Startseite Karl V. TOUR:  Parma und Piacenza

Kirchenstaat

Sixtus IV., 1471-1484
Alexander VI., 1492-1503
Julius II., 1503-1513
Leo X., 1513-1521
Hadrian VI., 1522-1523
Clemens VII., 1523-1534
Paul III., 1534-1549
Julius III., 1550-1555
Paul IV., 1555-1559

Papst Sixtus (Sisto) IV., 1471-1484
- Francesco della Rovere di Celle Ligure -
Sixtus IV. stammt aus einer verarmten Familie in Ligurien. Den Namen della Rovere und den Eichenbaum als Wappen übernahm er später. Er kam jung zu den Franziskanern, studierte Theologie und stieg 1464 zum Generaladministrator des Ordens auf. Der rethorisch talentierte Professor und Prediger wurde 1467 Kardinal und 1471 zum Papst gewählt.
Als Emporkömmling ohne einflussreiche Verwandte suchte er nun Macht und Besitztümer seiner Familie durch Korruption und hemmungslose Vetternwirtschaft zu sichern und auszubauen. Sechs Familienangehörige ernannte er zu Kardinälen, darunter seinen Neffen Giuliano, den späteren Papst Julius II. Opposition wurde im Keim erstickt, notfalls durch Gewalttaten. Immer neue Steuern, ein aufgeblähter Ablasshandel und käufliche Ämter finanzierten die Verschwendung und Prachtentfaltung seines Pontifikats. Bei seinem Tod atmeten die Zeitgenossen auf. Aber Sixtus hatte seinen Namen unsterblich gemacht durch den Auftrag an die Künstler der italienischen Renaissance, die unscheinbare Grosse Kapelle zur "Sixtinischen" Kapelle umzugestalten (1475-83).
Sixtus verfasste zahlreiche theologische Abhandlungen und war ein glühender Verfechter der Unbefleckten Empfängnis. 1478 bestätigte er die von Ferdinand und Isabella von Spanien wieder eingeführte vom Staat gelenkte Inquisition.


Grosso o. J., Rom.     Ø 25 mm , 3,45 g.     CNI XV 293/64; Muntoni 14.
Vs.:  ◦SIXTVS◦IIII◦PONTifex◦MAXimus◦VRBE◦RESTituta◦¤   "... auf die Wiederherstellung der Stadt".
Barhäuptige Büste mit Pluviale nach links.

Rs.:   ◦PVBLICAE¤· - ·¤VTILITATI◦   "Zum Nutzen aller"
Im Vierpass: Familienwappen (Eichenbaum), darüber gekreuzte Schlüssel mit Schnüren u. Tiara mit Inful.
Die Blumen (¤) in den Umschriften sind das Zeichen des Münzmeisters Pier Paolo della Zecca.
Sixtus war der erste Papst, der sein Bildnis auf Münzen setzen liess.
Die Renaissance - it. "Wiedergeburt" der Antike - hatte in der Kunst das Profane entdeckt und das naturgetreue Porträt auf Gußmedaillen eingeführt. Nun erreichte das Porträt auch päpstliche Münzen. Zuvor hatten bereits weltliche Fürsten den Testone - it. "Kopf"-Münze - eingeführt, in Anlehnung an die römische Antike, die an unterscheidbare Bildnisse ihrer Herrscher auf Münzen gewohnt war.

Grosso (lat. grossus denarius) ist der italienische Groschen, ursprünglich bestehend aus 12 Denaren (dt. Pfennigen), war zeitweise die grösste Silbermünze, später 1/2 giulio wert.

Vergleiche das zeitgenössische Gemälde um 1473-75 von Justus van Gent, im Louvre.

Alexander VI., 1492-1503
- Rodrigo de Borja -


3 fiorini di camera MD, Rom.   Ø 33 mm, 10,3 g.  CNI XV 309/2; Munt.3; Friedb.28a; Lev.VII-9.
Vs.: ◦ALEXANDER◦ - ◦VI◦PONT◦MAX◦
Das Familienwappen der Borjia mit päpstlichen Insignien im ovalen Vierpass.
Rs.: ◦IVSTIT◦PACIS◦Q◦CVLT◦AN◦IVBILE◦MD   -   Brustbild mit Pluviale nach links.
Sondermünze des Jubeljahres 1500, die erste datierte Münze aus Rom.

Vergleiche das posthume Gemälde von Cristofano dell'Altissimo (1525-1605) in den Uffizien, Florenz.

Julius (Giulio) II., 1503-1513
- Giuliano della Rovere -
Giuliano della Rovere war bereits 1471 als 18jähriger von seinem Onkel Papst Sixtus IV. zum Kardinal ernannt und mit zahlreichen Bistümer finanziell versorgt worden. Als 1492 Julius Feind und Rivale Rodrigo Borgia zum Papst Alexander VI. gewählt worden war, fürchtete Julius um sein Leben. 1494 verliess er Italien und kehrte erst nach Alexanders Tod 1503 nach Rom zurück. Im gleichen Jahr wurde er nun 60jährig zum Papst gewählt. Zur Wahl trugen die Stimmen der 12 spanischen Kardinäle bei, die Cesare Borgia, Sohn von Alexander VI. zusicherte. Jedoch hielt der neue Papst seine Gegenleistung nicht ein, Cesare die unter Alexander VI. angeeigneten Territorien zu belassen. Cesare wurde entmachtet und aus Italien vertrieben.
Julius II. suchte die territoriale und politische Macht des Kirchenstaates zu stärken. Einige der Feldzüge gegen abtrünnige Städte wie Bologna (von Bentivoglio regiert) und Perugia führte der wegen seines Jähzorns "il terribile" (der Schreckliche) genannte Papst selbst an. Er schreckte auch nicht vor Kriege zurück, erst gegen Venedig (mit der "Liga von Cambrai" unter französischer Beteiligung) und sofort anschließend gegen Frankreich (mit der "Heiligen Liga" unter venezianischer Beteiligung).
Dem Versuch von Ludwig XII., die kirchliche Autorität des Papstes zu untergraben, begegnete Julius erfolgreich mit dem ansonsten bedeutungslosen Fünften Laterankonzil von 1512.
Zum Schutz seiner Person gründete Julius 1506 die Schweizergarde als päpstliche Leibwache.
Der kunstsinnige Julius wusste die Kunst für sein Nachruhm einzusetzen. Bramante beauftragte er mit dem Neubau des Petersdoms und legte 1506 selbst den Grundstein dazu. Michelangelo liess er 1508-12 die Deckenfresken der Sixtinische Kapelle ausführen und ein kolossales Grabmal entwerfen (mit der Statue des Moses). Raffael gewann er für die Ausmalung der Privaträume des Apostolischen Palastes (Stanzen des Raffael). Mit einer Umgestaltung Roms wollte Julius ein Zeichen seiner päpstlichen Macht setzen und Florenz als Kulturzentrum übertrumpfen.


Doppio fiorino di camera o. J., Rom.   Ø 26 mm, 6,60 g.  CNI XV 318/3; Muntoni 4; Friedb.36.
Doppelter florin (Floren = Golddgulden) aus der päpstlichen Schatzkammer
Vs.:   ·IVLIVS·II·LIGVR· - ·P·M·   "Julius II., der Ligurische Pontifex Maximus."
Büste mit Tonsur und umgehängter Pluviale mit zwei Figuren n. r.

Rs.:  ◦ NAVIS·AETERNAE·SALVTIS   "Schiff des ewigen Heils"
Im Boot St. Petrus mit Fischernetz und St. Paulus am Ruder.


Giulio (?) o. J., Bologna.     Ø 27 mm, 3,82 g.   CNI X 64/56; Muntoni 96.
Vs.:   ·IVLIVS·II·P - ONTIFEX·MΛXIMVS   -   Büste mit Tonsur n.r.
Rs.:   S·P·BONO· - NIΛ·DOCET·   "St. Petronius, Bologna lehrt"
Bolognas Stadtheiliger St. Petronius thront mit Krummstab und Modell der Stadt.
Darunter das Wappen der Stadt Bologna (3 Lilien / Kreuz).

Für das A hat sich der Stempelschneider die Verwendung einer eigenen Punze erspart.
1504 führte Julius II. eine neue Silbermünze von 3,9 g nach römischen Münzfuss ein: Der nach ihm benannte Giulio galt 10 Baiocchi (die kleinste Münze des Kirchenstaates) und sollte den Grosso Papale (12 Denarii) ablösen. Unter seinen Nachfolgern nannte man die Münze auch Leone, Paolo, Sisto oder Gregorio.
Die zunächst freie Stadt Bologna mit ihren vielen Geschlechtertürmen und der ältesten Universität Europas wurde 1506 von Papst Julius II. für den Kirchenstaat eingenommen. Bologna wurde die zweitwichtigste päpstliche Münzstätte. In Bologna kamen nunmehr Münzen nach eigenem Münzfuß sowie nach römischen (neuem) Münzfuß in Umlauf.


Doppio giulio o.J., Rom.    Ø 28 mm, 7,72 g.   CNI XV 324/46; Muntoni 19; Berman 565.
Vs.:   IVLIVS◦II◦PONTIFEX◦MAXIMVS
Büste mit Tonsur n.r., Pluviale mit Eichenlaub geschmückt. Schnalle mit Köpfen der beiden Aposteln.
Rs.:   ◦+◦PAX RO - MANA◦+◦   "Römischer Frieden"
Im ovalen Vierpass: Familienwappen (Eichenbaum mit Blättern und Eicheln),
darüber Petris gekreuzte Schlüssel und Tiara mit Inful.
Das Profil ist hier verprägt (Doppelschlag). Die Stempel stammen von Pier Maria Serbaldi da Pescia (Goldschmied, Medailleur, Stempelschneider).
Der Papst vermittelte geduldig 1511 die "Pax Romana" zwischen den seit 2 Jh. stark verfeindeten römischen Adelsfamilien Colonna und Orsini. Die Besiegelung erfolgte mit einer unterschriebenen Urkunde, mit öffentlichen gegenseitigen Verzeihungen, mit Umarmungen vor dem Altar und einer feierlichen Hochzeit von Marcantonio II. Colonna mit Felice Orsini sowie mit obiger seltenen Münze.


Giulio o. J., Rom.     Ø 28 mm, 3,87 g.   CNI XV 324/47; Muntoni 24.
Vs.:   (oak branch with acorn and two leaves) IVLIVS◦II◦PONTIFEX◦MAXIMVS
Rs.:   LVMINARIA◦VERAE◦FIDEI◦Ψ / ROMA
Die Hl. Peter und Paul umarmen sich; unten rechts das Fugger-Zeichen Ψ◦.

Vergleiche das von Raffael 1511-12 gefertigte Gemälde (106x78 cm, National Gallery, London).
Weitere Gemäldefassungen befinden sich in den Uffizien (Florenz) und im Städel (Frankfurt).

Die Münzen zeigen einen bartlosen Papst. Seit Oktober 1510 trug er einen Vollbart, den er erst nach der Vertreibung der Franzosen aus dem Kirchenstaat im April 1512 wieder entfernte.

Leo X., 1513-1521
- Giovanni de Medici, Sohn von Lorenzo d' Medici il Magnifico -
Leo X. (*1475) war der zweitgeborene Sohn von Lorenzo d' Medici il Magnifico, 'dem Prächtigen', und für die kirchliche Laufbahn bestimmt. Seine steile Karriere verdankt er einer geheimen Absprache zwischen seinem Vater und Papst Innozenz VIII. (1484-92): Innozenz wollte seinen illegitimen Sohn Franceschetto mit Lorenzos zweiter Tochter verheiraten. Als Gegenleistung musste er den gerade 13-jährigen Leo zum Kardinal ernennen, was allerdings 3 Jahre lang geheim gehalten wurde.
Leo erhielt eine sorgfältige Erziehung; nachdem der Medici Rivale Rodrigo Borgia zum Papst gewählt worden war (Alexander VI. 1494), reiste er in Europa. Leo diente seiner Familie, besonders nach dem Tod des älteren Bruders, und stritt für den auf Alexander folgenden Papst Julius II. in der päpstlichen Armee. 1513 starb Papst Julius II. und Giovanni wurde zum Papst gewählt. Bevor der inzwischen 37-jährige Leo X. inthronisiert werden konnte, musste er noch schnell zum Priester geweiht werden.
Wie seine Vorgänger war auch Leo auf seinen politischen und finanziellen Vorteil bzw. den seiner Familie bedacht. Aber Leo war als friedliebend und großzügig beliebt, er war wohltätig und förderte Wissenschaft und Lehre. Leo machte Rom zu einem Zentrum für Kunst und Kultur, allerdings auf Pump. Seine Schuldenmacherei belastete sein gesamtes Pontifikat.
Um die hohen finanziellen Mittel für Kunstwerke, Prunkfeste und Prachtbauten wie den Petersdom aufzubringen, ließ Leo im Jahre 1515 einen Ablaß für die Mainzer Diözese und die brandenburgischen Länder ausschreiben, von dem auch Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Mainz, profitieren durfte. Leo verkannte die Bedeutung von Martin Luthers Ruf nach Reformen der Kirche (1517). Er exkommunizierte Luther 1521, aber noch während Leos Pontifikat verbreitete sich die Protestantische Reformation im Norden Europas.
Leo X. starb 1521 im Alter von nur 46 Jahren an Malaria.



2 ½ Ducati papali o. J., Rom.    Ø 28 mm, 8,69 g.   CNI XV 349/1; Muntoni 1; Friedb.43.
Vs.:   LEO·X·PONTIFEX·MAXIMVS·   -   Büste mit Tonsur n.l.
Rs.:   LVX·VERA - IN·TENEBRIS·LVCET   "Das Licht der Wahrheit leuchtet in der Finsternis"
Die Hl. drei Könige zu Pferd mit Gaben n.l. geleitet vom Kometen.
Im Abschnitt: •ROMA• / Dreizack (Zeichen des Bankhauses Fugger, Pächter der Münzstätte).
Das Fugger-Zeichen erlaubt die Datierung auf die ersten zwei Jahre des Pontifikats.

Vergleiche das zeitgenössische von Raffael 1518-19 gefertigte Gemälde mit den Kardinälen Giulio de Medici,
dem späteren Clemens VII. (links) und Luigi de Rossi. (Öl auf Holz 154x119 cm, Uffizien, Florenz)
und ein Ausschnitt daraus.


Quarto di ducato, Rom.    Ø 33 mm, 9,76 g.   CNI XV 355/54; Muntoni 18/1; Berman 636.
Es handelt sich nicht um einen Testone zu 3 Giulio, ein späteres Nominal, sondern um ein 1/4 Ducato im Wert von 2½ Giulio.
Vs.:   ◦LEO◦DECIMVS◦PONTIF◦MAXIMVSஃ   -   Büste mit Tonsur n.l.
Rs.:   ·PACEM·MEAM(Ψ⃚) - DO·VOBIS··   "Meinen Frieden gebe ich euch"
Das Zeichen Ψ⃚ - ein Trident mit Kringel - steht für Fugger als Münzmeister.
Stehender Christus mit Kreuz segnet die knieenden Apostel, vorne Petrus mit Schlüssel.
Im Abschnitt: ·ROMA·


Mezzo bianco (?), Bologna.    Ø 27 mm, 3,55 g.   CNI X 74/21; Muntoni 111; Berman 692.
Diese Münze ist zu leicht, um als Bianco zu gelten.

Vs.:   LEO·X·PONTIFEX·MΛXIMVS·   -   Büste mit Tonsur n.r.
Rs.:   BONONIΛ·MΛTER·STVDIORVM   -   Steigender Löwe mit wehender Fahne n.l. schreitend,
Gesicht n.v. Am Rand das Wappen des Kardinals Giulio de Medici mit Kardinalshut darüber.


Giulio 1515, Parma.   Ø 27 mm, 3,77 g.   CNI IX 413/6, Tf.27/16; Muntoni 131-135.
Vs.:   LEO✴X✴PON✴✴MAX✴   -   Büste mit Tonsur n.l. und umgehängte Pluviale.
Rs.:  DOMINVS - PARMAE   -   Medici-Wappen unter gekreuzten Schlüsseln,
oben dreifache Tiara mit Inful. Die Jz. 1515 neben dem Wappen.


Giulio o. J., Parma.   Ø 27 mm, 3,82 g.   CNI IX p.413 n.5; Munt.136; MIR 693/3.
Vs.:   LEO✴X✴PON✴✴MAX✴   -   Büste mit Tonsur n.l. und umgehängte Pluviale.
Rs.:  DOMINVS - PARMAE   -   Medici-Wappen unter gekreuzten Schlüsseln wie vor, aber ohne Jz.
Parma hatte unter Francesco I Sforza bis 1466 noch Kleingeld geprägt, danach überhaupt nicht mehr. Papst Julius II. vertrieb 1512 Kg. Ludwig XII. von Frankreich aus Parma und liess dort wieder Münzen prägen. Unter Leo X. entstand in Parma obige erste Münze mit Porträt.


Ducato o. J., Modena.   Ø 23 mm, 3,41 g.   CNI IX p.195 n.4; