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Westfälische Stadtwappen auf Kupfermünzen

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Herford auf einer getrennten Seite

Landkarte, darin diese Städte hervorgehoben.

Um 1450/1474 gab das Domkapitel in Münster kupferne Präsenzzeichen heraus, die bei der Abrechnung mit den Domherren am Monatsende zurückgegeben wurden. Bald erfüllten diese Marken in Münster ergänzende Münzfunktion. 1560 prägte die Stadt Münster dann erstmals reguläre Kupfermünzen. Dem Beispiel folgten viele andere Städten, z. B. Soest 1559, Osnabrück 1570, Warendorf 1574, Herford 1580, Ahlen 1584 und Beckum 1595. Ob die Prägung erfolgte, um einen Kleingeldmangel zu beheben oder der Stadt Zusatzeinnahmen zu verschaffen, konnte Weingärtner 1872 nicht feststellen.

Stadt Ahlen im Münsterland

Wappen: Im roten Feld ein einwärts gekrümmter, gekrönter und siebenfach geflügelter silberner Aal.

Wegen dem Rathausbrand 1714 fehlen Nachrichten zum Münzwesen.
Geprägt wurde in Kupfer:
- 1584 (3 Schillinge und 12, 6, 3, 2, 1 und 1/2 Pfennige.
- 1610 nochmal 12, 6, 3 und 2 Pfennige.
- Zuletzt 1616 12 Pfennige.


Cu-6 Pfennig 1584.     Ø 26 mm.   Weingärtner 98.
Vs.:   ⁕STADT⁕ALEN·1584   -  Stadtwappen mir dem Aal.
Rs.:  Im Feld die Wertzahl VI, umher Verzierung mit verbundenen Halbmonden und Punkten.


Cu-Pfennig 1584.     Ø 16 mm.   Weingärtner 104b.
Vs.:   ⁕STADT⁕ALEN·1584   -  Stadtwappen.
Rs.:  Wertzahl I, umher 8 halbe Kreise mit Mittelpunkten, dazwischen Sterne.


Cu-12 Pfennig 1610.     Ø 30 mm.   Weingärtner 96.
Vs.:   ✱·STADT·✱·ALEN·✱·1610·   -  Stadtwappen mit geflügeltem Aal.
Rs.:  Im Feld Wertzahl X·II , umher schnörkelartige Verzierung.


Cu-6 Pfennig 1610.     Ø 25 mm.   Weingärtner 99.
Vs.:   ✱·STADT·✱·ALEN·✱·1610·   -  Stadtwappen.
Rs.:  Im Feld Wertzahl VI , umher Verzierung aus Halbmonden und Punkten.

Lit.:
• Weingärtner, J. :   Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.44-46.

Stadt Beckum im Münsterland
Durch eine strategisch günstige Lage an der Kreuzung zweier Handelswege kam Beckum bereits im Mittelalter zu einigem Reichtum. Zahlreiche Kaufleute und Handwerker ließen sich in der durch eine Mauer befestigten Stadt nieder. Im späteren Mittelalter wurde Beckum Mitglied der Hanse.

Wappen: Die drei Wellenbalken sind redendes Symbol des Ortsnamens Beckum = Bekehem = Bachheim und stehen für die drei Bäche Kollenbach, Siechenbach und Lippbach, die nach ihrem Zusammenfluss in Beckum die Werse bilden.

Geprägt wurde 1574, 1595, 1609, 1622 in Kupfer :  12, 6, 3, 2, 1 Pf. und Heller.


Cu-6 Pfennig 1595.     Ø 26 mm.   Wittenbrink 8; Weingärtner 110 var.
STADT:BECKEM   Stadtwappen, darüber Jz. 1595.   //   Wertzahl VI i, umher aussen verzierter Perlkreis.


Cu-2 Pfennig 1595.     Ø 18 mm.   Wittenbrink 3?; Weingärtner 116.
STADT✱BECKEM✱   Stadtwappen, darüber Jz. 1595.     //     I•I in einem verzierten Perlenkreis.


