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Reichsstadt Goslar

Goslar liegt am Nordwestrand des Harzes im Tal der Gose am Hang vom Bergwerk auf dem Rammelsberg. 922 gründete Kg. Heinrich I. hier die Marktsiedlung "vicus Goslariae". 1005 entstand eine königliche Pfalz, die Heinrich III. mächtig ausbaute und im wilhelminischen Kaiserreich "wiederhergestellt" wurde. In der benachbarten achteckigen St.-Ulrich-Kapelle befindet sich ein Grabdenkmal für das Herz vom Heinrich III. Goslar wurde bevorzugter Aufenthaltsort der Könige bis Friedrich II., war bis ins 13. Jh. Stätte wichtiger Reichstage, erhielt ein für die Region vorbildliches Stadtrecht, trat 1267 der Hanse bei und erwarb 1290 die Vogteirechte, womit sie reichsunmittelbar wurde. Goslar verfügte ab 1350 über dem Pfandbesitz des Rammelsberges, konnte 1460 dort mit neuer Bergwerkstechnik der Grubenwassernot begegnen, erreichte anfang des 16. Jh. den höchsten Wohlstand, wurde ab 1528 evangelisch, bekam ab 1526 Streit mit Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, an dem 1552 die Bergrechte verloren gingen, worauf der wirtschaftliche Niedergang der Stadt einsetzte.
Die königliche Münzstätte geriet 1219 unter städtische Aufsicht und ging offenbar 1290 zusammen mit den Vogteirechten an die Stadt.

Wappen: Adler (vergoldeter Reichsadler mit Krone auf dem Marktbrunnen in Goslar), seit 1340 im Siegel der freien Reichsstadt.

Liste   nach Buck / Büttner / Kluge
mit Verweisen auf die einzelnen Münzen dieser Goslar-Seiten

Teil 1: Anfangseite
0.   Das Mittelalter: ca. 1290 bis 1505 :  BBK 1-15
1.   Neuzeit, erste Münzperiode: 1505 - 1565 :  BBK 101-166
Teil 2: Fortsetzungsseite
2.   Neuzeit, zweite Münzperiode: 1581 - 1664 :  BBK 201-265
Teil 3: Fortsetzungsseite
3.   Neuzeit, dritte Münzperiode: 1667 - 1764 :  BBK 301-461
Teil 4: Endseite: Medaillen :  BBK -

0.   Das Mittelalter: ca. 1290 bis 1505 :  BBK 1-15


Pfennig, Anf. 13. Jh.     Ø ca.22 mm, 0,54 g.   Fd. Bokel 298 var. Berger 1219 var.
+S.SIMON.S.IVDAS.APO
Die Köpfe der Apostel Simon und Judas, oben Kreuz, unten Stern & 3 Ringel.
Eine anonyme Prägung der königlichen Münzstätte in Goslar.


Simon-Judas-Pfennig (ab 1290?).     Ø ca.20 mm, 0,41 g.   BBK 1f.var.
Krone über den Heiligen Simon und Judas, unten Lanzenspitze. Wulstrand.


Schwertpfennig (vor 1421).     Ø 16-18 mm, 0,39 g.   BBK 3.
Brustbild mit Nimbus zwischen Schwert und Buch (Kästchen).


Brakteat (ab 1436).     Ø ca.20 mm, 0,45 g.   BBK 6.14.
einseitig geprägter sog. Matthiaspfennig:  Hüftbild mit Beil und Buch in Händen.


Brakteat (Matthiaspfennig, ab 1436).     Ø 20 mm, 0,47 g.   BBK 6.20.
Der Stadtheilige Matthias mit Beil und Buch in Händen.
Der immer leichtere ausgeprägte Pfennig wurde schliesslich zum Teilstück des neue geschaffenen Groschen: 6 Matthiaspfennige = 1 Matthiasgroschen.


Kleiner Matthiaspfennig (Hohlscherf, Hälbling) ab 1436.     Ø 14-17 mm, 0,25 g.   BBK 7.
Büste des Hl. Matthias mit Beil und Buch.


