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Stadt Hameln

Hameln liegt an der Mündung der Hamel in die Weser, im SW von Hannover. Dort entstand 851 ein Benediktiner-kloster. Daran schloss sich eine Marktsiedlung an, die um 1200 als Stadt genannt wird. 1209 wird erstmals eine Mühle erwähnt. 1259 verkaufte der Abt von Fulda seine Oberhoheit über Hameln. 1268 erwarb Herzog Albrecht I. die Vogtei und gewährte Hameln Stadtrechte. 1284 soll ein Rattenfänger 130 Kinder aus der Stadt entführt haben. Die Stadt prägte bereits, als sie 1498 die offizielle Belehnung von Ks. Maximilian erhielt.

Wappen: im roten Feld einen silbernen Mühlstein mit Mühleisen (seit dem Mittelalter Symbol für Mühlengerichtbarkeit und Mühlsteinhandel), auch ergänzt mit der doppeltürmigen Münsterkirche St. Bonifatius.


Hohlpfennig o. J. (nach 1436).     Ø 15 mm, ca. 0,30 g.   Kalv./Sch.13.
Mühlstein innerhalb des Wulstkreises.
Häufigster Hohlpfennig, wahrscheinlich 1/8 Schilling nach dem Münzvertrag vom 11. Nov. 1436.

Zur Zeit von Ks. Karl V., 1519-1556/58


Körtling o. J. (um 1543).     Ø 19 mm, 0,90 g.   Kalv./Sch.27.
Vs.:  MONeta·NOVA·QVERN·HAMelensis (Mz.)·     mit der alten Bezeichnung Quern-Hamelensis.
Grosses Mühleisen mit Mühlstein im Innenkreis, Münzzeichen "Bubikopf".

Rs.:   GOT - SEI - MIT - VNS   -   Kreuz auf Langkreuz.
Quern steht für Mühle, Quern-Hameln für den Ort an der Hamel, wo einst eine Mühle stand.
Das Zeichen "Bubikopf" steht für einen unbekannten Münzmeister 1543-48.


Taler 1544, ohne Mz.     Ø 40 mm, 28,71 g.   Kalv./Sch.16a; Dav.9229.
Vs.:   MONETA◦NOVA◦CIVITATIS◦Quern⦂HAME - LENsis◦   -   Stadtwappen vor Münsterkirche.
Der Mühlstein zeigt hier seine radialen Rillen.

Rs.:   ◦SANCTVS◦BONIF - ACIVS◦EPISCOPVS◦   -   stehender Hl. Bonifatius hält Buch und Kreuzstab.
Der Hl. Bonifatius wurde hauptsächlich in Fulda und Hameln verehrt.
Dies ist die erste Talerprägung von Hameln.
Das vorgelagert erscheinende Wappen (Mühlstein mit Mühleisen) ist in einem Schild eingefasst.


Mariengroschen 1545.     Ø 24 mm, ? g.   Kalv./Sch.21.
Vs.:   ·MONETA·NOVA·QVERN HAMElensis·I545   -   Mühlstein mit Mühleisen.
Rs.:   ·MARIA·MAT - ER·DOMINi   "Maria, Mutter Gottes"   -   Maria mit Kind in Flammengloriole.
Die nach dem Bild der Rückseite genannten Mariengroschen wurden erstmals 1505 in Goslar geprägt.
Hameln prägte 1543-48 die erste Serie seiner Mariengroschen (Kalv./Sch.17-25).

Mariengroschen 1549.     Ø 23 mm.   Kalv./Sch.28.
Dieser Mariengroschen unterscheidet sich von dem Nachfolgenden nur in der Jz. 4 - 9 statt 5 - 0 und im Münzzeichen Dreifuß (Wolfsangel) statt dem nachfolgenden Zeichen (Herz mit Zainhaken).


Mariengroschen 1550.     Ø 23 mm, ? g.   Kalv./Sch.29g.
Vs.:   ·MONETA·NOVA·QVERN HAME·(Mz.)   -   Mühlrad mit Mühleisen und 5 - 0.
Rs.:   ·MARIA·MAT - ER·DOMIN·   -   Maria mit Zepter und Kind in Flammengloriole.
Die zweite Serie Mariengroschen von 1550-56 (Kalv./Sch.29-32) trägt das Zeichen
des Münzmeisters Wulf Wegener: Herz mit Zainhaken.