Cu-Pfennig o. J. (1595).     Ø 17 mm.   Wittenbrink 2; Weingärtner 118.
⁕STADT·BECKEM   Stadtwappen.     //     Wertzahl I, umher 2 Perlkreise mit Verzierungen dazwischen.


Cu-6 Pfennig 1609.     Ø 25 mm.   Wittenbrink 11; Weingärtner 111var.
⁕STADT·⁕·BECKEM·1609   Stadtwappen.     //     Wertzahl VI im aussen verzierten Quadrat.


Cu 12 Pfennig 1622.     Ø 28 mm.   Wittenbrink 15?; Weingärtner 109, Tf.I/8.
✱STADT✱BECKEM   Stadtwappen.   //   Wertzahl XII und Jz. 1622 vermischt im aussen verzierten Rechteck.

Lit.:
• Weingärtner, J. :   Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.46-48.
• Schulte, A. :   Beckumer Kupfermünzen, in: Beckumer Heimatblätter 9 (Nov.1922)
• Wittenbrink, S.:   Geld, Marken und Medaillen von Beckum und Neubeckum. 2001, 224 S.

Stadt Bocholt im Westmünsterland nahe der Niederlanden

Wappen: In grünem Feld eine gerade aufgewachsene, ausgerissene silberne Buche mit Laub und Wurzeln.
Auf den Münzen erscheint das Wappen mit dem Münsterischen Querbalken auf halber Höhe.

Auf Bitten der Stadt bekam die Stadt 1615 vom Fürstbischof von Münster die beurkundete Erlaubnis, Kupfergeld im Wert von 400 Talern auszugeben. Unbekannt ist, ob für die spätere Kupfergeldmünzung von 1670 und 1689-90 eine Erlaubnis erteilt wurde. Wegen zu grossem Kupfergeldumlauf wurde 1700 die Ausgabe von Kupfermünzen verboten. Als 1761-62 nochmal geprägt wurde, lag eine Erlaubnis des Domkapitels vor.
Die Prägungen von 1616-17 :  12, 4, 3, 2 Pf. und 21, 15, 10½ Heller.
Von 1670, 1689-90, 1761-62 :  21, 15, 10½ Heller.


Cu-15 3/4 Heller 1616.     Ø 22 mm.   Weingärtner 130.
Vs.:   +STADT·BOCHOLT·1616   -  Stadtwappen.
Rs.:   X·V unterstrichen, darunter o, umgeben von Verzierung im Doppelkreis.


Cu-4 Pfennig 1616.     Ø 19 mm.   Weingärtner 121.
Vs.:   ⁕STADT·BOCHOLT·1616   -  Stadtwappen.
Rs.:   II·II , umgeben von Verzierung im Doppelkreis.


Cu-2 Pfennig 1616.     Ø 16 mm.   Weingärtner 123.
Vs.:   ⁕STADT·BOCHOLT·1616   -  Stadtwappen.
Rs.:   I·I , umgeben von Verzierung im Doppelkreis.


Cu-21 Heller 1762.     Ø 22 mm.   Weingärtner 129a.
Vs.:   +STADT·BOCHOLT·CUM·PRIvilegio:1616   -  Stadtwappen zwischen I - S (1 Stüber).
Rs.:   60·EINEN·REICHS·THALER·     Im Feld: ✴X·XI✴ / HEL·
Ein Bocholder Stüber galt 21 Heller.


Cu-10 1/2 Heller 1762.     Ø 19 mm, ca.2 g.   Weingärtner 134.
Vs.:   STADT⁕BOCHOLT⁕1762   -  Wappen zwischen Zweigen und Rosetten.
Rs.:   ⁕X⁕ unterstrichen, darüber Kopf zwischen Fittichen.

Lit.:
• Weingärtner, J. :   Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.48-58.
• Berghaus, P.: Bocholter Zahlungsmittel, in: Bocholter Quellen und Beiträge 1, Münster 1976, S.201-206.

