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Thorn

Thorn (poln. Toruń) liegt an der Weichsel ca.300 km südlich von Danzig. Der Ort entstand um 1236 unter der Verwaltung des zur Christianisierung ins Land gerufenen Deutschen Ordens, der 1260 dort eine Burg errichtete. Im 14. Jh. wurde Thorn Hansestadt wie Danzig und Elbing. Westpreußen konnten mit polnischer Unterstützung die Herrschaft des Deutschen Ordens abschütteln, und kam als autonomes "Preußen königlichen Anteils" unter die Polnische Krone. Infolge des Zweiten Thorner Friedens (1466) fiel Thorn als königliche Stadt an das Königreich Polen. Die Städte Thorn, Danzig und Elbing wurden polnisch-preußische Stadtrepubliken mit politischer Vertretung im Sejm.

Wappen: vor silbernem Hintergrund eine rote Stadtmauer mit drei Türmen, unter dem Turm befindet sich ein halb geöffnetes Tor. Das Wappen wird von einem blau gekleideten, knienden Engel gehalten, der in der rechten Hand einen Schlüssel hält. Der Engel erschien erstmals auf dem Stadtsiegel von 1470. In der Zeit der Volksrepublik wurde der Engel aus dem Wappen entfernt; seit 1991 wieder hinzugefügt.

In der Zeit von 1454 bis 1457 gehörte die Münze den preußischen Ständen, die vom König ein besonderes Münzprivileg erhielten und dieses auch ausübten. Obwohl die Schillinge der preußischen Stände wertmäßig zu den besten der Region zählten, mußte die Münze ihre Pforten schließen. Die hochgesteckten Ziele konnten nicht gehalten werden und alle Prägungen verschwanden aufgrund ihrer Güte im Schmelztiegel. Nach harten Verhandlungen mit dem König erhielt die Stadt 1457 die Erlaubnis, nun ihrerseits Münzen herzustellen. Diese gehörten zu den schlechtesten und am wenigsten wertvollen Geprägen der Zeit, schließlich mußte auch diese Münze ihre Produktion wieder einstellen und blieb bis 1528 geschlossen. Ihre Wiederbelebung erfolgte dank der beschlossenen Münzreform durch König Sigismund I. und vor allem der Münzunion zwischen den beiden preußischen Gebieten (Ost- und Westpreußen), nebst den Städten Danzig, Elbing, Thorn und der polnischen Krone, die der König mit allen Kräften wollte. Die Münze unterstand nun unmittelbar dem König und wurde von seinen Vertrauensleuten geführt und verwaltet. Aufgrund von Intrigen wurde sie 1535 wiederum geschlossen und blieb für nahezu 100 Jahre außer Betrieb.   [Neumann & Künker 68 (2001), S.47]

Thorn unter Kg. Kasimir Jagello, 1447-1492


Schilling o. J. (um 1454).     Ø 21 mm, ca.1,2 g.   Gumowski 452; Neumann 64.
Vs.:   ⦂MOnETA⦂DUCATVS⦂PRVCIE   -   Thorner Wappen mit halb offenem Tor.
Rs.:   ⦂KASIMIRVS⦂D⦂G⦂REX⦂POLOE.   -   Schild mit dem preußischen Adler (Krone um den Hals).

Verschiedene Darstellungen des halb offenen Tores auf sonst gleichen Münzen.


Schilling o. J. (um 1454).     Ø 20 mm, ca.1,4 g.   Gumowski 456; Neumann 1.
Vs.:   +MOnETA◦◦ThORVnESI   -   Schild mit preussischen Adler mit Halskrone & gehoberes Schwert.
Vs.:   +KASIMIR◦D◦G◦R◦POLOnI   -   Schild mit Doppelkreuz.

Thorn unter Kg. Sigismund I., der Alte, 1506-1548
Thorn ist nur Prägestätte. Prägeherr ist der König. Daher kein Thorner Wappen.


6-Gröscher 1535, Thorn für Preußen.    Ø 28 mm, 5,18 g.   Gum.540; CNCT 1167; Kopicki 3105.
Vs.:   ¤SIGISMVN·I·REX·POLOniae·DOminus·TOCtIus·PRVSSiae·   ".., Herr von ganz Preußen"
Gekrönte und geharnischtes Brustbild r.