Taler 1555,  hier ohne Mz.     Ø 40 mm, 28,94 g.   Kalv./Sch.35c; Dav.9230A.
Vs.:   MONETA✴NOVA✴CIVITATIS✴Quern✴HA - MELensis
Städtischer Wappenschild vor stilisierter Münsterkirche, darüber Jz. 55.
Rs.:  ✴SANTVS✴BONIF - ACIVS✴EPISCOPVS✴  -  Hl. Bonifatius mit offenem Buch und Krummstab.


Reichstaler 1556 (24 Groschen).     Ø 40 mm, 28,37 g.   Kalv./Sch.37b; Dav.9231.
Vs.:   ·MONETA·NOVA·CIVITATIS·Q· - HAM   -   Stadtwappen mit Münsterkirche.
Zwischen den Türmen: Herz mit Zainhaken (Zeichen für Wulf Wagener, Münzmeister in Hameln 1549-69).

Rs.:   ·CAROLVS·V·ROMAnorum·IMPErator·Semper·AVGVStus·Dei·Gratia·
Gekrönter und nimbierter Doppeladler, Reichsapfel mit Wertzahl 24 auf der Brust.
Gewicht, Feinheit und Gestaltung der Rückseite entsprechen der 2. Reichsmünzordnung von 1551.


Dreier 1556 (3 Pfennig).     Ø 17 mm.   [soll: 1,09 g rauh, 0,25 g fein]   Kalv./Sch.42.
Vs.:   Mühleisen mit Mühlstein vor dem Münster, Mz. und Jz. 56 zwischen den Türmen.
Rs.:   grosse Krone, Doppeladler, Reichsapfel mit Wertzahl 3.
Die "Braunschweiger Münzgenossenschaft" beschloss 1555 u.a. den Dreier zu 1,09 g rauh und 0,25 g fein.
Eine Variante (Kalv./Sch.41) zeigt den linken Turm abgeknickt, die Krone schief und den Reichsapfel ohne Kreuz. Das soll mit Wirren zusammenhängen: Für 13.000 Gulden Steuern an Herzog Erich durfte die Stadt evangelisch bleiben.

Zur Zeit von Ks. Ferdinand I., 1558-1564


Fürstengroschen 1559 (12 Pfennig).    Ø 25 mm.  [soll: 2,22 g rauh, 1,03 g fein]  Kalv./Sch.54b.
·MONETA·NOVA·QVERN·HAM   //   CARL·V· - ·R·IMPE·
Im Feld der Vorderseite: Münzzeichen Herz mit Zainhaken und Jahreszahl 5 - 9.
Der Rs.-Stempel wurde noch zur Amtszeit Ks. Karls V. geschnitten.
Die "Braunschweiger Münzgenossenschaft" beschloss 1555 u. a. den immer geringhaltiger ausgeprägte Mariengroschen zu ersetzen durch den Fürstengroschen zu "105 Stück aus der 7 Lot 7,5 Grän feinen Mark". Hameln prägte den Fürstengroschen 1558, 1559, 1560, 1562-71.
Danach kam die Zeit der "Reichs"-Groschen als 1/24 Taler.

Zur Zeit von Ks. Maximilian II., 1564-1576


1/24 Taler 1575.     Ø 22 mm.   Kalv./Sch.80.
Vs.:   ·MOneta·NOva·ARGentea·REipublicae·Quern·HAMELensis (Mz.)     Wappen und Münster.
Rs.:   MAXI·D·G·RO·IM·SEM·AV.     Reichsapfel mit Wertzahl zwischen Jz. 7 - 5.
Das Mz. (gekreuzte Zainhaken über einem Kreuz) steht für Dietrich Busch, Münzmeister 1575-83.
Er hatte es schwer, bei steigendem Silberpreis die Münzordnung einzuhalten.