Stadt Coesfeld im westlichen Münsterland
Coesfeld wurde nach Münster die zweitwohlhabenste Stadt des Müsterlandes dank dem Handel mit den Niederlanden. Coesfeld und Deventer liessen sich in ihrem Handel nicht stören durch Feindseligkeiten zwischen den Bistümer von Münster und Utrecht.
Der Stadtname entspringt dem Kô-isa-feld, d. h. "Feld an einem Kuh-Bach".
Wappen: auf goldenem Grund ein gekrönter roter Kühkopf mit goldenem Halfter.
Ein Kuhkopf-Sekretsiegel ist seit 1292 nachgewiesen.

Geprägt wurde mit Unterbrechungen von 1578 bis 1763.

1578 prägte Coesfeld erstmals Münzen: 12-, 6-, 4-, 3-, 2-, 1- und 1/2-Pf.-Kupferstücke im
Gesamtnennwert von 1519 Taler.


Cu-3 Pfennig 1578.     Ø 17 mm.   Weingärtner 138a.
Vs.:   STADT - COSVELT·1·5·7·8·   -  Stadtwappen im mehrfach gebogenem Schild.
Rs.:   Im Feld die Wertzahl III, umgeben von einem Fries aus Halbkreisen und Punkten.


Cu-Pfennig 1578.     Ø 16 mm.   Weingärtner 140d.
Vs.:   STADT:COSVEL:78:   -  Stadtwappen im mehrfach gebogenem Schild.
Rs.:   Im Feld die Wertzahl II, umgeben von einem Fries aus Halbkreisen und Punkten.

Nach einer spanische Besetzung 1599 und einer Bürgerrevolte kehrte erst 1608 wieder Ruhe ein.
1608-09 wurde wieder Kupfergeld geprägt: 6-, 4-, 3- und 2-Pf.-Stücke.
1611 bat die Münsterische Regierung um ein Verzeichnis der in Coesfeld kursierende Kupfermünzen. Anlass waren Beschwerden benachbarter Städte. In Coesfeld wurde ein Kupfergeldbestand registriert von 63 Taler, davon 22 von Coesfeld, 20 vom Domkapitel Münster und 10 von Dülmen ausgegebene Stücke.
1616-17 folgte eine eine Prägung von 12-, 8-, 6-, 4-, 3-, 2-, 1-, und 1/2-Pf.-Stücken.


Cu-12 Pfennig 1617.     Ø 27 mm.   Weingärtner 144.
STADT✱COSVELT✱16·17✱   Stadtwappen   //   Im verzierten Viereck XII.
Mit Gegenstempel C sowie mit einem kleineren undeutlichen Gegenstempel Stierkopf?.
Von der umfangreichen Prägung dieser Münze sind 8 verschiedene Stempel bekannt.
1720 wurde angeordnet, echte Stücke zu stempeln und Fälschungen einzuziehen.

1627 wurden 1-Pf.- und 1/2-Pf.-Stücke geprägt.
1634 wurden 8- und 4-Pf.-Stücke geprägt.
1636 wurden 12- und 8-Pf.-Stücke geprägt.


Cu-12 Pfennig 1636.     Ø 24 mm.   Weingärtner 145.
STADT·COSVELT·I6·36·   Wappen   //   Wert XII im verzierten Quadrat.

1636 forderte die Stadt Ahaus die Einwechslung Coesfelder Kupfermünzen in Silbergeld. Trotz Klageandrohung und Beschwerde beim Bischof war die Angelegenheit 1660 noch nicht erledigt.

1644 prägte Coesfeld 4-, 3-, 2- und 1-Pf.-Stücke.


Cu 1 Pfennig 1644.     Ø 15 mm.   Weingärtner 175.
STADT¤COSVELDT¤I644¤   Wappen   //   Wert I im verzierten Rechteck.

1650 wurden 4- und 3-Pf.-Stücke geprägt.
1663 wurden 12-Pf.-Stücke geprägt.