Rs.:   ¤GROSS·AR·SEXDVP·TERR·PRVSSIE·1535   -   Verziertes Wappen mit dem preußischen Adler, oben die geteilte Wertangabe V - I, zu den Seiten der Buchstabe T (= Thorn) und
die Signatur I (Iost Decjus, Leiter der Münzanstalt der preußischen Stände in Thorn).
Dies ist keine städtische Prägung, sondern eine königliche.
Dies gilt auch für nachfolgenden Pfennig.

  Siehe weitere Prägungen mit dem Bildnis Kg. Sigismunds.  


Denar o. J., Thorn für Preußen.     Ø 12-13 mm.   Gum.518; CNCT 1317; Kopicki 3073.
gekrönte Initiale S (für Sigismund)   //   preussischer Adler,
aus dessen Halskrone ein geharnischter Schwertarm hervorkommt.


Thorn unter Kg. Sigismund III. Wasa, 1587-1632

Die Wiedereröffnung der Thorner Prägestätte wurde von einem besonderen Ereignis veranlasst: Die Abwehr eines schwedischen Angriffes auf die Stadt im Februar 1629.


Brandtaler 1629.     Ø 42 mm, 28,64 g.   Gum.1423; Neum.7; Dav.4367.
Vs.:   ✶FIDES·ET·CONSTANTIA·PER·IGNEM·PROBATA
"Treue und Standhaftigkeit - im Feuer erprobt"   -   Stadtwappen im Flammenkreis.
Rs.:   CIVIT·THORVN / HOSTILITER OP / PVGNATA·ET·A·CI / VIB9 FORTITER· /
DEFENSA·XVI· / FEBR:AN: / M.D.C.X.X.I.X
"Thorn - hart bedrängt, - wurde mit Gottes Hilfe von den Bürgern tapfer verteidigt - 16.Feb.1629"
Oben strahlender Name Jehovas zwischen Blumenranken, unten die Signatur H·L
(Hans Lipp, Münzmeister in Thorn ca.1629-50), umher Lorbeerkranz.
Am 16. Februar 1629 stand der schwedische Feldherr Wrangel mit 8.000 Mann unvermutet vor Thorn. Im Handstreich gelang es ihm, sich sechs Schanzen zu bemächtigen. Damit standen seine Chancen gut, auch den Rest der Stadt zu erobern, da in der Festung selbst nur 300 Mann Besatzung lagen. Trotzdem lehnten die Bürger von Thorn die Übergabe ab. Zusammen mit den 300 Soldaten wehrte die städtische Bürgerwehr zwei Tage lang alle Angriffe der Schweden ab. Zwei Tage später zogen die Angreifer wieder ab. Um an den erfolgreich geleisteten Widerstand zu erinnern, befahlen die Stadtväter von Thorn die Prägung dieser sog. Brandtaler, von denen diejenigen, die sich bei der Verteidigung besonders ausgezeichnet hatten, ein Stück als Belohnung erhielten.


Belagerungstaler 1629.     Ø 44 mm, ca.28,3 g.   Gum.1419 ; Dav.4369.
Vs.:   ·FIDES·ET·CONSTANTIA·PER·IGNEM·PROBATA:   -   Ansicht der brennenden Stadt, davor Weichsel mit Kähnen und einer Brücke, im Vordergrund ein Nebenarm des Flusses und das Schloss Diebau.
Rs.:   Engel mit Stadtwappen in Wolken, darunter: ·THORVNIA· / HOSTILITER·OPPVGNATA / ·ET·DEI·O·AVXILIO· / FORTR·A·CIVIB·DEFENSA / ·XVI·FEBR· / ANNO / ·M·DC·XXIX
"Thorn - vom Feinde hart bedrängt, - wurde mit Gottes Hilfe von den Bürgern tapfer verteidigt".