Zur Zeit von Ks. Rudolph II., 1576-1612


Cu-Gösken 1582 (1/2 Pf. in Hameln).     Ø 15 mm, 0,71 g.   Kalv./Sch.88.
Grosses Mühleisen zwischen 8 - Z im Perlkreis.   //   Grosses G, darin i, Perlkreis umher.

Probationstage des Münzkreises stellten mehrfach die Minderwertigkeit Hamelner Münzprägungen fest. Hameln durfte seine Prägestätte nicht mehr verpachten, sollte einen Wardein einstellen und musste schliesslich 1573 die Münzprägung unterbrechen, dann wieder 1579-81. 1581-82 wurde kaum geprägt, 1583-1606 überhaupt nicht mehr.


1/24 Taler 1606.     Ø 21 mm.   Kalv./Sch.92a.
MO NO·ARG·REIPublicae·Q·HAMEL Xᛚ // RVDOL·II·RO·IMP·SEM·AV
Die Münzprägung wurde 1606 wieder aufgenommen. Münzmeister war Christof Dies d.J. (Mz. Xᛚ).
Die Stadt bezeichnet sich auf ihren 1/24 Talern mal als Republik, dann wieder nur als Civitas.


Reichstaler 1608 (24 Groschen).     Ø 42 mm, 28,72 g.   Kalv./Sch.100a; Dav.5375(ohne Abb.).
Vs.:   MONETA·NOVA:CIVITATIS·Quern·HAMELensis (Mz.)
Münsterkirche wie eine Burg, im Tor das Wappen Mühlstein mit Mühleisen,
Münzmeisterzeichen: Kreuz und Zainhaken (Christof Dies, Münzmeister in Hameln, 1606-08)

Rs.:   RVDOLphus·II·D·G·ROManorum·IMPerator·SEmper·AVGVSTus   = Titel des amtierenden Kaisers.
Gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel und der Wertzahl 24 auf der Brust.


1/16 Taler 1608 (Doppelschilling).     Ø 24 mm, ? g.   Kalv./Sch.102a.
Vs.:   ·MO·NO - ARGI· - REIP - Q HA·
Wappen aufgelegt auf ein in die Umschrift ragendes Blumenkreuz. Die Kirche ähnelt einer Burg.
Rs.:  ·RVD·D·G·RO·IMP·S·AV (Mz.) 16 - 08  -  Gekrönter Doppeladler, Wertzahl 16 im Reichsapfel.

Zur Zeit von Ks. Matthias, 1612-1619

Münzmeister Jakob Pfahlen, Pfaler 1612-15   Mmz.: (Herz, Kreuz, Zainhaken).


Reichstaler 1615.     Ø 19 mm, 29,32 g.   Kalv./Sch.122a; Dav.5376 Anm.
Vs.:   MONETA·NOVA·CIVITAtis·Q·HAMELEN
Münster St. Bonifatius mit Mühlstein und Mühleisen, zwischen den Türmen 16 - 15
Rs.:   ✱MATHI·I·D G·RO· - ·IMP·SEM·AVGVS✱
Gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust.

Münzmeister Christof Feustel, Feistel 1615-18   Mmz.: ᛚ.


1/24 Taler 1615 (Groschen).     Ø 19 mm. [soll: 1,76 g rauh, 0,88 g fein]   Kalv./Sch.127b.
Vs.:   ·MO·NO·CI·Q·HAMELN·   -   Wappen in ein Gebäude eingefügt.
Rs.:   ·MAT·I·D·G·RO·I·SA·ᛚ(Mz.) 16· -15   -   Reichsapfel mit Wertzahl 24.
Dies ist eine Zwitterprägung, da mit zwei Münzmeisterzeichen:
Vs. 12h: Herz auf Zainhaken (Jakob Pfahler, Münzmeister in Hameln 1612-15).
Rs. 10h: Zainhaken (Christof Feustel, Münzmeister in Hameln 1615-18).
Laut Prabationsabschied von 1610 sollten 133 dieser Stücke aus der 8 Lot feinen Mark geschlagen werden: 1,76 g rauh und 0,88 g fein.


