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Reichsstadt Ravensburg

Ravensburg liegt in Württemberg nahe dem Bodensee. Mit dem Untergang der Staufer wurde die Stadt 1276 Reichsstadt, und blieb es bis 1803.
Obwohl die Stadt nur sporadisch prägte, liess sie sich das Münzrecht bei jedem Thronwechsel in Wien bestätigen.

Wappen: In Silber auf gemauerter Konsole eine doppeltürmige blaue Burg mit hochgezogenem Fallgatter; zwischen den Zinnentürmen ein blauer Schild, darin ein silbernes Kreuz mit Tatzenenden.

Königliche Münzstätte


Brakteat (um 1230, zur Zeit von Friedrich II., 1215-50).     Ø 20 mm, 0,35 g.
Berger 2537; Klein/Ulmer (CC) 201.
Gekröntes Brustbild v. v. über sechs geperlten Felsen und zwischen zwei Kuppeltürmen.


Brakteat (um 1275, zur Zeit Rudolfs von Habsburg, 1273-91).     Ø 20 mm, 0,45 g.
Klein/Ulmer (CC) 215; Lanz 36(51).
Torgebäude mit gezinntem Mittelturm und zwei seitlichen Türmen mit spitzen Dächern,
im Tor ein sechsstrahliger Stern.

Städtische Münzstätte


Hohlpfennig o. J. (ab 1404).     Ø 16-17 mm, 0,30 g.   Nau 9; Lanz 43; Klein/Ulmer (CC) 219.1.
Zweitürmiges Torgebäude. Auf zwei dreistufigen Unterbauten, die durch einen Spitzgiebel miteinander verbunden sind, erheben sich zwei Zinnentürme. Wulstring ohne Perlkreis.


Schilling o. J. (ab 1426)     Ø 22 mm, 1,74 g.   Nau 10; Lanz 44.
Vs.:   +MOnᗺTAᕁRAVᗺnSPVRGᗺnS   -   Stadtwappen in Vierpass.
Rs.:   +ᕁGLORIAᕁTIbIᕁDOMInᗺ   -   Adler in Achtpass.
Diese Prägung erfolgte nach dem Riedlinger Vertrag von 1423, in dem sich schwäbische Städte
mit dem Bodenseegebiet zusammenschlossen.


Einseitiger Pfennig o. J. (ab 1423 & 1501-03).     Ø 14 mm, ca.0,3 g.   Nau 15.
Stadtschild im Perlkreis hier mit 19 Perlen (sonst bis zu 26 Perlen).

Gemeinschaftsprägung Ulm - Ravensburg - Überlingen, 1501-02
Diese Stücke mit den Wappen der drei Städte wurden in Ulm geprägt, siehe unter Ulm.


Einseitiger 1/2 Kreuzer o.J. (ab 1693).     Billon.   Ø 13 mm, ca.0,3 g.   Nau 27; Lanz 64.
Drei Ovale mit Doppeladler, Stadtwappen und Wertzahl 1/2.


Einseitiger Cu-Pfennig o. J. (ab 1693).     Ø 12-13 mm, 0,66 g.   Nau 29.
geschweifter Stadtschild zwischen Sternen, darüber ·4·.
Trotz der irreführenden Wertzahl 4 handelt es sich nicht um Vierer (Kreuzer), sondern um Pfennige.
Die Kupfer-Kreuzer von 1622 wurden schon im Folgejahr offiziell auf 1 Pfennig abgewertet.


Einseitiger Cu-Pfennig 1695.     Ø 14 mm, ca.0,8 g.   Nau 34.
Stadtwappen zwischen 16 - 95.


Regimentstaler 1624.     Stempel von Daniel Sailer in Augsburg.   Ø 49 mm, 28,30 g.
Nau 45; Lanz 108; Binder 14; Forster 483.   187 Exemplare in Augsburg geprägt.

Vs.:   Ansicht der Stadt. Vorne das Frauentor. Links hinten der runde Turm Mehlsack.
Oben in 2 Kartuschen der Reichsdoppeladler und das Stadtwappen sowie MDCXXIV.
Unten eingefasst RAVENSPVRG und darüber im Bogen DS.

Rs.:   Fünf behelmte Wappen der Mitglieder des Kleinen Rates mit den Wappenböden zueinander gestellt, umgeben von 10 Wappen der Ratsherren.


Silberabschlag vom Dukat 1717.     Ø 20 mm, 2,14 g.   Nau 50; Lanz 114 Abb.134.
Vs.:  +IVBILÆVM.SECVNDVM.LVTHERANVM.D፧31OCT
Barocker Stadtschild zwischen 17 - 17, oben Spruchband: RAVENSPVRG.
Rs.:  +VERBVM.DOMONI.MANET.IN.ÆTERNVM   -   Aufgeschlagene Bibel zwischen Palmzweigen.

Lit.:
• Nau, Elisabth :  Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, S.94-101. Freiburg 1964.
• Lanz, O. :  Die Münzen und Medaillen von Ravensburg im Verlauf seiner Münzgeschichte, Stuttgart 1927.
• Klein/Ulmer (CC):  Concordantiae Constantienses. Tabelarischer Katalog der Bodensee-Brakteaten
    in: Beiträge zur süddt. Münzgeschichte 2001. Stuttgart 2001.

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