5 Dukaten 1629/1631.     Ø 33 mm, 17,34 g.   Gum.zu 1429; Kopicki 8256; Friedb.56.
Vs.:   ✴FIDES✴ET✴CONSTANTIA✴PER✴IGEM✴PROBATA·
Stadtansicht des brennenden Thorns; im Abschnitt H. 1630. H. (HH = Heinrich Hema, Wardein).
Rs.:   THORVNIA / HOSTILITER OPPVGNA / TA. ET DEI AVXILIO. FOR / TITERA. CIVIBVS. DE / FENSA. DIE XVI FEBR / ANNO MDCXXIX. / 16 - 31.
Oben hält ein Engel das Thorner Stadtwappen. Unter zwischen Ornamenten ganz klein 1631.


Dukat 1630.     Ø 22 mm, 3,52 g.   Gum.1428; Neum.8; CNCT 1352; Kopicki 8267; Friedb.55.
Vs.:   ✶MON·AVR·CIVIT·THORVNENSIS 1630✶   -   Engel hält verziertes Stadtwappen, unten zu den Seiten die geteilte Signatur I - I (Jacob Jacobson, Münzmeister in Thorn 1630-39).
Rs.:   ·SIG·III·D:G·REX·POL·ET·SVEC·M·D·L·R·P·   -   Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit Halskrause, Löwenkopfschulter, umgelegtem Mantel und Ordenskette mit dem Goldenen Vlies.


Taler 1630.     Ø 42 mm, ? g.   Gum.1425; Neum.9; CNCT 1376; Kopicki 8263; Dav.4371.
Vs.:   ·MONETA NOVA·ARGENT·CIVIT·THORVNENSIS 1630·
Engel über Stadtwappen flankiert von Signatur I - I (Jakob Jakobson, Münzmeister).
Rs.:   ·SIG·III·DG·REX·POLoniae·ET·SVECiae·Magnus·Dux·LIThuaniae·RVSsiae·PRVSsiae·
Gekröntes u. geharnischtes Hüftbild mit Halskrause, Orden, Feldbinde, Reichsapfel und Schwert.
Das Wappen hier in einem "spanischen" Schild, sonst üblich in einer ovalen Einfassung.
Das halb offene Tor zeigt immer ein hochgezogenes Fallgitter.


1/2 Reichstaler 1631.     Ø 37 mm, 14,17 g.   Gum.1418; Neum.10; CNCT 1403; Kopicki 8260.
Vs.:  MONETA·NOVA·ARGENT·CIVIT·THORVNENSIS·  -  Engel v. v. hält das Stadtwappen vor sich, zu den Seiten die Jz. 16 - 31 und die Signatur I - I (Jacob Jacobson, Münzmeister in Thorn 1630-39).
Rs.:   ·SIG III·D G·REX·POL·ET·SVEC·M D·LIT·RVS·PRVS·MAssoviae
Gekröntes und geharnischtes Hüftbild nach rechts, ähnlich wie vor.

Thorn im Interregnum, April bis Nov. 1632


Taler 1632.     Ø 42 mm.   Gum.1531; Neum.12; Kopicki 8269; Kurp.3; Dav.4373.
Vs.:   MONETA NOVA ARGENT CIVIT THORVNENSIS   -   Engel hält das Stadtwappen
Seitlich Signatur I - I für Jacob Jacobsen (Münzmeister).

Rs.:   DEVS POVIDEBIT   "Gott wird Vorsorge treffen" auf einem Band.
Zepter und Schwert gekreuzt, in den Winkeln Krone und Reichsapfel sowie Jz. 16 - 32.

Thorn unter Kg. Wladislaw IV., 1633-1648

Eine polnische Kommission der Münzberechtigten Stände bestimmte 1633, dass ganze und halbe Taler von 14-lotigem Silber im Gewicht der Reichstaler geschlagen werden sollten. Das schlechte Kleingeld blieb aber weiterhin im Umlauf. Thorn prägte daher nur Taler und Dukaten. [Vossberg]


Dukat 1635.     Ø 22 mm, 3,37 g.   Gumowski 1623; Neum.13; Friedb.58.
Vs.:   ·MONETA·AVR·CIVIT·THORVNENSIS·1635   -   Engel hält Stadtwappen zwischen I - I.
Rs.:   VLA·D·IIII·D:G·REX·POL·ET·SVE·M·D·L·R·P:·
gekrönte Büste mit Ordenskette und Goldene Vlies.