Cu-12 Pfennig 1663.     Ø 26 mm.   Weingärtner 146.
STADT·COSVELT·I663(?)·   Wappen   //   Wert XII im verzierten Rechteck.

1673 wurden 4-Pf.-Stücke geprägt.
1691 wurden 8-Pf.-Stücke geprägt.
1693 wurden 4-Pf.-Stücke geprägt.
1694 wurden 8-, 4-, 2- und 1-Pf.-Stücke geprägt.


Cu-8 Pfennig 1694.     Ø 25 mm.   Weingärtner 151c.
STADT⁎COSVELDT⁎1·6·9·4   Wappen   //   Wert V·III im verzierten Rechteck.

1699 wurden 4- und 3-Pf.-Stücke geprägt.
1707 erhielt die Stadt eine fürstbischöfliche Erlaubnis, 100 Taler in Kupfer-1- und 2-Pfennige auszugeben.
1708 wurden 8-, 4-, 2- und 1-Pf.-Stücke geprägt.
1713 wurden 4-, 2- und 1-Pf.-Stücke geprägt.


Cu 8 Pfennig 1713.     Ø 25 mm.   Weingärtner 178a.
STADT¤COSVELDT¤17·13¤   Wappen   //   Wert VIII im verzierten Rechteck.
Das Bistum Münster, das 1713 Kupferpfennige im Nennwert von 2000 Taler prägen liess, setzte für eine Verweigerung der Annahme von Kupfergeld ein Strafgeld fest. 1720 verfügte der Bischof, dass bei Zahlungen über 5 Taler 1/10 in Coesfelder Münze bezahlt werden könne, bei kleineren Zahlungen 1/8.
1721 verfügte eine fürstbischöfliche Verordnung, dass Coesfelder Kupfermünzen bei der Stadt in Silbergeld und Schuldscheine eingetauscht werden könne. Ausserdem könne die Stadt Coesfeld monatlich 400 Taler ihrer Kupfermünzen in Münster gegen Silbergeld eintauschen. Die allgemeine Annahmepflicht von Kupfergeld blieb bestehen.

1762 erhielt die Stadt vom Domkapitel die Erlaubnis, Kupfermünzen im Wert von 6000 Taler zu prägen.
1763 hat die Stadt Coesfeld zum letzten mal geprägt: Kupferne 4-Pf.-Stücke.

Lit.:
• Weingärtner, J. :  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.58-77.
• Fischer, K. / Holtmann, W. :  Die Münzprägung der Stadt Coesfeld. Beschreibung der Coesfelder
    Kupfermünzen
. SD aus: Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld, Heft 1/2, 1979. 71 S., 6 Taf.

Stadt Dülmen im westlichen Münsterland
Dülmen stand unter Selbstverwaltung von 1311 bis zu 30-jährigrn Krieg.

Wappen: In Gold ein blaues Kleeblattkreuz, erstmals verwendet auf Kupfermünzen.

Geprägt wurde 1590, 1609, 1622, 1625 & o.J. :   6-, 4-, 3-, 2-, 1-Pf.-Stücke.


Cu-6 Pfennig 1590.     Ø 22 mm, ca.2 g.   Weingärtner 187.
STADT·DVLMAN·I609   Stadtwappen   //   Wertzahl ·V·I , umher verzierter Rand.


Cu-6 Pfennig 1609.     Ø 22 mm.   Weingärtner 188.
STADT✱DVLMAN·I609·   Stadtwappen   //   Wertzahl VI , umher verzierter Rand.


Cu-6 Pfennig 1622.     Ø 22 mm.   Weingärtner 189.
STADT✱DVLMAN·1622·   Stadtwappen   //   Wertzahl VI , umher verzierter Rand.


Cu-2 Pfennig 1625.     Ø 17 mm.   Slg.Pieper 66; Weingärtner -.
STADT·DVLMAN·1622·   Stadtwappen   //   Wertzahl II , umher verzierter Rand.