1/24 Taler 1616 (Groschen).     Ø 19 mm   Kalv./Sch.129a.
·MO·NO·C·Q·HAMEL· - .ᛚ.   //   MAT·I·D·G·R·I·S·A·16 - 16


Zwitter-Doppeltaler 1616/1617.     Ø 19 mm, 56,40 g   Kalv./Sch.132a; Dav.5376Anm.
Vs.:   MONETA·NOVA·CIVITATIS·QVERN·HAME - LEN
Münster St. Bonifatius mit Mühlstein und Mühleisen, zwischen den Türmen 1616.
Rs.:   MATTH·I·ROMA· - ·IMPE·SEMP· AV· 16 - 17   -   Gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel.


1/24 Taler 1618.     Ø 20 mm.   Kalv./Sch.136a.
MO·NO·CI· - ·HAMELE·   //   MAT·I·DG·R·I·S·A·16· - ·18
Zwischen den Türmen ein Zainhaken (ᛚ), das Zeichen von Christof Feustel, Münzmeister 1615-18.

Münzmeister Nicolaus (Claws) Oppermann 1619-?.

Zur Zeit von Ks. Ferdinand II., 1619-1637


Kipper- 1/24 Taler 1620.     Ø 17 mm.   Kalv./Sch.142.
MO·NO·CI:Q·HA   //   FE·Z·D·G·R·I·S·A· - Z0


2 Gösken 1620 (1 Pf. in Hameln).     Ø 14 mm.   Kalv./Sch.146.
Zwitterprägung mit der Jahreszahl auf Vorder- und Rückseite.


Cu-Kipper-1 1/2 Gösken 1620.     Ø 16 mm, 0,64 g.   Kalv./Sch.147.
Mühlstein und Mühleisen unter 8. // Wert 1 1/Z - umher: +·ANNO·1·6·Z0·


Kipper-Ku.-3 Flitter 1621.     Ø 16? mm.   Kalv./Sch.154b.
Wappen zwischen Jz. 1 - 6 | Z - 1   //   Wertangabe: III | FLIT | REN


Kipper-Ku.-3 Flitter 1621.     Ø 18 mm.   Kalv./Sch.155d (Nachtrag).
Zwitterprägung mit der Jahreszahl auf Vorder- und Rückseite.
Ein Flitter (wie "Flitterkram") war in Niedersachsen im 30jährigen Krieg 1/2 Pf. wert.

Münzmeister Georg Arendes, Arndt, Arndts 1622-25   Mmz.: ᄾ & ᛚ & ᄼ.


Mariengroschen 1622.     Ø 20 mm.   Kalv./Sch.159c.
Vs.:   MO·NO·QVERN·HAMELN ᛚ   -   Mühleisen zwischen Jz. 6 - ZZ
Rs.:   MARIA - MATE·DO·   -   Maria mit Kind in Flammengloriole.
Weil keine Kipper-Mariengroschen geschlagen worden waren, griff man bei Neuordnung des Münzwesens wieder auf die Mariengroschen zurück, da sie im Gegensatz zu den guten Groschen (1/24), die zahlreich als Kippergroschen ausgebracht worden waren, noch einen besseren Ruf bei der Bevölkerung besassen.   [Schrock]
Dieser Mariengroschen wurde geprägt mit den Jahreszahlen 1622-24, 1668-69.
Mehrfache Mariengroschen wurden ab 1668 geprägt und tragen nicht mehr das Bild Marias.
1622 galt: jeder Reichstaler ist für 24 Silbergroschen, 32 Schillinge, bzw.
36 Mariengroschen einzunehmen und auszugeben.


3 Pfennig 1622 (sog. Dreier).     Ø 17 mm.   Kalv./Sch.160b.
Vs.:   Mühleisen im Tor zwischen Kirchtürmen, oben Zainhaken (Mz.), aussen Stadt-Initiale Q - H.
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3, umher die Jz. 16 - ZZ.
Der schräge Zainhakes steht für Georg Arendes, Münzmeister 1622-25.


Einseitiger Pfennig 1623 (schüsselförmig).     Ø 17 mm.   Kalv./Sch.166.
Wappen zwischen Q - H, oben Jz. .6Z3.

