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Herzog JOHANN FRIEDRICH, 1665-1679

Johann Friedrich (*1625), dritter Sohn von Herzog Georg, versuchte 1665 nach dem Tod seines ältesten Bruders Christian Ludwig dessen Nachfolge im Fürstentum Lüneburg anzutreten. Er musste jedoch Lüneburg seinem älteren Bruder Georg Wilhelm überlassen und sich mit Calenberg zufrieden geben, erweitert um Grubenhagen und Göttingen.
Johann Friedrich regierte in Hannover absolutistisch, ganz nach seinem Vorbild, dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. 1666 begann er mit dem Bau von Schloß Herrenhausen und legte die berühmten Herrenhäuser Gärten an. 1676 berief er den damals 30jährigen Leibniz als Bibliothekar und Hofhistoriographen an seinen Hof. Auf seiner fünften Reise nach Italien verstarb er 1679, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen. Im folgte in Hannover Ernst August, der jüngste der vier Brüder, die nacheinander ihrem Vater Georg in Hannover folgten.


Löser 1670-72 & 1677 mit Monogramm und Welfenross   -   Löser 1679 auf seinen Tod


Löser 1670-72 & 1677 mit Monogramm und Welfenross
EX DURIS GLORIA


Löser zu 4 Talern 1670, Clausthal.   Mit Wertpunze.   Ø 74 mm, 115,38 g.
Münzmeister Lippold Wefer (LW·X) 1640-74 in Clausthal.   Dav. 199; Duve 1 A; Müseler 10.4.2/15; Welter 1664.

Vs.:   ·EX DURIS - GLORIA·ANNO· - ·1670   "Schwere Aufgaben meistern verschafft Ansehen"
Gekröntes Monogramm "F" in Lorbeerkranz, umgeben von 14 Wappen, eingepunzte Wertzahl 4 zwischen LW - X.

Rs.:   Sachsenross springt n.l., darüber hält eine aus Wolken kommende Hand einen Lorbeerkranz,
unten Bergwerkslandschaft und Grubenquerschnitt mit arbeitenden Bergmännern.


Löser zu 2 Talern 1671, Clausthal.   Mit Wertpunze.   Ø 74 mm, 57,48 g.
Münzmeister Lippold Wefer (LW·X) 1640-74 in Clausthal.   Dav. 203; Duve 2; Müseler 10.4.2/19; Welter 1666.


Löser zu 1½ Talern 1672, Clausthal.   Mit Wertpunze.   Ø 64 mm, ca.43 g.
Münzmeister Lippold Wefer (LW·X) 1640-74 in Clausthal.   Dav.206; Welter 1667.

Vs.:   ·EX DURIS - GLORIA·ANNO· - ·1672
Gekröntes Monogramm "F" in Lorbeerkranz, umgeben von 14 Wappen, eingepunzte Wertzahl 1½.
Rs.:   Welfenroß springt n.l., darüber hält eine aus Wolken kommende Hand einen Lorbeerkranz, unten Bergwerkslandschaft und Grubenquerschnitt.
Diese Löser 1672 sind im Gewicht von 5, 2 und 1½ Talern geprägt worden (Dav.A205-208).
Die Löser der Jahre 1670-1672 tragen das Monogramm "F", die aus 1677 und 1679 ein "JF".


Löser zu 6 Talern 1677, Clausthal.   Ohne Wertpunze.   Ø 70 mm, 171,64 g.
Münzmeister Heinrich Bonhorst (H - B).   Dav. - (zu A 209, siehe Abbildung); Duve 5; Müseler 10.4.2/34; Welter Nachtrag 1673 V.

Vs.:   ·EX DURIS - GLORIA·ANNO· - 1677
Gekröntes Monogramm "JF" in Lorbeerkranz, umgeben von 14 Wappen, unten 1677 zwischen H - B.
Rs.:   Roß springt n.l. über Bergwerkslandschaft, darüber hält eine aus Wolken kommende Hand einen Lorbeerkranz.
Die Löser 1677 sind im Gewicht von 6, 5, 4, 3 und 2 Talern geprägt worden (Dav.A209-213).