1628 wird berichtet, dass die Stadt Coesfeld ihren Bürgern verboten habe, Dülmer Kupfermünzen anzunehmen.

Lit.:
Weingärtner, J. :  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.77-80.

Stadt Haltern , seit 2001 Haltern am See
Haltern liegt an der Lippe zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland.
Das Römermuseum Haltern am See befindet sich am Ort eines ehemaligen römischen Stützpunktes.

Wappen: In Blau ein stilisiertes silbernes Halfter mit goldener Schnalle.

Geprägt wurde 1595 und 1624 :  8-, 6-, 3- und 1-Pf.-Stücke.
Die frühen Stücke sind von plumpem Gepräge und schlecht erhalten. Die wenig geschlagenen Stücke von 1624 sind gut erhalten und wenig umgelaufen weil sie damals niemand mehr annehmen wollte.


Cu-6 Pfennig 1624.     Ø 19 mm.   Weingärtner 204.
STADT⁕HALTEREN⁕16·24⁕   Stadtwappen   //   Wertzahl VI im Quadrat, außen Verzierung.

Lit.:
• Weingärtner, J. :   Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.81-82.

Stadt Hamm am Nordostrand des Ruhrgebiets
Hamm (altdt. für 'befestigter Platz') wurde 1226 von Graf Adolf I. von der Mark gegründet und diente bis 1461 der Grafen von der Mark als Residenzstadt. Die Stadt hatte das Recht, von Erbschaften den zehnten Pfennig zu erheben.

Wappen: dreireihige Schachbalken auf goldenem Grund (Wappen der Grafen von der Mark).

Geprägt wurde o.J., 1605, ... , 1746 :   12-, 6-, 4-, 3-, 2- und 1-Pf.-Stücke.
Von 1687 an nur 3, 2, 1 Pf. geschlagen, 2 und 1 Pf. erst in neuester Zeit bekannt geworden.

Im 17.Jh. wurde ohne Jahreszahl geprägt: 12-, 6-, 4-, 3-, 2- und 1-Pf.-Stücke.


Cu 12 Pfennig o.J.     Ø 25 mm.   Kennepohl 1; Weingärtner 457.
Stadtwappen zwischen 2 Punkten, darüber .H.   //   ✿ / ·X·I·I· / ✿

1605-10 und 1614 wurden 12- und 6-Pf-Stücke geprägt.


Cu 12 Pfennig 1614.     Ø 23 mm.   Kennepohl 21b; Weingärtner 462.
Stadtwappen, umher Blumenkranz mit ✱ - H - A - M    //  Wertzahl ✱X•II·, unten Jz. 614, umher Zierkranz.

1618-20, 1630 und 1635 wurden 12-, 6-, 4- und 3-Pf.-Stücke geprägt.


Cu 3 Pfennig 1635.     Ø 17-18 mm.   Kennepohl 36; Weingärtner (382½).
Stadtwappen zwischen 2 Punkten, darüber .HAM., umher Zierkranz.   //   III / 1635, umher Zierkranz.

1637, 1650, 1652, 1659, 1669, 1676 wurden 4- und 3-Pf.-Stücke geprägt.


Cu 3 Pfennig 1679.     Ø 18? mm.   Kennepohl 51; Weingärtner - (389½).


Cu 3 Pfennig 1682.     Ø 18? mm.   Kennepohl 53a; Weingärtner 490.

1684 wurden 6-Pf.Stücke geprägt, danach nur noch 3-Pf.-Stücke.


Cu 3 Pfennig 1733.     Ø 20 mm.   Weingärtner 517.
+STADT✶+++✶HAMM+17 33   Stadtwappen.   //   +III+ / PFEN im Lorbeerkranz.

Die letzten Kupfermünze stammt von 1734, 1736-37, 1739 und 1746.