Unbekannter Münzmeister 1624-32   Mmz.: .


Reichstaler 1632.     Ø 43 mm.   Kalv./Sch.183a; Dav.5382.
Vs.:   ·MONE:NOVA:REIP:QVERN:HAMELEN·
Kartusche mit Mühleisen im Tor des Münsters, Jz. zwischen den Kirchtürmen.
Rs.:   ✴FERDI·Z·D·G·ROM· - ·IMP·S·AUGUST·✴   -   gekrönter Doppeladler mir Reichsapfel.
Ein unbekannter Münzmeister zeichnete 1624-32 mit gekreuzten Zainhaken .


Cu-4 Pfennig 1633 (Mattier).     Ø ca.20 mm.   Kalv./Sch.193.
Vs.:   ✠QUERN·HAMELN   -   Mühleisen mit Mühlstein.
Rs.:   Wertzahl IIII in Kartusche zwischen Jz. 16 - 33, oben ·STAT· unten PEN·.

Münzmeister Caspar Hoffmann 1635-41   Mmz.: und ᄼ

Zur Zeit von Ks. Ferdinand III., 1637-1657


Goldgulden 1638.     Ø 23 mm, 3,19 g.   Kalv./Sch.208a; Friedb.1143.
Vs.:   ·MO:NO:AVR·REIP·HAMEL· - 1638  -  Münster St. Bonifacius mit Mühlstein und Mühleisen.
Rs.:   FERD:III· - ·D:G:R:I:S:A·  -  Gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust.
Caspar Hoffmann (Münzmeister 1635-41) zeichnete mit einem Dreiblatt, auch mit einem Zainhaken.


Reichstaler 1639 (24 Groschen).     Ø 23 mm, 28,44 g.   Kalv./Sch.212a; Dav.5384.
Vs.:   (kl. Kleeblatt) MONETA:NOVA:CIVITATIS:Q:HAMELN·
Münster St. Bonifacius mit Mühlstein und Mühleisen davor.
Rs.:  FERDI:III:D:G· - ·ROM:IMP:S:AV♣(Mz.)  -  gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust.

Münzmeister Johann Otte, Otto 1655-66   Mmz.: ᛚ


1/24 Taler 1655.     Ø 20? mm.   Kalv./Sch.234.
Vs.:   ·MON:NO:CIVIT·QUE:HAMELN - ᛚ   -  Münsterkirche und Mühleisen.
Rs.:   ·:FER:III:D:G:RO:IM:S:AV:·   -  Reichsapfel mit Z4 zwischen bogig ·:16. _ ,55:·


3 Pfennig 1655.     Ø 15 mm.   Kalv./Sch.236.
Vs.:   ✴QVERN✴HAMELN✴   -  Schild mit Mühleisen und Zainhaken.
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3 zwischen Jz. .:16 - ·55:.
Johann Otte münzte 1655-56 mit dem Münzzeichen Zainhaken.

Zur Zeit von Ks. Leopold I., 1657-1705

Münzmeister Paul Pechstein Preckstein 1668-70   Mmz.: ᛚ


Mariengroschen 1668.     Ø 20 mm, ? g.   Kalv./Sch.248a.
MO·NO.CIV.QVERN HAMELN ᛚ(Mz.)   //  MARIA MA - DOMINI
Die Prägung der einfachen Mariengroschen endet 1669.


Reichstaler 1669.     Ø ? mm, 28,82 g.   Kalv./Sch.253a; Dav.5386.
Vs.:   MONETA·NOVA·CIVIT·QUERNHAMELN ᛚ (ᛚ = Zainhaken)  -  Münster St. Bonifacius
mit Mühlstein und Mühleisen, Jahreszahl zwischen den Türmen, das Kreuz des rechten Turms hängt herab.

Rs.:   LEOPOLDUS·I·D·G·ROM·IMP·S·AUG  -  Gekrönter Doppeladler mit Reichsapfel auf der Brust.
Paul Preckstein war 1668-70 Münzmeister in Hamels. Sein Zeichen war ᛚ, ein Zainhaken.