Taler 1638.     Ø 44 mm, 28,84 g.   Gum.1612; Neum.15; Kop.8278b; Dav.4374.
Vs.:   ·MONETA·NOVA·ARGENT·CIVIT·THORVNENSIS·
Engel über Stadtwappen zwischen Jz. 16 - 38 und Signatur I - I (Jacob Jacobson)
Rs.:   ·VLADIS·IIII·D.G·REX POL·ET·SVEC·M·D·L·RVS·PRVS·
gekröntes, geharnischtes Hüftbild n.r. mit geschultertem Schwert, Reichsapfel und Goldene Vlies.
Dieser Typ Taler wurde 1633-38 geprägt.


Dukat 1640.     Ø 24 mm, 3,5 g.   Gum.1627; Neum.zu13; Kopicki 8299; Friedb.58.
Vs.:   ✶MONETA AUREA CIVTATIS THORUNEN:
Engel mit Stadtwappen, Jz. 16 - 40 und M - S (Melchior Schirmer, Wardein 1640-42).
Rs.:   ·VLAD.IIII:D:G:REX POL:M:D:L:RVS:P:   -   gekrönte und geschmückte Büste.


Taler 1640.     Ø 43 mm, 28,705 g.   Gum.1615; Neum.zu15; Kopicki 8283; Dav.4375.
Vs.:   MONETA NOVA ARGENTEA CIVITATIS THORVNENSIS.
Engel mit Stadtwappen, Jz. 16 - 40 und M - S (Melchior Schirmer, Münzmeister).
Rs.:   VLADIS:IIII D:G:REX POL:ET SVEC:M D:LIT:RVS:PRVS.   -   gekröntes Hüftbild
mit Spitzenkragen, Reichsapfel, geschultertem Schwert und Feldbinde mit Schleife im Rücken.
Dieser Typ Taler wurde 1638-42 geprägt.


Taler 1645.     Ø 43 mm, 28,70 g.   Gum.1618; Neum.16; Kopicki 8288; Dav.4376.
Vs.:   ✶MONETA NOVA ARGENTEA CIVITATIS THORUNENSIS   -   Engel mit Stadtwappen,
Jahreszahl 16 - 40 und Signatur G - R (Gerhard Rogge, Münzpächter der Thorner Münzstätte 1643-49).

Rs.:   ·VLAD:IIII D:G:REX POL:ET SUE:M:D:LIT:RUS:PR
gekrönte Büste mit Spitzenkragen und Orden vom Goldenen Vlies.
Dieser Typ Taler wurde 1643-48 geprägt.

Thorn unter Kg. Johann II. Kasimir, 1648-1668


Dukat 1649.     Ø 23 mm, ? g.   Gum.1954; Neum.19; CNCT 1579; Kop.8343; Friedb.60.
Vs.:   ⚜MONETA AUREA CIVIT:THORVNENSIS.   -   Engel mit Wappen zwischen Jz. 16 - 49 und Signatur G - R (Gerhard Rogge, Münzpächter der Thorner Münzstätte 1643-49).
Rs.:   IOAN:CAS:D:G·Rex:POLoniae·& SUECiae:Magnus:Dux·Lithuaniae·Russiae·PRVSsiae·
Mit dem Bildnis des vorherigen Königs?


Doppelgröscher 1651.     Ø 20 mm.   Gum.1939; Neum.22; CNCT 1716; H-Cz.2002.
Vs.:   II·GROS:CIV·THORV:DVPL·1651·   -   Engel hält Stadtwappen zwischen
dem Zeichen HD - L für Hans David Lauer, Münzmeister 1649-68 in Thorn.

Rs.:   IOH·CAS·D.G·R·P·S·M·D·L·R·P   -   gekrönte Büste rechts mit Ordenskette.


18 Gröscher 1653 (Ort, 1/4 Taler).   Ø 30 mm, 5,6 g.  Gum.1943; Neum.21; CNCT 1605; Kop.8316.
Vs.:   ᐁMONETA·NOVA·ARGENT (18) CIVIT·THORVNENSIS
Engel mit Wappen zwischen Jz. 16 - 53 und Zeichen HI - L (Hans Jacob Lauer, Münzmeister 1653-55).
Wertzahl 18 in der Umschrift. Rechte Torhälfte geöffnet zeigt Fallgitter.