Lit.:
• Weingärtner, J.:  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.158-173.
• Kennepohl, K.:  Die Hammer Münzen in: 700 Jahre Stadt Hamm, Festschrift 1927, S.241-266

Stadt Marsberg im nordöstlichen Sauerland
Kirchen in der Umgebung von Marsberg unterstanden der Abtei Corvey, später kamen einige davon an das Erzbistum Köln. Kölner Bischöfe liessen auch in Marsberg Münzen prägen.

Wappen seit 1977: In Rot der goldene Buchstabe A.
Das historische Wappen führt neben dem A auch einen Schlüssel und das Kreuz des Erzbistums Köln.

Die Stadt Marsberg prägte 1600-1638 Silbermünzen, die das historische Wappen tragen. Nur 1638 sind ausserdem kupferne 1 Pfennigstücke geprägt worden.


1/24 Taler 1616 in Silber.     Ø 21 mm   Stadelmaier 82 ff.
·MO·NO·CI·MONTMART·   //   ·MATthias·I·D·G·R·IM·S·A·16 - 16


Cu 1 Pfennig 1638.     Ø 15 mm   Weingärtner 449, Tf.III/30.
Vs.:   MARSPERG·16 - 38   -   A, Schlüssel und kölner Kreuz.
Rs.:   FERDINAN·ELECT·✱   -   ✱I✱.
Unter FERDINAN ist der Kölner Ebf. Ferdinand von Bayern (1612-50) gemeint.

Lit.:
• Weingärtner, J.:  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.154f.
• Stadelmaier, R. :  Von der Münzgeschichte an Diemel und Glinde. Marsbserg o.J. (1956)
• Schwede, A. :  Das Marsberger Münzwesen in der Neuzeit (1605-1650). Paderborn 2016.

Stadt Münster

Wappen geteilt in Gold, Rot und Silber.
Die Stadt Münster begann 1560 Kupfermünzen zu schlagen. Eine Erlaubnis des Fürstbischofs wurde nicht erteilt.

1560 wurden kupferne 12-, 6-, 4-, 3-, 2-, 1- und 1/2-Pfennigstücke geprägt.


Cu-3 Pfennig 1560.     Ø 20 mm (20-22").   Peus 20b; Weingärtner 210.
Vs.:   +STADT⦂MVNSTER  -   - Stadtwappen zwischen 2 Ringel, darüber Jz. ·1560.
Rs.:   9 Halbmonde statt Umschrift, im Feld: Wertzahl III.


Cu-2 Pfennig 1560.     Ø 18 mm (17-18") 1,40 g.   Weingärtner 211.
Vs.:   *STADT·MVNSTER  -   - Stadtwappen, darüber Jz. ·1560.
Rs.:   8 Halbmonde statt Umschrift, im Feld: Wertzahl I·I


Cu-1 Pfennig 1560.     Ø 17 mm (16-17") .   Peus 22b; Weingärtner 212.
Vs.:   ⁑STADT·MVNSTER  -   - Stadtwappen zwischen 2 Punkten, darüber Jz. 1560, die 6 liegend.
Rs.:   7 Halbmonde statt Umschrift, im Feld: Wertzahl I


Cu-Heller o. J. (1560, 1/2 Pf.).     Ø 12 mm (15").   Peus 23b; Weingärtner 214a.
Vs.:   *SADT MVNSTER   (hier SADT statt sonst STADT)   -   Stadtwappen.
Rs.:   ·I· / H  im Feld, umher 8 Kreise & 8 Sterne. Fehler wegen Stempelriss.

1581 wurden kupferne 3-Schillingstücke geprägt.


Cu-3 Schilling 1581.     Ø 33 mm (33").   Peus 24b; Weingärtner 206.
Vs.:   ·STADT·MVNSTER·ANNO 1581·✱   -   verziertes Stadtwappen.
Rs.:   In kreuzförmiger Einfassung: M / SOLIDI / III   -   umgeben von Verziehrungen.

1602 wurden kupferne 3-Schillingstücke, 12-, 6-, 4-, 3-Pfennigstücke geprägt.


