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Stadt Hannover

Hannover entstanf am hohen Ufer (Honovere = "Hohes Ufer") der Leine und wurde erstmals 1150 als "vicus Hanovere" erwähnt. Der welfische Teilungsvertrag von 1495 brachte die Stadt in das Herrschaftsgebiet der Calenberger. 1636 wurde Hannover befestigte Residenzstadt.
Bis 1332 gab es landesherrliche Münzprägungen, dann prägten die Stände und 1438-1674 prägte die Stadt alleine, wenn auch mit Unterbrechungen.

Wappen: Mauer mit zwei Zinnentürmen, im offenen Tor befindet sich unter Fallgatter ein "Kleeblatt" genanntes Dreiblatt (oder goldenes Schildchen mit einer grünen Marienblume), zwischen den Türmen steht ein Löwe.


Hohlpfennig o. J. (1322-1437).     Ø 19 mm, 0,27 g.   Buck/Meier 35.
Kleeblatt zwischen Hörner als Helmzier über drei Kugeln als Helm.

Die frühen Münzen kommen mit dem Kleeblatt als Erkennungszeichen für die Stadt Hannover aus.


Schwarzer Hohlpfennig o. J. (ab 1438).     Ø 14 mm, 0,32 g.   Buck/Meier 83.
Dreiblättrige Blume im Strahlenrand (24 Strahlen). Blätter herzförmig (nicht spitzförmig).
Damit beginnt die eigenständige Münzprägung der Stadt Hannover. Im Ratsprotokollbuch von 1438 ist eingetragen die Anordnung zur Prägung neuer Pfennige und die Bestellung von Heinrich Berner als Münzmeister.


Groschen (Schilling) 1482.     Ø 25 mm, 2,00 g.   Buck/Meier 84.
Vs.:   ИOnᗺTA◦nOVA◦hOnOVᗺRᗺNᗭIS+ Stadtmauer mit zwei Türmen, zwischen ihnen
der Löwe nach links schreitend. Im Tor halbaufgezogenes Fallgatter.

Rs.:   Bᗺne'DIᗭTA◦SIT◦SAnᗭTA◦TRINIT'as+   "Gelobt sei die Heilige Dreifaltigkeit"
befußtes Kreuz, daraufgelegt Schild mit "Kleeblatt", die Jz. in den Winkeln des Kreuzes 1= ጸ = 8= Z
Hier erscheinen erstmals auf einer Münze die beiden Elemente des Stadtwappens, das bewehrte Tor auf der Vorderseite und das Kleeblatt auf der Rückseite der Münze. Frühe Siegel des Stadt zeigen die Mauer mit offenem Tor und den Löwen zwischen den Türmen, aber noch ohne Kleeblatt. Das Secretsiegel der Stadt aus dem Jahr 1534 übernimmt erstmals das Kleeblatt in das Stadtwappen.


Hohlpfennig o. J. (ab 1482).     Ø 19 mm, 0,23 g.   Buck/Meier 86.
Dreiblättrige Blume im Strahlenrand. Blattnerv betont.

Münzmeister Dietrich Prall, 1501-12 :   ohne Münzmeisterzeichen

Der Hildesheimer Münzvertrag vom 1501 sah für mehrere niedersächsische Städte die Prägung von Annengroschen zu 24 Pf., Christophgroschen (12 Pf.) und Kreuzgroschen (8 Pf.) vor.
Hannover prägte nach diesem Vertrag Annengroschen (1501) und Kreuzgroschen (1501, 1505).


Annengroschen 1501.     Ø 27 mm, 2,75 g.   Buck/Meier 87.
Vs.:   MOnᗺ - nOVA - hOnO - VᗺR'S'  -  Wappen auf befußtem Langkreuz mit Jz. 0 -1.
Blätter spitzförmig (nicht herzförmig).