6 Mariengroschen 1669.     Ø 29 mm, 5,8 g.   Kalv./Sch.254.
CIVIT·QUERN HAMELN·ᛚ   //   ✼MONETA NOVA·1669   ✴VI ✴ / MARIEN GROS/ ✴
Die Prägung mehrfacher Mariengroschen begann 1668. Sie tragen nicht mehr das Bild Marias.


4 Gute Pfennige 1669.     Ø ca.17 mm.   Kalv./Sch.257.
MO·NO·QVERNHAMELN·ᛚ (ᛚ=Mz.)   //   ✴ / ✴IIII✴ / GUTE / PF

Münzmeister Jonas Böse, Bosen 1671-73   Mmz.: I⚒B und ⚒ (gekreuzte Zainhaken).


12 Mariengroschen 1671.     Ø 31 mm, 7,34 g.   Kalv./Sch.259b.
Vs.:   MO·NO·CIVIT·QUERNHAMELN  -  "Münster St. Bonifacius" mit Mühlstein und Mühleisen,
Türme unbeschädigt.

Rs.:   ✱VON FEINEM SILBER✴1671  -  im Feld: ✴XII✴ / MARIEN / GROS / I⚒B.
I⚒B sowie ⚒ sind Zeichen von Jonas Böse, 1671-73 letzter Münzmeister in Hameln.
Mehrfache Mariengroschen wurden zu 4, 6 und 12 Mariengroschen geprägt.
Ein 24-Mariengroschen (2/3 Taler, Dav:542) hat es nicht gegeben.


4 Mariengroschen 1671.     Ø 23 mm, ca. 2,5 g.   Kalv./Sch.260b.
VON FEINEM SILBER :  Nach dem Zinnaer Fuß von 1667 sollte aus einer Mark (233,85 g) feinem Silber Kleingeld im Wert von 10½ Talern geprägt werden, wobei der 2/3 Taler (24 Mariengroschen) noch als Kleigeld galt. Wenn auf Kupferbeimischung verzichtet wurde, sollte der Mariengroschen 233,856/36/10,5 = 0,62 g Feinsilber enthalten. Obiger 4-Mariengroschen aus "feinem Silber" müsste 2,47 g wiegen, und der nachfolgende 12-Mariengroschen 7,42 g.


12 Mariengroschen 1672.     Ø 31 mm, ca.7 g.   Kalv./Sch.263b.
Vs.:   MON·NOV·CIVIT·Q·HAMEL   -   Die Kirche trägt Züge einer Stadtmauer.
Rs.:   VON FEINEM SILBER ✴ 1672 ✴   -   Im Feld Wertangabe und Münzmeisterzeichen.


Dreier 1672 (3 Pf.).     Ø 14 mm.   Kalv./Sch.268a.
Vs.:   QVERNHAMELN (Mz.)     Mühleisen zwischen Rosetten.
Rs.:   Reichsapfel mit Wertzahl 3 zwischen Jz. 16 - 72.

Die städtische Prägung endete 1673, wahrscheinlich wegen Unrentabilität.
Andere Münzstände verschaften sich 1690 offiziell Erleichterung mit dem Leipziger Fuß,
während Heckenmünzer die zweite Kipper- und Wipperzeit für Gewinne nutzten.

Lit. :
• Kalvelage, H. / Schrock, U.E.G.:   Münzen der Stadt Hameln (Mittelalter bis 1673), 107 S., Hameln 1982.
    davon neun Seiten Leseprobe
    und   Ergänzungen zur Münzgeschichte des Stiftes und der Stadt Hameln, 21 S., 1988.
• Schrock, U.E.G.:   Die Emission von Mehrfachwerten des Mariengroschens in den welfischen Landen
    und Städten bis zum Jahre 1690
, in: money trend 11/1979 S.29-32
• Auer, Eberhard:   Von feinem Silber - der Versuch, mit gutem Geld schlechtes zu verdrängen,
    Das Fenster, Thema 168, KSK Köln, März 2006.
• Rittmann, H.:   Zinna, Leipzig und die zweite Kipper- und Wipperzeit, Auszug aus
    "Auf Heller und Pfennig", 1976.

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