Cu-3 Schilling 1602 mit Gegenstempel Weiger.     Ø 32 mm (33").   Peus 40; Weingärtner 215.
Vs.:   ✱STADT✱ - MVNSTER   -   Stadtwappen von zwei Löwen gehalten.
Rs.:   QVI DAT PAVPERI NON INDIGEBIT   "Wer den Armen gibt, dem wird nichts mangeln"
Wert XII und Jz. 1602 in quadratischer Kartusche.
Die 3 Schilling- und 12 Pfennnigstücke von 1602 sind mit 10 verschiedenen Stempeln geschlagen, und haben auf der Rs. oben am Rand die Nr. 1-10; was diese eigentümliche Einteilung für einen Zweck hatte, ist nicht bekannt. Sie wurden zur Zeit der Belagerung mit einem "Federbusch in Gestalt eines Fächers" gestempelt. [Weingärtner]


Cu-12 Pfennig 1602 mit Gegenstempel Weiger.     Ø 29 mm, 5,9 g.   Peus 42; Weingärtner 216.
Vs.:   *STADT·MVNSTER   -   Stadtwappen.
Rs.:   Wert XII und Jz. 1602 in quadratischer Kartusche. Oben am Rand: 2.


Cu-6 Pfennig 1602 mit Gegenstempel Weiger.     Ø 25 mm (25").   Peus 43a; Weingärtner 217.
Vs.:   ·STADT·MVNSTER·AN·1602   -   Stadtwappen.
Rs.:   Wert VI im Quadrat. Umher Verzierungen.


Cu-3 Pfennig 1602.     Ø 21 mm (21").   Peus 46; Weingärtner 219.
Vs.:   *STADT·MVNSTER·ANO·1602   -   Stadtwappen.
Rs.:   Wert III in Rundkartusche.

Mitte des 17. Jh.s wurden kupferne 4-, 2-, 1- und 1/2-Pfennigstücke ohne Jahreszahl geprägt.


Cu-4 Pfennig o. J..     Ø 22 mm (21").   Peus 26; Weingärtner 220c.
Vs.:   STADT - MV - NSTER   -   Stadtwappen von Löwen gehalten.
Rs.:   Wert IIII in quadratischer Kartusche.


Cu-Pfennig o. J.     Ø 16 mm (15-17").   Peus 34; Weingärtner 222.
Vs.:   ¤STADT·MVNSTER¤   -   Stadtwappen von Löwen gehalten.
Rs.:   Wert ✶I✶ im auf der Spitze stehendem verzierten Quadrat.


Cu-Heller o. J. (1/2 Pfennig)     Ø 15 mm (15").   Peus 37; Weingärtner 223b.
Vs.:   ·STADT·MVNSTER·   -   Stadtwappen.
Rs.:   Verzierter Rand, im Feld der Wert ✶I✶ über H.

1740, 1750 und 1758 wurden kupferne 2-, 1½- und 1-Pfennigstücke geprägt.

Lit.:
• Weingärtner, J. :  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten. S.82-89.
• Peus, B. :  Geld- und Münzwesen der Stadt Münster in Westfalen. Münster 1930.
• Künker :  Slg. Kennepohl, u.a. Westfalen und Nachbargebiete. Auktion 93, 6.2004, S.91ff.

Lit.:
• Weingärtner, Joseph :  Beschreibung der Kupfer-Münzen Westfalens nebst historischen Nachrichten.
    Paderborn 1872-75 - Nachdr.1976, im Netz, sowie Auszug aus der Einführung
    - Heft 1 (1872): S.1-97 (Nr.1-277), Tf.1-2
    - Heft 2 (1873): S.101-242 (Nr.278-717), Tf.3-5
    - Heft 3 (1875): S.243-370 (Nr.718-1064), S.371: Inhaltsverz., Tf.6-8
    - 2. Teil (1881): Inhaltsverz., S.383-441.
• Künker :  Slg. Dieter Braun, Münster und Westfalen. Auktion 249 (7.2014) Nr.1865-1929.
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