Rs.:   AnA⚬MAT- V'GIS⚬MARIᗺ   "Anna, Mutter der Jungfrau Maria"
Anna Selbdritt: Hl. Anna mit zwei Kindern (Maria und Christus) auf den Armen, alle mit Scheinen.


Kreuzgroschen 1505.     Ø 24 mm, 1,66 g.   Buck/Meier 91.
Vs.:   MOn⦂nOV⦂HAnOVᗺRS⦂I707✠   -   Wappen mit Dreiblatt zwischen drei Ringeln.
Rs.:  SALVᗺ⦂ᗭRVX⦂BᗺnIGhnA✠   "Sei gegrüßt, wohltätiges Kreuz"
Befußstes Kreuz, in den Winkeln je ein Dreiblatt.

Münzmeister Dietrich Becker, 1512 bis wahrscheinlich 1532 :   ohne Münzmeisterzeichen

Zur Zeit von Ks. Karl V., 1519-1558

Münzmeister Dietrich Fründ, 1535 bis 10.1542 :   ohne Münzmeisterzeichen

Die Münzsorten des Hildesheimer Münzvertrages vom 1501 setzten sich nicht durch, anders als der von Goslar 1505 eingeführte Mariengroschen. Dieser wurde bald nachgeprägt, ab 1510 von Braunschweig, ab 1514 von Göttingen, ab 1523 von Hildesheim, ab 1535 von Hannover. Es folgten noch Northeim 1542, Hameln 1543 und Einbeck 1550.

Mariengroschen 1536, Typ II.     Ø 25 mm, 2,12 g.   Buck/Meier 95.
Vs.:   MONETA⎊NOVA⎊HONOVERENS⁑
Dreiblatt im verziert und mehrfach eingebogenen Schild, darüber +1536+.
Rs.:   ·MARI⎊VIRGE - NE⎊NATVE   -   oben und unten bis zum Münzrand reichend,
gekrönte Maria mit Kind - beide mit Scheinen - und Zepter in Flammenglorie.
Die Stadt Hannover begann 1535 mit der Prägung von Mariengroschen.
Bekannt sind die Jahrgänge 1535-52, 1554, 1597, 1622-23, 1652-61, 1664-68 und 1670.


Mariengroschen 1537.     Ø 24 mm, 2,36 g.   Buck/Meier 100c.
Vs.:   MONETA⎊NOVA⎊HONNOVER:I53I+  (+: Kreuz mit Stil und drei Keile)
Dreiblättrige Blume im eingebogenen Schild, umher 3 sechsstrahlige Sterne.

Rs.:   MARIA⎊VIR - GINE⎊NATVS   -   gekrönte Maria mit Kind und Zepter in Flammenglorie.

Münzmeister Kunze Stridinger, alias Martin Keule, 1543-47 :   Zeichen (Vogelkeule und Zainhaken)


Mariengroschen 1545.     Ø 23 mm, 2,15 g.   Buck/Meier 108c.
Vs.:   MONETA⎊NOVA⎊HONNOVE⎊1545
"Kleeblatt" (dreiblättrige Blume) im eingebogenen Schild zwischen 3 fünfstrahligen Sternen.
Rs.:   MARIA⎊VIR - GINE⎊NATV⎊   -   Maria mit Kind und Zepter in Flammenglorie.

Münzmeister Hans Riechert, 1547-1554 :   Zeichen (nach links gewandter Löwenkopf)


Mariengroschen 1549.     Ø 24 mm, 1,88 g.   Buck/Meier 114c.
Vs.:  MONETA⎊NOVA⎊HONNOVE⎊1549   Mz. Löwenkopf für Hans Riechert, 1547-54 Münzmeister.
Dreiblättrige Blume im eingebogenen Schild zwischen 3 Ringel, seitlich und oben.

Rs.:   ⎊MARIA⎊MAT - ER⎊DOMIN   -   Maria mit Kind in Flammenglorie.

Die Stadt Hannover unterbrach 1554 für 30 Jahre ihre Münztätigkeit.