Rs.:   IOAN·CASIM·D:G·REX·POLoniae·ET·SVECiae·Magnus·Dux·Lithuaniae·Russiae·PRVSsiae:

Schwedische Besetzung Thorns 1655-1658: Kg. Johann Kasimir, der letzte aus dem Haus Vasa beanspruchte der schwedischen Thron. Dies führte zum Krieg mit Schweden. Thorn geriet 1655-58 unter die Herrschaft von Karl X. Gustav von Schweden. Dieser ließ 18 Groschen-Stücke o.J. zur Entlohnung seiner Truppen prägen, die kein Bezug auf die Stadt nehmen - ganz anders als in Elbing 1655-60. Nach der Rückeroberung von Thorn konnte Kg. Kasimir am Neujahrstag 1659 in die Stadt einziehen.


4 Dukaten 1659.     Ø 35 mm, 13,57 g.   Gum.-; Neum.-; CNCT 1567; Kop.-; H.-Cz.2134; Friedb.64.
Vs.:   ᐁ EX·AVRO·SOLIDO·CIVITas:THORVNENS:FIERI·Fecit:
"Aus reinem Gold von der Stadt Thorn geprägt"
Südansicht von Thorn, mit einer Brücke über der Weichsel, auf der kleine Boote fahren, oben zwei Engel
in Wolken mit dem Stadtwappen, unten links auf einer Wiese die geteilte Jahreszahl 16 - 59,
dazwischen die verbundenen Münzmeisterzeichen HL (Hans David Lauer, Münzmeister in Thorn 1649-68).

Rs.:   IOAN:CAS:D:G:REX POL:ET SVE:M:D:L:R:P:   -   Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies.


Taler 1659 (Jz. im Stempel aus 1650 geändert).     Ø 45 mm, 28,5 g.
Gum.1953; Neum.20b; CNCT 1599; Kop.8341; Dav.4377.

Vs.:   ✱MONETA·NOVA·ARGENTEA·CIVITATIS·THORUNENSIS   -   Engel hält das Stadtwappen zwischen 16 - 59 und HD - L (Hans David Lauer, Münzmeister in Thorn 1649-68).
Rs.:   ·IOAN·CASSIM·D:G·REX·POL·ET·SUEC·M·D·L·RUS:PRUS
gekrönte Büste in Harnisch, mit Orden vom Goldenen Vlies.
Dies ist der letzte Taler aus Thorn.


2 Dukaten 1664.     Ø 30 mm, 6,85 g.   Gum.1959; Neum.18; Kopicki 8362; H-Cz.2270; Friedb.59.
Vs.:   MONETA·NOVA:AVREA:CI THORVNEN:   -   Engel hält das Stadtwappen zwischen 16 - 64
und HD - L (Hans David Lauer, Münzmeister in Thorn 1649-68).

Rs.:   ·IOAN·CAS:D:G·Rex·POLniae·&·SVEciae·Magnus·Dux·Lithuaniae·Russiae·Prussiae
gekrönte Büste in Harnisch, mit Orden vom Goldenen Vlies.

Thorn unter Kg. Michael Korybut, 1669-1673


2 Dukaten o. J.     Ø 29-31 mm, 6,91 g.   Gum.-; CNCT 1736; H-Cz. 2397; Friedb.66.
Vs.:   ✶EX AVRO SOLIDO CIVITas·THORVNENSIS·FIERI FECit:
"Aus reinem Gold von der Stadt Thorn geprägt"   -   Gottes Auge über der Stadtansicht,
unten das Stadtwappen zwischen HD - L (Hans David Lauer, Münzmeister).

Rs.:   MICHAEL·D G·REX POLO M D L·RVS·PR·   -   belorbeerte Büste n.r.


2 Dukaten 1671     Ø ca.28 mm.   Gum.1986; Neum.26; Friedb.65.
MONETA AVREA CIITATIS THORVNENSIS.1671  //  MICHAEL·D·G·REX·POLO·M·D·L·RVS·PRS·

Thorn unter Kg. Johann III. Sobieski, 1676-1696
Keine Münzprägungen.

