   -   gekrönter Doppeladler mit 12 im Reichsapfel.


Fürstengroschen 1562 (12 Pfennig).     Ø 25 mm, 2,02 g.   Mertens 43.
Vs.:   MON - CIVI - NORT - HEIM   -   Langkreuz belegt mit 'n', in den Winkeln: (Mmz.), und 6 - Z
Rs.:   FERD·D· - G·IMPE  -  gekrönter Doppeladler mit Wertzahl 1Z im Reichsapfel.


Fürstengroschen 1564 (12 Pfennig).  -  Ø 25 mm.   Mertens 47(Vs.)/ 46(Rs.).
Vs.:   MO⁑ - CIVI⁎ - NOR - THE⁎   -   Langkreuz belegt mit 'n', in den Winkeln: (Mmz.), 6 & 4
Rs.:   ⁎FERD·D - G⁎IMPE⁎   -   gekrönter Doppeladler mit Wertzahl 1Z im Reichsapfel.


Zwitter-Fürstengroschen 1565/1566.     Ø ca.24 mm.   Mertens 49.
Vs.:   MO: - CIVI - NOR - THE  -  gotisches n auf Langkreuz zwischen 6 - 5.
Rs.:   MAX·D - G·IMPE 6 - 6  -  gekrö. Doppeladler mit Wertzahl 12 im Reichsapfel.

Münzmeister Hans Isebein 1573-76, Bruder von Tönnies Isebeln.
Selbe Mmz.: = Zainhaken, von einer Wolfsangel gekreuzt.

Münzmeister Hans Berndt 1583-85   Mmz.: = ein auf einem Zainhaken aufwärts kletternder Bär.

Reichsgroschen 1584.   Mertens 66.

Münzmeister Jakob Pfahler 1614   Mmz.: (Herz, Kreuz, Zainhaken).

Reichsgroschen 1614.   Mertens 67.

Münzmeister Valentin Block 1615-18   Mmz.: ᄾ, ᄼ oder ᛚ = Zainhaken.


1/24 Taler 1616 (Groschen).     Ø 21 mm, ca.0,8 g.   Mertens 70b.
Vs.:   MO·NO:CIVI·NORTHEIM   -   gekröntes 'n', Krone ragt in die Umschrift, Zentralpunkt.
Rs.:   MATTI·RO·IM·S·A·16· - ·16   -   Reichsapfel mit Wertzahl Z4.


1/24 Taler 1616 (Groschen).     Ø 21 mm, ca.0,8 g.   Mertens 71.
Vs.:   MON·CIVI·NORTHEI   -   gekröntes 'n' zwischen zwei Punkten.
Rs.:   MATTI·RO·IM·S·A·16· - ·16   -   Reichsapfel mit Wertzahl Z4.


1/24 Taler 1616 (Groschen).     Ø 20 mm.   Mertens 72e.
Vs.:   MO·NO·CIVI·NORTHEIMᛚ   -   gekröntes 'n'.
Rs.:   MATTI·RO·IM·S·A·16· - ·16   -   Reichsapfel mit Wertzahl 24.

Münzmeister Heinrich von Eck oder von der Ecke 1616-21


1/24 Taler 1618 (Reichsgroschen).     Ø 20 mm.   Mertens 76var.
Vs.:   MONETA·NOVA·NORHE(!)·   -   gekröntes 'n' zwischen seitlich 2 Punkten.
Rs.:   MATTHI·R·IM·S·A·16· - ·18   -   Reichsapfel mit Wertzahl Z4.

Reichsgroschen 1618, wie vor, aber ohne die Pkte. seitlich neben dem 'n'.   Mertens 77.
Reichsgroschen 1619 mit zwei Pkte. neben dem 'n'.   Mertens 78.
Reichsgroschen 1619 ohne die Pkte. neben dem 'n'.   Mertens 79.
Reichsgroschen 1620 mit dem Namen des Ks. Matthias.   Mertens 80.
Reichsgroschen 1620 mit dem Namen des Ks. Ferdinand II.   Mertens 81.

Münzmeister Philipp Kahle 1621.


Kipper-4 Pfennig o. J. (1621, Kupfer)     Ø 17 mm.   Mertens 82b.
Vs.:   gekröntes 'n' zwischen ✱ - ✱
Rs.:   ♕ PFENNINGE     im Feld:   ∴ | IIII | ∵
Die Varianten 82a und 82c sind auf der Rs.-Umschrift zusätzlich mit 1621 datiert.