Matthiasgroschen o. J. (ab ca.1470/71).     Ø ca.24 mm, 2,18 g.  BBK 9 A3/a.
Vs.:  MOnᗺƮA◦nOVA◦GOSLARᗺnSIS  -  Goslarer Adler mit ausgebreiteten Schwingen, Kopf nach links.
Rs.:  SAnᗭƮVS - MAƮhIAS  -  Stehender Hl. Matthias mit Beil in der Rechten und Buch in der Linken.
Matthiasgroschen zu 6 Pf.: Goslar führte diesen Groschen erfolgreich um 1470/71 ein. Dem Münzbild entsprechend wurde er Matthiasgroschen genannt. Er wurde sofort von der Bevölkerung angenommen, weil Bedarf nach einem grösseren Geldstück bestand.
Bauerngroschen zu 12 Pf. sind ab 1477/78 oder 1481 geprägt worden und sind 1505 durch die Mariengroschen ersetzt worden. Ihre Bezeichnung bekamen sie, weil die dargestellten Heiligen als Bauer verstanden wurden.


Bauerngroschen o. J. (Typ 1, 1477/81).     Ø 27-29 mm, 2,61 g.   BBK 11 B1/b3.
Vs.:  ᙏOnᗺTA nOVA - GOSLARIᗺn  -  Behelmter Adlerschild gerade gestellt.
Rs.:  SAᗭTVS*SIᙏO - ᗺT*IVDA   -   Die Heiligen Simon mit Säge und Buch (rechts) sowie
Judas mit Keule und Buch stehen nebeneinander, zwischen den Füßen ein Dreiblatt,
Säge und Keule senkrecht gehalten.


Bauerngroschen o. J. (Typ 1, 1477/81).     Ø 26-28 mm, 3,00 g.   BBK 12 E1/a2.
Vs.:  ᙏOnᗺTA·nO - VA·GOSLAR  -  Behelmter Adlerschild schräg gestellt.
Rs.:  SAnTVS - S - IᙏOn·ᗺT·IVDA   -   Die Heiligen Simon mit Säge und Buch (rechts) und
Judas mit Keule und Buch stehen nebeneinander, Säge und Keule schräg gehalten.

Der nachfolgende kleine Matthiasgroschen wurde offenbar erst nach dem Bauerngroschen eingeführt.


Kleiner Matthiasgroschen o. J. (Typ 1, um 1490).     Ø 21,5 mm, 1,54 g.  BBK 13 A2/a.
Vs.:  ♣ᙏOnᗺTA♣nOVA♣GOSLARIᗺI   (♣=Dreiblatt)   -   Goslarer Adler im Schild.
Rs.:  SAnᗭTVS⦂ᙏAƮhIAS   -   Stehender Hl. Matthias mit Beil in der Rechten und Buch in der Linken.


Kleiner Matthiasgroschen o. J. (Typ 2, um 1490).     Ø ca.22 mm, 1,13 g.  BBK 14 B/a.
Vs.:  ♣ᙏOnᗺTA♣nOVA♣GOSLAR   (♣=Dreiblatt)   -   Goslarer Adler im Schild.
Rs.:  SAnᗭTVS⦂MAƮhIA   -   Stehender Hl. Matthias mit Beil in der Linken und Buch in der Rechten.
Der Matthiasgroschen wurde immer geringhaltiger ausgeprägt womit die Akzeptanz schwand. Daher wurde ein neuer besserer Groschentyp geschaffen, der Mariengroschen. Der Mathiasgroschen (auch Matthier genannt) galt dann 1/2 Mariengroschen.


Tumeler o.J. (1503) (Kreuzgroschen zu einem 1/2 Matthiasgro.).     Ø 19? mm, 1,41 g.  BBK 15 A/a.
Vs .: ᙏOnᗺTA⦂nOVA⦂GOSLARIᗺ   -   Adler mit ausgebreiteten Schwingen, Kopf nach links.
Rs.: ⚬MOИᗺTA⚬ИOVA⚬GOSLAR   -   Kreuz mit gegabelten Enden.


Tumeler o.J. (1503) (Kreuzgroschen zu einem 1/2 Matthiasgro.).     Ø 19 mm, 1,55 g.  BBK 15 A/a.
Vs.:   ᙏOnᗺTA⦂nOVA⦂GOSLARIᗺ   -   Adler mit ausgebreiteten Schwingen, Kopf nach links
Rs.:   ⚬MOИᗺTA⚬ИOVA⚬GOSLAR   -   Kreuz mit gegabelten Enden.