Die immer schlechter ausgegebenen Mariengroschen wurden 1555 von der Braunschweiger Münzgenossenschaft - eine regionale Vereinigung von Münzständen - verboten und durch die Fürstengroschen zu 12 Pfennige ersetzt. Die Stadt Hannover beteiligte sich nicht an der Prägung der neuen Münzsorte. Der Niedersächsische Kreis ersetzte dann 1572 den Fürstengroschen durch den Reichsgroschen, der den Reichsapfel mit der Wertzahl 24 als kennzeichnendes Münzbild trägt. Der anfängliche Fuß des Reichsgroschens (108½ Stück aus der 8 lotigen Mark Silber, d.h. 2,15 g rauh und 1,07 g fein) unterschied sich wenig von dem des Fürstengroschens von 1555 (2,22 g rauh, 1,03 g fein).
Ab 1591 trat eine Verschlechterung des Gehalts ein, der in der Kipper- und Wipperzeit seinen Tiefstand erreichte. Durch Kreisabschied vom 22. Juni 1622 wurde der Fuß von 1572 wieder hergestellt.

Zur Zeit von Ks. Rudolph II., 1576-1612

Münzmeister Christof Diess d. Ä., 9.1589 bis 3.1590 :   Zeichen (gekreuzte Zainhaken)

Auf dem nachfolgenden Groschen 1589 gelangt das Kleeblatt erstmals auf seinen Platz im Stadtwappen auf einer Münze.

Groschen 1590 (1/24 Taler).     Ø 23 mm, 5,84 g.   Buck/Meier 122.
Vs.:   MONE∗NO∗HONNOV   -  das vollständige Stadtwappen:
Bezinnte Mauer, zwei auf den Zinnen stehende, den inneren Kreis durchbrechende Türme, zwischen ihnen freischwebend der steigende Löwe nach links; im Torbogen unter Fallgatter das Kleeblatt.
Über dem Löwen (Zeichen des Christof Diess, 1589-90 Münzmeister in Hannover).

Rs.:  ·RVDOL·Z·D:G·ROmanorum·IMperator·SEmper·Augustus
Reichsapfel mit Wertzahl Z4, zu den Seiten die Jz. 9 - 0.

Münzmeister Heinrich Depser, 1589 - 5.1590 u. 1596-97 :   (Herz, Zainhaken & gekreuzte Berghammer)

Zur Zeit von Ks. Matthias, 1612-1619

Münzmeister Melchior Kohl, 1616 :   Zeichen ᛚ oder MK(lig.)

Münzmeister Valentin Block, 12.1616 - 6.1618:   Zeichen VB(lig) oder


Groschen 1616 (1/24 Taler).     Ø 20 mm, ca.1,4 g.   Buck/Meier 129.
Vs.:   ·MO·NO·CIV· - HANNOV   (Mz. für Valentin Block 1616-18)
halbrundes Schild mit Dreiblatt, Verzierung statt Innenkreis.

Rs.:  MATthias·I·D·G·Romanorum·Imperator·Semper·Augustus·17(!) - 16  -  Reichsapfel mit Wertzahl Z4.


Groschen 1618 (1/24 Taler).     Ø 19 mm, ca.1 g.   Buck/Meier 136.
Vs.:   ·MO N CIVI HANOV - ER   -   vollständige Stadtwappen.
Rs.:   MAT·D·G·R·I·S·A·16 - 18·   -   Reichsapfel mit Wertzahl Z4.

Zur Zeit von Ks. Ferdinand II., 1619-1637

Mitte 1622 restaurierte man nach der Kipper- und Wipperzeit auf dem Lüneburger Kreistag die Münzverhältnisse von 1572. Es begann eine groß angelegte Herstellung von "gutem" Kleingeld. Auch in Hannover beteiligte man sich daran und prägte Reichs- und Mariengroschen sowie Dreier aus. Die Ausprägung der größeren Silbernominale und erster Goldgulden bzw. ab 1640 Dukaten erfolgte erst nach dem Kleingeldüberfluß und -ausprägeverbot von 1624.