Löser zu 3 Talern 1677, Zellerfeld.   Mit Wertpunze.   Ø 73 mm, 86,77 g.
Münzmeister Rudolf Bornemann (R - B) in Zellerfeld 1676-1711.   Dav. 212; Duve 4; Müseler 10.4.2/44; Welter 1671.


Löser zu 2 Talern 1677, Clausthal.   Ohne Wertpunze.   Ø 73 mm, 59,01 g.
Münzmeister Heinrich Bonhorst (H·B).   Dav. 213; Duve 5; Müseler 10.4.2/39; Welter 1675.

Löser 1679 auf seinen Tod


Löser zu 3 Talern 1679, Clausthal.   Mit Wertpunze.   Ø 74 mm, 83,78 g.
Münzmeister Heinrich Bonhorst.   Dav. 221; Duve 8 A; Welter 1686.

Vs.:   IOHANNES FRIDERICUS·D:G:DUX BRUNSU:&LUN:
Geharnischtes Brustbild n.r. mit Perücke und umgelegtem Mantel, unten die eingepunzte Wertzahl 3.
Rs.:   21 Zeilen Schrift: NASCITUR / IN HERTZBERG·ANNO / M·DC·XXV·XXV·APRIL· / POTITUR RERUM IN AVITIS DU· /
CATIBUS CALENBERG·GRUBENHAG: / ET TERRA GOTTING·ANNO / M·DC·LXV· / PRINCEPS SAPIENS MAGNANIMUS FORTIS /
AC PROINDE / BELLANTIBUS INTER SE CUNCTIS EUROPÆ / REGIBUS: / IN MAXIMA RERUM ASPERITATE AC / DURITIE /
IPSE SOLUS SAXONICÆ QUIETIS / STATOR / FELICISSIMUS AC VERE GLORIOSUS· / OBIT /
AUGUSTÆ VINDELICORUM IN / ITINERE ITALICO· / A·D·XIIX·DIEM DECEMBRIS / ANNI·M·DC·LXXXIX·
"Geboren in Herzberg am 25. April 1625, erlangte er die Macht in Calenberg, Grubenhagen und dem Land Göttingen 1665. Ein weiser, großherziger
und tapferer Fürst und daher in den sich bekämpfenden Mächten Europas, bei größter Mißlichkeit und mit Mühsal allein, der glücklichste und
daher wahrhaft ruhmvolle Erhalter des Sächsischen Friedens, starb er in Augsburg auf dem Weg nach Italien am 18. Dezember 1679."
Diese Löser 1679 sind im Gewicht von 5, 4 und 3 Talern geprägt worden (Dav.219-221), sowie kleiner (Ø 64 mm) als 2 und 1½ Taler (Dav.222-223).


Löser zu 2 Talern 1679, Clausthal.   Mit Wertpunze.   Ø 74 mm, 50,61 g.
Münzmeister Heinrich Bonhorst.   Dav. 226 (dieses Ex.); Duve 9 (dieses Ex.); Welter 1698.

Vs.:   Gekröntes, kursives Monogramm "JF", umher Lorbeerkranz, unten die eingepunzte Wertzahl 2 zwischen H - B.
Rs.:   20 Zeilen Schrift über Verzierung: NASCITUR / HERTZBERGÆ·Aō / M·DC·XXV·XXV·APR: / POTITUR·RERUM·IN·AVITIS / DUCA TIBUS CALENB:GRUBENHAG / ET TERRA·GOTTING /ANNO·MDCLXV / OBIIT IN ITINERE ITALICO / AUGUSTÆ / VINDELICORUM / AD DIEM·XIIX DECEMBRIS / ANNI·M·DC·LXXIX· / PRINCEPS MAGNANIMUS / SAPIENS FORTIS PRUDENS ET / EXINDE·BELLANTIBUS·INTER / SE CUNCTIS EUROPÆ / REGIBUS· / SAXONICÆ·QUIETIS·STATOR / LONGE FELICISSIMUS ET / SIC E DURIS VERE / GLORIOSUS·

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