1.   Neuzeit, erste Münzperiode: 1505 - 1565 :  BBK 101-166

Taler 1531-1546 :   BBK -(100) - 104


Taler 1531.     Ø 39 mm, 29,09 g.   BBK - (100); Dav.-.
Vs.:   ·MARIA·MATeR·DO - MINI·GOSLAR·   -   Maria mit Kind und Zepter in einer Strahlen- und Flammenglorie, stehend auf Mondsichel, zwischen Jz. 15 - 31.
Rs.:  IN·SILENCIO·Et·SPERIT·FORTITVDO·VEstra   "Im Schweigen und Hoffen wird eure Stärke sein"
gekrönter (Goslarer?) Adler mit ausgebreiteten Schwingen.
Der erste norddeutsche Städtetaler, bis 2006 völlig unbekannt.
Im 13. Jh. verpfandeten die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg die Berghoheit über den Rammelsberg an die Stadt Goslar. Die reiche Silberausbeute fand seither ihren Niederschlag in einer umfangreichen Prägetätigkeit der Reichsstadt. Dies änderte sich 1527, als Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel die Pfandsumme zurückzahlte und der Stadt jedes Recht am Rammelsberg absprach. Alles Metall des Rammelsberges sollte in der herzoglichen Kammer abgeliefert werden.
Der Rat der Stadt Goslar wehrte sich und nach gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden Reichskammergericht und Reichstag angerufen. Der Reichstag zu Augsburg stellte 1530 den Verkauf des Metalls unter Zwangsverwaltung. Bis auf weiteres sollte das von dieser Zwangsverwaltung angekaufte Metall hälftig von der herzoglichen und der städtischen Münze verprägt werden. Heinrich der Jüngere richtete daraufhin im benachbarten Kloster Riechenberg eine Münzstätte ein und begann 1531 mit der Prägung. Neben Kleinmünzen prägte er vor allem Taler mit der programatischen Umschrift IVSTVS NON DERELINQVITVR (der Gerechte wird nicht zurückweichen). Ein klares konfessionelles Bekenntnis des katholischen Landesherrn. Damit begann in Norddeutschland, sieht man von den eher als Schauprägungen anzusprechenden Talern der Erzbischöfe von Bremen (1511, 1522) und des Herzogs von Holstein in Husum (1522) ab, die Talerprägung. Die niedersächsischen Städte folgten nur zögernd. Goslar beschränkte sich auf die Ausbringung von Mariengroschen, erst 1542, als mit der Vertreibung Heinrichs durch die schmalkaldischen Bundesfürsten das Silbervorkaufsrecht wieder ganz in die Hände des Rates gelangt war, erblickte der erste Taler der Stadt Goslar das Licht der Welt. Die städtische Talerprägung begann in Norddeutschland 1537, als Lübeck die erste Großsilbermünze prägte, neben Goslar folgten 1542 Bremen,1544 Braunschweig und 1546 Lüneburg und Hildesheim. So der bisherige Kenntnisstand.
Nun taucht unser Stück auf: Die Stadt Goslar hat also gleichzeitig mit dem Landesherrn die Talerprägung aufgenommen. Wie dieser nutzt auch die Stadt die Großsilbermünze als Propagandamittel im Glaubenskrieg. Einer der Wahlsprüche Luthers, wie er erwa auch auf den Luther-Medaillen von Hieronymus Magdeburger (von 1533) und Wolf Milicz (von 1537) begegnet, erscheint auf der Rückseite. Der erste norddeutsche Städtetaler stammt von 1531, nicht von 1542. [Peus-387, 2006]


Taler 1542.     Ø 40 mm, 28,94 g.   BBK 101 C/a; Dav.9198.
Vs.:   MONETA◦CIVITA◦IMPERIALIS◦GOSLARIEN   -   Goslars Wappen.
Rs.:   MARIA⎊MATER⎊ - ⎊DOMINI⎊I54Z
Maria mit Krone, Kind und Zepter steht auf Mondsichel in Strahlen- und Flammenglorie.
Nach dem ersten Taler von 1531 setzte die weitere Talerprägung offenbar erst wieder 1542 ein, als Goslar die herzogliche Münzstätte in Riechenberg in Besitz nahm.


Taler 1544.     Ø 40 mm, 28,70 g.   BBK 102 A/a; Dav.9198.
Vs.:   MONETA∗CIVITA∗IMPERIALIS∗GOSLARIEN∗   -   Goalarer Wappen (Adler).
Rs.:   ∗MARIA∗MATER∗ - DOMINI∗1544∗   -   Nimbierte und gekrönte Maria mit Jesus und
Zepter auf der Mondsichel stehend in einer Gloriole aus Strahlen und Flammen.