Münzmeister Tönnies Bremer, 30.12.1619 bis Ende 1620, dann 1622-28 :   Zeichen (TB ligiert)


Dreier 1622 (3 Pf.).     Ø ca.17 mm, ca.1 g.   Buck/Meier 142a.
Vs.:   Stadtwappen mit Löwen zwischen den Türmen und Kleeblatt im Torbogen, zu den Seiten Ringel, Punkt, Rechteck und Punkt untereinander, über dem Löwen ein Punkt.
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3, darunter ein Punkt, bogig umher ⚬✱16 - ZZ ✱⚬


Mariengroschen 1623, TB.     23,4x23,5 mm, 3,65 g.   Buck/Meier 144, Typ II als Klippe.
Vs.:   MON·NO·HANNOVER 6Z3   -   zwischen zwei Sternen der mehrfach ausgeschweifte Schild
mit dem "Kleeblatt" (Blume mit Samenboden). Kein Innenkreis.

Rs.:   MARIA·MA - TER·DEI·   -   gekrönte Maria mit Kind und Zepter in Flammenglorie.
Maria und das Kind hier ohne Scheine.


Mariengroschen 1623, TB.     Ø ca.22 mm, ca.1,6 g.   Buck/Meier 144g var (Typ II)
MO·NOVA·HANNOVER✱16··Z3   //   MARIA·MA - TER·DEI·
Im Innenkreis: Schild zwischen zwei Sternen und einem Ringel oben.


Dreier 1623, TB.     Ø ca.17 mm, ca.0,7 g.   Buck/Meier 145 var
Vs.:   vollständige Stadtwappen zwischen seitlich Stern und Punkt
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3 zwischen bogig ·16 - Z3✶·


Reichstaler 1624 TB.     Ø 41 mm, 28,73 g.   Buck/Meier 146; Dav.5388.
Vs.:   ·MONETA·NOVA· ·HONNOVER· - 16Z4   -   vollständige Stadtwappen:
Stadtmauer, Tor mit offenen Flügeltüren, im Torbogen unter Fallgatter das "Kleeblatt" (dreiblättrige Blume); über den Mauerzinnen zwei Türme, dazwischen der steigende Löwe nach links.

Rs.:   FERDINAND·II·D:G·RO·IM·SE·AV   -   gekrö. Doppeladler mit Reichsapfel.


Goldgulden 1628 TB.     Ø 24 mm, 3,22 g.   Buck/Meier 156; Friedb.1156.
Vs.:   ·MO·NO·AV·CIVI·HANNOVER· - 16Z8·   -   vollständige Wappen zwischen 2 Ringel.
Rs.:   ·FERDI·II·D·G·ROMA·IMP·SEM·AV··   -   gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel.

Münzmeister Moritz Bergmann, 10.1628 - 10.1666 :   Zeichen M·B· oder (MB ligiert)


1/2 Reichsort 1628 MB (1/8 Reichstaler).     Ø 26 mm, 3,57 g.   Buck/Meier 157.
Vs.:   ·MON·NOV· ·CI·HANNO· - 16Z8·   -   vollständige Wappen.
Rs.:   ·FERDINAN·II·D·G·ROMA·IM·SE·AV·   -   ·♁· / ·EIN· / ·HALB· / REICHS / ·ORT·
MB (ligiert) ist das Zeichen von Moritz Bergmann, 1628-66 Münzmeister in Hannover.


1/4 Reichstaler 1629 MB.     Ø 30 mm, 7,19 g.   Buck/Meier 162.
Vs.:   ·MONE·NOVA·CI· ·VI·HANNOVER· - 16Z9·   -   vollständige Stadtwappen,
die Türme mit eigenen Unterbau reichen bis in die Umschrift.

