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(Reichs-)Stadt Luzern

Luzern am Vierwaldstättersee entwickelte sich im Mittelalter aus einem Fischerdorf und dem Kloster St. Leodegar im Hof. 1291 übernahm Kg. Rudolf von Habsburg die Rechte über Stadt und Kloster. Die Stadt schloss sich 1332 dem Bund der drei Waldstätten (Uri, Schwyz und Unterwalden) an und erreichte die Unabhängigkeit von Habsburg.
Luzern erhielt 1415 von Ks. Sigismund die Reichsfreiheit und wurde ein führendes Mitglied der Eidgenossenschaft. Während der Reformation 1520 blieb Luzern katholisch. Die Reichsfreiheit endete formal spätestens 1648 (Westfälische Frieden). Der 2. Oktober ist in Luzern ein gesetzlicher Feiertag zu Ehren des Hl. Leodegar.

Wappen: Gespalten, Blau und Silber.


Etschkreuzer (150)0.     Ø 19 mm, 1,00 g.   HMZ 2-612a.
Vs.:   +LV - CER - NEN - SIS   -   Stadtwappen auf Doppelkreuz.
Rs.:   +MONETA✶NOVA✶0   -   Adler.
Am Umschriftende eine 0, die auf die Jahreszahl 1500 hindeuten könnte.


Etschkreuzer o. J. (Frühes 16. Jh.).     Ø 18 mm, 1,03 g.   Wielandt 19e; HMZ 2-625a.
Vs.:   ✠.MONETA⚬ - LVCERN'⚬   -   Adler, darunter Stadtwappen.
Rs.:   ✠LE - ODI - GAR - IVS   -   Doppelkreuz (des Tiroler Etschkreuzers).


Vierer o. J. (16. Jahrhundert).     Ø 18 mm, 0,74 g.   Wieland 26; HMZ 2-626a.
Vs.:   +MONETA - LVCERN   -   Adler n. links, darunter Stadtwappen (mit Doppelschlag).
Rs.:   +SANCTus9 LVDIGARIus9   -   Blumenkreuz.


Dicken o. J. (um 1500).     Ø 30 mm, 9,19 g.   Wielandt 4.
Antiqua-Schrift auf der Vs. und gotischer Schrift auf der Rs.
Vs.:   ·MONETA·NOVA·LVCERNENSIS   -   Stadtwappen, darüber ein Adler.
Rs.:   :SANCTVS*LEODIGARIVS:   -   Brustbild des Hl. Leodegar v. vorne mit geschultertem Bohrer.
Leodegar wurde 663 Bischof von Autun in Burgund. Nach einem verlorenen Machtkampf wurde er mit einem Bohrer geblendet und schliesslich enthauptet. Er wurde heilig gesprochen und Patron von Luzern.


Taler 1557.     Ø 44 mm, 27,95 g.   HMZ -; Dav.8739B
Vs.:   ✶S✶LEO - DIGARI✶PATR✶LVCERNE   -   Darstellung der Blendung des Hl. Leodegar.
Rs.:  Zwei Löwen halten das gekrönte Reichswappen über dem Wappen von Luzern, umher Wappenkranz.


Taler o. J. (ca.1560).     Ø 40 mm, 28,46 g.   Wielandt 29p; HMZ 2-617a; Dav.8740A
Vs.:  ·MONETA·NOVA·LVCERNENSIS:·  -  Wappen zwischen L - V unter nimbiertem Doppeladler.
Rs.:   SANCTVS - ·LEOD - IGARIVS   -   thronender Hl. Leodegar mit Krummstab, Bohrer und Buch.


4 Dukaten 1698.     Ø 41 mm, 14,02 g.   HMZ ­ (vgl.2­634c Taler); Friedb.300.
Abschlag von den Stempeln des Talers 1698.

Vs.:   ✶MONETA NOVA REIPU.LUCERNS·✶1698
damaszierte Wappen in einer Barockkartusche, oben geflügeltes Engelsköpfchen.
Rs.:   SANCT:LEODI - GARIUS PATRON:
Der stehende heiliger Leodegar mit Bohrer, Buch und Krummstab.


Gulden 1714.     Ø 33 mm, 13,45 g.   HMZ 2­653b.
Vs.:   ·MONETA✶NOVA✶REIP✶LVCERNENSIS✶1714   -   Wappen.
Rs.:   AVXILIO DEI PROSPERE   "Durch Gottes Hilfe glücklich" in Kartusche


Dukat 1741.     Ø 20 mm, 3,42 g.   D/T 539; Friedb.323.
Vs.:   DUCATUS REIPUBLICÆ LUCERNENSIS·IT 1741  in verzierter Kartusche.
Rs.:   Zwei wilde Männer, der eine mit Schwert, der andere mit Palmzweig, halten eine Krone über das Stadtwappen von Luzern, im Abschnitt Verzierung.
Beachte die korrekte Tinkturen der Felder im Wappen.


20 Kreuzer 1796.     Ø 25 mm, 4,19 g.   D/T 555b, HMZ 2-655h.
Vs.:   RESPUBLICA - LUCERNENS   -   gekröntes Wappen zwischen Lorbeer- und Palmzweig.
Rs.:  DOMINUS SPES POPULI SUU 1796   "Der Herr ist die Hoffnung seines Volkes"
Kreuz aus acht L, in der Mitte Wertzahl 20.


Rappen 1796.     Kupfer, Ø 17 mm.   D/T 571e; HMZ 2-664f.

Lit.:
• Wielandt, F. :   Münz- und Geldgeschichte des Standes Luzern, Luzern 1969.
• Coraggioni, L. :   Münzgeschichte der Schweiz, S.52-60, Genf 1896,   - Auszug.

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