Kipper-3 Pfennig 1621 (Kupfer)     Ø 16 mm.   Mertens 83a.
Vs.: gekröntes 'n' zwischen ⁕ - ⁕
Rs.: ♕PFENN·NIG 162     Im Feld: · | III | ·

Henning Westermann 1619/20
an der herzoglichen Kippermünzstätte auf dem Stiftshof in Northeim.

Einseitige Abschläge ohne Nennung der Wertangabe o. J.   Mertens 84.


Kipper Cu 3 Pfennig o. J. (1621)     Ø ? mm, ? g.   Mertens zu 84; Neumann 8294.
Vs.:   Spiegelverkehrtes N zwischen Rosetten, oben und unter je ein Dreiblatt.
Rs.:   ·III· | PFEN | NING | ·⁕·


Kipper-Flitter o. J.     Ø 15 mm, 0,20 g.   Mertens 85.

Münzmeister Levin Brockmann 1622.

Er prägte 1622 Reichsgroschen und Dreier.   Mertens 87-88.

Münzmeister Hans von Eck oder von der Ecke 1622-23.


Einseitiger Pfennig o. J.     Ø 14 mm, 0,31 g.   Mertens 91.
Im Perlkreis gleichschenkliges, an den Enden lilienblütenförmig gegabeltes Kreuz, belegt mit gekröntem 'n'. Zu den Seiten der Krone: bei 91a leer ; bei 91b · - · ; bei 91c ⚬ - ⚬ .

Als sich die Verhandlungen mit einem neuer Münzmeister 1624 zerschlugen wurde die Prägestätte stillgelegt. Die Prägepause dauerte 32 Jahre. Der Grund ist unbekannt. Die wirtschaftlichen Erschütterungen des 30-jährigen Krieges und die Erlasse der herzoglichen Regierung wirkten ungünstig. Eine reine Freude war ja die städtische Münze für den Rat der Stadt sowieso nicht.   [Mertens]

Münzmeister Wilhelm Nordmeier 1655-59   Mmz.: W - N.


Stadtpfennig 1656 (Kupfer).     Ø 15 mm.   Mertens 97.
Im Kerbkreis gekröntes 'n' zwischen bogig 16 - 56   //   im Kerbkreis: ·I· | STAT | PEN | ·✱·

Münzmeister Peter Löhr 1662-70   Mmz.: P -L und ᄼ = Zainhaken.


Dreier 1664.     Ø 15 mm.   Mertens 102.


Taler 1665, Nachprägung 1973.     Ø 44 mm.   Mertens 104; Dav.5632.
Vs.:   ✼MONETA·NOVA·CIVITATIS·NORTHEIMENSIS   -   Wappenbild zwischen P - L (Mmz.).
Rs.:   ·LEOPOLDVS IMPERATOR ROMANVS SEMPER AVGVSTVS·   Titel des amtierenden Kaisers,
gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust, unten 16 - 65.


Mariengroschen 1666.     Ø 20 mm.   Mertens 107c.
Vs.:   MO NO NORTHEIM 1666   -   gekröntes 'n'.
Rs.:   MARIA - MAT DOMI   -   gekrönte Maria mit Kind und Lilienzepter.


6 Mariengroschen 1669.     Ø 29 mm.   Mertens 110.
NORTHEIMISCH STADTGELD·  // ANNO DOMINI 1669  -  *VI* / MARIEN / GROS. / P*L (Peter Löhr)


6 Mariengroschen 1670.     Ø 29 mm.   Mertens 114.
Vs.:   NORTHEIMISCH STATGELD·   -   n.l. schreitender Löwe im fünftürmigen Torbogen.
Rs.:   ANNO DOMINI✼1670✼✼   -   Wertangabe: ✼VI✼ | MARIEN | GROSchen· | *✼*
Die bei Mertens 114 beschriebenen Stücke weisen das Münzzeichen des einfachen Zainhaken auf, welches für den Münzmeister Peter Löhr steht. Dieses Stück hier zeigt bereits das Münzmeisterzeichen seines Nachfolgers Johann Heinrich Hoffmann, nämlich die gekreuzten Zainhaken. Da der Wechsel der beiden Münzmeister um 1670/1671 stattfand, dürfte es sich um eine auflagenschwache erste Emission handeln, die bereits 1670 mit neuem Münzmeisterzeichen ausgegeben wurden. [Höhn]


Dreier 1670     Ø 15 mm, 0,20 g.   Mertens 118b.
Vs.:   gekrö. 'n' zwischen 16 - 70. Aber unter dem 'n' keine Rosette.
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3 zwischen * -

Münzmeister Heinrich Hoffmann 1671-76   Mmz.: HH (lig.), ᄼ, ᛚ,
Hoffmann arbeitete als Münzohm unter Peter Löhr. Er wurde sein Nachfolger, als dieser sein Amt aufgab.