Rs.:   :FERDINAN·II·D·G·ROMA·IMPE·SEM·AVG:   -   gekrö. Doppeladler mit Reichsapfel.


Taler 1630, MB.     Ø 43 mm, 58,30 g.   Buck/Meier 165; Dav.5391.
Vs.:   :MONETA·NOVA∗ = ∗CIV·HANNOVER:   -   das vollständige Stadtwappen im verzierten Schild
mit Helm, Helmzier (Hörner) und Helmdecken zwischen M - B. Zwischen den Hörnern ein Kleeblatt.
Der innere Kreis oben und unten durchbrochen.

Rs.:   FERDINAN·II·D·G·ROMA·IMPE·SEM·AVG:16 - 30   -   gekrönte Doppeladler mit Z4 im Reichsapfel, Krone bis an den Münzrand reichend.


Reichstaler 1631 (24 Groschen), MB.     Ø 44 mm, 28,30 g.   Buck/Meier 166; Dav.5393.
Vs.:  MONETA⋮NOVA⋮CIVITATIS⋮HANNOVER:+:  -  Wappen zwischen ⁕ - ⁕ | M - B | · - ·
(M B für Moritz Bergmann, Münzmeister). Die Türme bleiben innerhalb des Innenkreises.

Rs.:  FERDINAN II·D·G·ROMA IMPE·SEM·AV·16 - 31  -  Gekrönter Doppeladler,
Reichsapfel mit Wertzahl 24: Dieser Taler gilt 24 Groschen.

Zur Zeit von Ks. Ferdinand III., 1637-1657


Groschen 1641 (1/24 Taler), MB.     Ø 22 mm, ca.1,7 g.   Buck/Meier 184a.
Vs.:   MO·NO·CIVI·HANNOVER -   -   vollständige Stadwappen.
Rs.:  FERD·III·D·G·RO·IM·S·A  -  Reichsapfel mit Zahl Z4 zwischen Jz. 16 - 41.
Die Wertzahl im Reichsapfel bedeutet hier: 24 dieser Münzen sind ein Taler wert.

Zur Zeit von Ks. Leopold I., 1657-1705


Dreier 1657 MB.     Ø 15 mm.   Buck/Meier 215f.
Vs.:   bogig HANNOVER über dem ausgeschweiften Schild mit dem Kleeblatt
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3 zwischen bogig M16 - 57B (Münzzeichen und Jahreszahl)

Münzmeister Andreas Schele, 12.10.1666 - 27.11.1674 :   Zeichen A·S·


Taler 1666, AS.     Ø 44 mm.   Buck/Meier 241; Dav.5399.
✮❃✮HANNOVER❃ANNO✮❃✮ - 1666   //   LEOPOLD:I·D·G·ROM:IMP·SEMP·AUGUST·


2 Mariengroschen 1666, AS.     Ø 19 mm.   Buck/Meier 247a.
✼HANNOVER✴1666✼   //   VON·FEINEM·SILBER✼    ·II· | MARI | GR· | •-


Dukat 1667, AS. (Jz. im Stempel aus 1666 geändert).   Ø 23 mm, 3,48 g.  B./M. 252; Friedb.1157.
Vs.:   DUCAT·NOV·CIV·HANNOVER· - 1667   -   Türme zwischen A - S.
Tor ohne Fallgatter, Löwe berührt die Türme.   (AS für Andreas Schele, 1666-74 Münzmeister.)

Rs.:   ✴LEOPOLD·I·D·G·RO·IM·S·AU·✴   -   gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust.
A S sind die Initialen des Andreas Schele, Münzmeister 1666-74 in Hannover.


6 Mariengroschen 1668, AS.     Ø 30 mm, ca.5,5 g.   Buck/Meier 259a.
✼ HANNOVERANA   //   ✼ MONETA NOVA∗1668   ∗VI∗ | MARIEN | GROS | ✼
Das Kleeblat hat rundliche Blätter. (Spitze Blätter bei Buck/Meier 259)


4 Mariengroschen 1669, Typ I.     Ø 21 mm 2,37 g.   Buck/Meier 276.
Typ I: spitzblättrige Kleeblatt zwischen A - S, darüber freischwebender Löwe durchbricht inneren Kreis.