Taler 1545.     Ø 40 mm, 28,70 g.   BBK 103 A/a; Dav.9198.
Vs.:   MONETA∗CIVITA∗IMPERIALIS∗GOSLARIENsis∗   -   Goslarer Adler.
Rs.:   ∗MARIA∗MATER∗· - ∗DOMINI∗1545
Maria mit Jesus und Zepter auf der Mondsichel stehend in einer Gloriole aus Strahlen und Flammen.


Taler 1546.     Ø 40 mm, 28,90 g.   BBK 104 B/a; Dav.9198.
Vs.:  MONETA∗CIVITA∗IMPERIALIS∗GOSLARIE∗  -  Goslarer Adler mit ausgebreiteten Schwingen.
Rs.:   ∗MARIA∗MATER∗ - DOMINI∗1546
Maria mit Kind und Zepter in einer Strahlen- und Flammenglorie, stehend auf Mondsichel.
Diese Taler wurde mit geringen Anweichungen 1542, 1544-46 und 1555 geprägt (Dav.9198).

1/2 Taler 1542-1545 :   BBK 105-107

1/4 Taler 1544-1552 :   BBK 108-110


1/4 Reichstaler 1544.     Ø 28 mm, 7,12 g.   BBK 108.
Vs.:   MON⦂CIVI⦂IMPERIA⦂GOSLARIEN⦂   -   Stadtadler n. links.
Rs.:   MARIA⦂MATE - DOMINI⦂1544   -   Maria mit Heiligenschein, Krone, Zepter und Kind
in einer Strahlen- und Flammenglorie auf einer Mondsichel stehend.


1/4 Reichstaler (?) 1552.     Ø 30 mm, 7,09 g.   BBK 110 (einziges Ex. in Privatbesitz).
Vs.:   MONETA·NOVA GOSLARIEN·I55Z·   -   Goslarer Adler.
Rs.:   ·SA - NCTVS SI - MO - N·&·IVDAS
Die Heiligen Simon mit Säge und Buch (rechts) und Judas mit Keule und Buch.
Anstelle des Marienbildes erscheinen die beiden Heiligen Simon und Judas, das Reversbild der Bauerngroschen bis 1505. Man kann das Stück geradezu als Denkmünze auf den münzpolitischen Zusammenbruch Goslars nach dem Riechenberger Vertag 1552 interpretieren. Das Bild der Bauerngroschen ist eine wehmütige Reminiszenz an Goslars erfolgreichste Münzsorte und eine stolze Vergangenheit, mit der es nun endgültig vorbei war.   [Buck/Büttner/Kluge, S.128].

Mariengroschen 1505-1565 :   BBK 111-157
Als Ersatz für die in Verruf geratenen Bauerngroschen führte Goslar 1505 die Mariengroschen erfolgreich ein. Es folgten die Städte Braunschweig 1510, Göttingen 1514, Hildesheim 1523, Hannover 1535, Northeim 1542, Hameln 1543, Einbeck 1550 sowie die benachbarten Herzöge. Goslarer Mariengroschen tragen die Jahreszahlen 1505 bis 1547 mit Ausnahme von 1528 und 1541.


Mariengroschen 1507.     Ø 27 mm, ca.2,9 g.   BBK 113 A/a.
Vs.:   MOnETA·nOVA GOSLARIEn 170Λ   -   Goslarer Adler
Rs.:   MARIA·MA -TER·GRATCIE   -   Gekrönte Madonna in Flammenglorie.
Das Marienbild der Rückseite gab den Mariengroschen ihren Namen.


Mariengroschen 1509.     Ø 26 mm, ca.2,76 g.   BBK 115 D/a.
Vs.:   MOnETA⁎nOVA⁎GOSLARIᗺ⁎1709⁎  -  Stadtadler.
Rs.:   MARIA⁎MA - T⁎ GRAᗭIᗺ  -  Maria mit Kind und Zepter in Flamenglorie auf Mondsichel.