Reichstaler 1671 (24 Groschen).     Ø 43 mm, 28,66 g.   Mertens 119; Dav.5633.
Vs.:   ⁕MON:NOVA·CIVIT·NORTHEIMENS:⁕   -   Löwe schreitet nach l. unter fünftürmigem Torbogen, zu den Seiten Münzmeisterzeichen HH(lig) -
Rs.:   LEOPOLD·I·D·G·ROM·IMP·SEMP·AUGUS·⁕16 - 71⁕
gekrönter u, nimbierter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust, darin Z4.


6 Mariengroschen 1671.     Ø 28 mm, 5,68 g.   Mertens 120a.
Vs.:   NORTHEIMISCH STATGELD·   -   Stadtburg wie vor, mit Löwen im Tor.
Rs.:   ANNO DOMINI✼1671✼   -   Wertangabe: ✼VI✼ | MARIEN | GROSchen· | ·HH··


4 Mariengroschen 1671.     Ø 23 mm, 2,40 g.   Mertens 121a.
Vs.:   STAD·NORTHEIM·1671·   -   unter fünftürmigem Torbogen der nach links schreitende Löwe.
Rs.:   ᛚ✼VON FEINEM SILBER✼   -   ✼IIII✼ | MARIEN | GROS· | ✼


1/24 Taler 1671 (Reichsgroschen).     Ø 21 mm   Mertens 123.
Vs.:   MO·NO·NORTHEIM·1671   -   Löwe n.l. unter fünftürmigem Torbogen.
Rs.:   LEOPOLD·I·D·G·ROM·IM·S·A·   -   Reichsapfel mit Wertzahl 24 zwischen * HH(lig.) - *


Dreier 1671.     Ø 15 mm   Mertens 125.


6 Mariengroschen 1672.     Ø 29 mm   Mertens 126b.
Vs.:   NORTHEIMISCH STADTGELD·  -  Stadtwappen
Rs.:   ANNO DOMINI⁕1672⁕  -  ⁕VI⁕ | MARIEN | GROS | ·HH(lig)··


4 Gute Pfennige 1672.     Ø 16 mm   Mertens 127d.
Vs.: gekrö. n zwischen bogig 16 - 72, unten HH(lig)   //   ·IIII· | GUTE | PF·· | ·⁕·


Dreier 1672.     Ø 15 mm   Mertens 128.
gekrö. n zwischen bogig 16 - 72, unten HH(lig)   //  Reichsapfel mit 3 zwischen ⁕ -


4 Gute Pfennige 1673.     Ø 16 mm.   Mertens 129b.
Vs.:   das gekrönte n zwischen bogig 16 - 73· , unten Mmz. HH(lig).
Rs.:   ⁕IIII⁕ | GUTE | PF·· | ·⁕


Dreier 1673.     Ø 15 mm   Mertens 130a.
gekrö. n zwischen bogig 16 - 73, unten HH   //  Reichsapfel mit 3 zwischen ⁕ - ⁕


Einseitiger Pfennig 1673.     Ø 13 mm, ? g.   Mertens 131a.


24 Mariengroschen 1674.     Ø 38 mm, 16,97 g   Mertens 133a; Dav:709.
Vs.:   ✼MON:NOVA CIVIT:NORTHEIMENSIS   -   ✴✼✴ / ✴XXIIII✴ / MARIEN / GROSCH / ✼HH✼
Rs.:   ✼ANNO CHRISTI✼1674✼   -   Stadtburg mit Löwen im Tor.


Einseitiger Pfennig 1674.     Ø 12 mm.   Mertens 135.
Innerhalb eines Kerbkreises gekröntes n zwischen bogig 16 - 14·, unten HH (lig mit Pkt.).


Einseitiger Pfennig 1675.     Ø 12 mm, 0,20 g.   Mertens 137.


Lit. :
Mertens, E.Münz- und Geldgeschichte der Stadt Northeim.   118 S., 8 Tfn., Beilage A-F. Halle 1928.
• Merl, G. :  Northeimer Geld in Brauch und Geschichte.   120 S., Northeim 1991.

Startseite Städte TOUR :  Nürnberg