✼HANNOVER✼1669✼   //   VON·FEINEM·SILBER✼   ·IIII· | MARIE | GROS | ·


4 Mariengroschen 1669, Typ II.     Ø 21 mm.   Buck/Meier 276a.
Typ II: grosser Löwe zwischen A - S, schwebt über dem Kleeblatt mit Samenboden,


4 Mariengroschen 1669, Typ III.     Ø 21 mm.   Buck/Meier 276b.
Typ III: grosser Löwe zwischen A - S, steht auf dem Kleeblatt, das den Innenkreis durchbricht.

✼HANNOVER·1669✼   //   VON·FEINEM·SILBER·✼   ·IIII· | MARIE | GROS·
schwebender Löwe zwischen A - S, darunter Kleeblatt mit Samenboden und runden Blättern.
Die drei Typen haben Interpunktionvarianten: 276: a-d; 276a: a-d; 276b: a-s.


Reichstaler 1670, AS.     Ø 46 mm, ca.28,7 g.   Buck/Meier 278b; Dav.5399.
Vs.:   ·✶·HANNOVER·✶·ANNO·✶· - 1670   -   vollständige Wappen.
Die Türme zwischen A - S ragen bis zum Münzrand. (AS = Andreas Schele, Münzmeister 1666-74).
Der Löwe schwebt zwischen den Türmen. Bezinnte Mauer mit vier Bullaugen und offenem Tor,
im Tor Dreiblatt unter dem Fallgitter.

Rs.:  LEOPOLD·I·D·G·ROM·IMP·SEMP·AUGUST 15 - 31   Titel Ks. Leopold I.
Gekrönter nimbirter Doppeladler, Reichsapfel ohne Wertzahl.


12 Mariengroschen 1670, AS.     Ø 31 mm, ca.7,3 g.   Buck/Meier 279.
Vs.:   ✱HANNOVER·✱   -   vollständige Wappen, schwebender Lowe.
Rs.:  ✱VON FEINEM SILBER∗1670   -   ·XII· | MARIEN | GROS | A✱S


4 Mariengroschen 1670, AS.     Ø 20 mm, ca.2,4 g.   Buck/Meier 260.
Vs.:   ✱HANNOVER✱1670✱   -   schwebender Lowe über Kleeblatt zwischen A - S.
Rs.:  ✱VON·FEINEM·SILBER   -   ·IIII· | MARIE | GROS | ⁕


6 Mariengroschen 1671, AS.     Ø 29 mm, 5,67 g.   Buck/Meier 285a.
@HANNOVERANA·   //   ✱MONETA NOVA⁕1671  -  ∗VI∗ | MARIEN | GROS | ∗✱∗
(@: achteckig wie Judenstern)


24 Mariengroschen 1674, AS.     Ø 36 mm, 17,75 g.   Buck/Meier 291a; Dav:553.
Vs.:   HANNO - VERANÆ   -   zwischen A - S steht Löwe n.i. auf dem "Kleeblatt".
Rs.:   ✴MONETA NOVA CIVITAT·   -   ✴24✴ | MARIEN | GROSCH | 1674
Zentralpunkt auf beiden Seiten.

Am 27. Nov. 1674 wurde die Münzstätte der Stadt Hannover für immer geschlossen.

Lit. :
• Buck, H. / Meier, O. :  Die Münzen der Stadt Hannover, Hannover 1935. - Auszug
• Cunz, R. :  Kleine Münzgeschichte der Stadt Hannover 1438-1674, 30 S., Austellungsführer,
    Hannover 1991.   -   Auszug
• Engelke, B.:  Münzgeschichte der Stadt Hannover, Hannoversche Geschichtsblätter 18(1915),1-219

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