1529 wurde die Umschrift der Mariengroschen von bisher eher gotischen in vollständig lateinischen Buchstaben umgestellt


Mariengroschen 1531.     Ø 24 mm, ca.1,6 g.   BBK 137 A/a.
MONETA◦NOVA◦GOSLARIENS(IS)◦1531?   //   MARIA◦MATE - R◦GRACIE


Mariengroschen 1547.     Ø 23-24 mm, 1,5-2,0 g.   BBK 152 A/a.
Vs.:   MONETA⁎NOVA⁎GOSLARIE⁎547⁎  -  Stadtadler
Rs.:   MARIA⁎MAT - ER⁎DOMIN   -   Maria mit Kind und Zepter in Flamenglorie.


Mariengroschen 1553.     Ø 24 mm, ca.1,6 g.   BBK 154 C/a.
Vs.:   MONETA⁎NOVA⁎GOSLARI⁎1553⁎  - 
Rs.:   MARIA⁎MAT - ER⁎DOMIN   -   Maria mit Kind und Zepter in Flamenglorie.

Fürstengroschen 1557, 1560, o.J. :   BBK 158-160
Zur Abwehr der immer schlechter ausgeprägten Mariengroschen schuf die Braunschweiger Münzgenossenschaft 1555 den Fürstengroschen zu 12 Pfennige in Anlehnung an den meißnischen Groschen. Die alten Mariengroschen wurden auf 8 Pfennige gesetzt. 24 Fürsten- oder 36 Mariengroschen galten 1 Taler.
Goslar schlug bis 1555 Mariengroschen, dann 1557 und 1560 Fürstengroschen, um 1565 wieder Mariengroschen auszugeben, denn der Braunschweiger Fürstengroschen konnte sich nicht durchsetzen.


Fürstengroschen 1557 (12 Pfennig).     Ø 24 mm, 2,23 g.   BBK 158.
Vs.:   MO∗NO∗GO - SLARI∗57∗
Schild mit Stadtwappen, darüber Helm mit Helmzier (Pfauenferdern) und Helmdecken.
Rs.:  CARolus V∗Romanorum∗ - IMPERAtor  -  Gekrönter Doppeladler, Reichsapfel mit Wertzahl 1Z.

Matthier 1548-1554 :   BBK 161-165
Als Herzog Heinrich d.J. 1547 die Stadt von dem Silber des Rammelsbergs abschnitt, wich die Stadt auf das kleinere Nominal des Matthier (= 1/2 Mariengroschen) vorübergehend aus.


Matthier (1/2 Mariengroschen) 1548.     Ø 22 mm, 0,9-1,5 g.   BBK 161 A/b.
·ᙏOnᗺ·nO:GOSLARI·1548   //   SAnTVS - ᙏAThIAS


Matthier (1/2 Mariengroschen) 1550.     Ø 21 mm, 0.9-1,4 g.   BBK 163 A/b.
·MONN·NOVA·GOSLARIE 1550   //   SANTVS - MATTIAS

Körtling vom süddeutschen Kreuzertyp, 1552-55:   BBK 166
Es wird angenommen, das diese Münzen zur Ausfuhr in das Gebiet der Kreuzerwährung geprägt wurde.


Körtling o.J. (1552-55)   nach Art der Tiroler Etsch-Kreuzer.   Ø 19 mm, 0,77 g.   BBK 166 E166/a.
¤MONE¤NOVA¤GOSLARI   Adler.   //   O·CR - VX G - LORI - OSA Tiroler Doppelkreuz.

Lit. :
• Buck, H. / Büttner, A. / Kluge, B. [BBK] :  Die Münzen der Reichsstadt Goslar, 1290-1764 - Berlin 1995.
• Büttner, A. / Sobotta, W. :   Goslarer Münzen, Museumsverein Goslar 1991. - Auszüge
• Adalbert Büttner :   Übersicht über die bekannten Münzen der Stadt Goslar - GN 20(1985)264-268 H.110
• Cappe, H.Ph.: Beschreibung der Münzen von Goslar - Dresden 1860, Nachdr.1975, im Netz: Bay.StaatsBibl.
• Künker, Auktionshaus :   Auktionen 301 (2.2018) Nr.785-814 und 327 (10.2019) Nr.2588-2609.



Fortsetzungen:
Teil 2:   Neuzeit, zweite Münzperiode: 1581-1664 :   BBK 201-265
Teil 3:   Neuzeit, dritte Münzperiode: 1667-1764 :   BBK 301-461
Teil 4:   Medaillen :   BBK -

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