Thorn unter Kg. August II. (August der Starke von Sachsen), 1697-1733


Dukat 1702.     Ø 23 mm, 3,43 g.   Gum.2073; Neum.28; Kopicki 8374; H-Cz 2625. Friedb.67.
Vs.:   ✶MONETA·AVREA·CIVIT·THORVNENSIS   -   Engel hält Stadtwappen zwischen 17 - 02.
Rs.:   AUGUST.II.DG.REX.POL·M·DL·R·P·EL·S   -   Gekrönte Büste n. rechts.

Thorn unter Kg. August III. (Friedrich August II. von Sachsen) 1733-1763


6-Gröscher 1762.     Ø 23-24 mm, ca.3 g.   Gum.2234; Neum.29; Kahnt 766 var; Kopicki 8400 var.
Vs.:   ✱MONETA·ARGENT (VI) CIVITAT·THORUNENS·   -   Engel hält Wappen zwischen Jz. 16 - 62.
Rs.:  Dei·Gratia·AVGVSTus·III·Rex·POLoniae·Magnus·Dux·Lithuaniae·Russiae·Prussiae·Dux·Saxoniae·&·ELector
gekrönte Königsbüste.


3-Gröscher 1763.     Ø 20 mm, 1,38 g.   Gum.2231, Neum.29; Kop.8396.
Vs.:   ✶GROSSVS·TRIPLEX·THORUNENSIS   -   Engel hält Stadtwappen (keine Buchstaben).
Rs.:   gekröntes Monogramm A3R zwischen Jz. 17 - 63.

Thorn unter Kg. Stanislaw August Poniatowski, 1764-1795


6-Gröscher 1765.     Ø 23 mm, 3,06 g.   Gum.2436; Neum.32; CNCT 1806; Kopicki 8410.
Vs.:   MONETA.ARGENT - CIVITA.THORUNENS   -   Engel hält verziertes Stadtwappen, zu den Seiten die Jz. 17 - 65 und die Signatur S - B (Stanislaus Brückmann, Münzmeister in Thorn 1764-1768)
Rs.:   D.G.STANISL.AVG.R.POL.M.D.L.R.P   -   gekrönte Büste des Königs r.


3-Gröscher 1765.     Ø 20 mm, 1,56 g.   Gum.2435; Neum.33; CNCT 1811; Kopicki 8409.
Vs.:  GROSSUS.TRIPLEX.THORUNENSIS  -  Engel hält verziertes Stadtwappen, zu den Seiten S - B.
Rs.:   Gekröntes Monogramm SAR wie vor, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 17 - 65.


Schilling 1765 (Szelag).     Ø 16 mm, 0,57 g.   Gum.2434; Neum.34; Kopicki 8405.
Vs.:  ✱ / SOLID / CIVITAT / THORUN  -  Wappen zwischen ✱ - ✱
Rs.:   Gekröntes Monogramm Stanislaus August Rex, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 17 - 65.

Wegen zu eigenmächtigen Vorgehens wurde die Münze 1765 endgültig geschlossen.


Lit.:
• Dutkowski/Suchanek [CNCT]:  Corpus Nummorum Civitatis Thorunensis, 341 S., Gdansk 2010, poln.& dt.
• Kopicki, E.:  Katalog podstawowych tyów monet i banknotów Polski oraz ziem historycznie z Polska
    zwiazanych
(9 Vol.), Warszawa 1974-89, Vol, II, III.
• Gumowski, M. :  Handbuch der polnischen Numismatik, Graz 1960.   Auszug aus der Münzgeschichte
• Neumann, Erich:  Münzen westpreußischer und baltischer Städte unter polnischer bzw. schwedischer
    Oberhoheit
S.115-140. Köln 1997.
• Vossberg, F. A. :  Münzgeschichte der Stadt Thorn, 62 S., 10 Tfn. Berlin 1854 und im Netz bei Google.
• J. Kurpiewski et al. [Kurp] :  Katalogi monet polskich 1506-1696, Warschau 1982-94.

Erweitert 8.2018.

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