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Stadt Solothurn

Solothurn (lat. Salodurum) liegt an der Aare flussabwärts und nördlich von Bern.
Nach dem Tod des letzten, kinderlosen Zähringers wurde Solothurn, wie auch Bern, 1218 zur reichsfreien Stadt erklärt. 1315-18 wehrte die Stadt Habsburger Ansprüche ab. 1481 trat sie der Eidgenossenschaft bei.

Wappen: Quer geteilt weiss und rot, überhöht von einem Adler, seit dem dreissigjährigen Krieg von einer Krone.


Fünfer o. J. (15. Jh., 5 Pfennige).     Ø 18 mm, 0,88 g.   Sim.18; SMK 22a; HMZ 2-818d.
Vs.:   MONET:SOLODORENS'   -   Stadtwappen zwischen S - O, darüber Adler.
Rs.:   ✠SANCTVS◦VRSVS⁕   -   Blumenkreuz mit 4 Ringen in der Mitte.


Kreuzer o. J. (15. Jh., Etschkreuzer zu 8 Pfennige).     Ø 19 mm, 0,91 g.   Sim.22; SMK 24.
Vs.:   ◦MONET·SOLODOREN   -   Stadtwappen in einem Dreipass mit kleinen Lilien in den Winkeln.
Rs.:   ◦SAN - CTV -S*VR - SVS   -   Kurz- und Langkreuz übereinander gelegt.


Kreuzer o.J. (15.Jh., Etschkreuzer zu 8 Pfennige).   Ø 19 mm, 0,86 g.   Sim.23; SMK 25; HMZ 2-817a.
✠MONET:SOLODONENS   //   SAN - CTV - SVR - SVS


Batzen o. J. (um 1500).   Ø 28 mm, 3,26 g.   Sim.29; SMK 35var; HMZ 2-815b.
Vs.:   MOnETA*SOLODOREn'   -   Stadtwappen, obere Hälfte schräg gegittert,
mit Ringen in der Gitterung; zwischen S - O, darüber Adler n. links blickend.

Rs.:   +SANCTVS*VRSVS*MART   -   Gabelkreuz mit Lilien zwischen den Schenkeln.


Vierer 1557. (= 4 Heller = ½ Kreuzer)     Ø ca.17 mm, 0,72 g.   SMK 28f; HMZ 2-829f.
Vs.:   MONETA·SOLODOR·
geschweiftes, oben damasziertes Stadtwappen zwischen zwei Ringen, oben Adler n. links.
Rs.:   ·SANCTVS·VRSVS·1557  -  einfaches Gabelkreuz.


Kreuzer 1562.     Ø 20 mm, 0,86 g.   Sim.24; SMK 29e; HMZ 2-828e.
·MONETA✱SOLODO·   //   ·SANCTVS·VRSVS·1562


Halbbatzen 1549.     Ø 23 mm, 1,63 g.   Sim.26; SMK 31a; HMZ 2-827a.
Vs.:   ✠MONETA✠SALODOREN·   -   damaszierte Wappen zwischen S - O, unter Adler.
Rs.:   ✠SANCTVS✠VRSVS✠1549
Heiligenbüste mit Bart u. langen Haaren n. rechts, Harnisch mit Kreuz, doppelte Nimbe.
Ursus († um 303 in Solothurn) war ein Märtyrer der legendären Thebaischen Legion und ist der Schutzpatron der Stadt Solothurn. Der Legende nach entkam er zusammen mit Victor von Solothurn und 66 weiteren christlichen Soldaten dem Massaker von Agaunum (heute St. Maurice im Wallis) und flüchtete ins Kastell Solothurn (Salodurum), wurde dort jedoch zusammen mit seinen Gefährten enthauptet. Ihm ist nicht nur die Solothurner St. Ursenkathedrale geweiht, auch das im Frühmittelalter gegründete geistliche Chorherrenstift trug seinen Namen, und auf ihn geht der beliebte Schweizer Männername Urs zurück.


Groschen 1562 (3 Kreuzer).     Ø 22 mm, 2,45 g.   Sim.28; SMK 33a; HMZ 2-826a.
Vs.:   ✠MONETA✶SOLODORENSIS   -   damaszierte Stadtwappen in doppeltem Dreipass.
Rs.:   ·SOLI✶DEO✶GLORIA✶6Z·   "Gott allein die Ehre"
Gekrö. Doppeladler, Reichsapfel ohne Kreuz mit Wertzahl 3.


Batzen o. J. (1556-66, 4 Kreuzer).     Ø 27 mm, 2,80 g.   Sim.31; SMK 37.
Vs.:   ·MONETA*SOLODORN·   -   Solothurner Wappen, darüber Adler nach links, zu den Seiten S - O.
Rs.:   ✠SANCTVS*VRSVS*MAR   -   Ankerkreuz mit Lilien in den Winkeln.


Dicken o. J. (1556-60, zu 5 Batzen).     Ø 30 mm, ca.9 g.   Sim.36; SMK 40a.
Vs.:   ·MONETA✶SOLODORENS·   -   Adler l. über Stadtwappen zwischen S - O.
Rs.:   ✶SANCTVS VRSVS:MAR'   -   Geharnischte Büste des hl. Ursus n. rechts, Stirnbinde,
langes Haar, Bart, Heiligenschein mit Zacken nach innen, Kreuz auf der Brust, Stern hinter dem Kopf.


Guldiner 1501.     Ø 42 mm, 25,78 g.   Sim.39; SMK 44a; Dav.8747C.
Vs.:   MONETA· - ·SOLODOR   -   Damasziertes Standeswappen unter einem auffliegenden,
hier nicht nimbierten Doppeladler. Im Aussenkreis zwölf Herrschaftswappen.

Rs.:   SANCTVS·VRSVS - MARTIR·1501·
Heiliger Ursus in Rüstung mit Nimbus, Kreuzfahne und Schwert, gotische Lilienbogeneinfassung.
Durch die erleichterte Silberbeschaffung war es auch Solothurn möglich, die bisher viel verwendeten Goldgulden fremder Provenienz, welche 2 Pfund oder 15 Batzen galten, durch Dickpfennige (Taler) zu ersetzen. Dieser Wert wurde den Talern anfänglich zu Grunde gelegt. Sie wurden 8 Stück auf due Nürnberger Mark geschlagen und waren 14 Loth 4 Grän fein, also 0,888 fein.


Taler o. J. (1550-70)     Ø 41 mm, 28,45 g.   Sim.49; SMK 54a; Dav.8758A.
Münzmeister Jakob Stocker aus Schaffhausen (1556-66).

Vs.:   ✶MONETA✶SO - LODORENSIS✶   -   Wappen in Kartusche zwischen S - O, darüber Doppeladler.
Rs.:   SANCTVS✶VR - S - V - S - ✶MARTIR✶
Geharnischter hl. Ursus mit Langschwert und Fahne nach rechts.

Die Münztätigkeit in Solothurn war 1579-1622 und wiederum 1642-1760 vollständig unterbrochen.

Lit.:
• J.u.H. Simmen (Neubearbeitung SMK) :  Solothurn (Schweizerische Münzkatalog 7). Bern 1972.
• J. Simmen [Sim.]:  Die Münzen von Solothurn. SNR 26(1938)347ff, 27(1939)82ff, 32(1946)45ff
    vollständig im Netz verfügbar   sowie   als keiner Auszug zu Geschichtliches vor 1579.
• L. Coraggioni :  Münzgeschichte der Schweiz, S.80-82. Genf 1896. - Auszug.

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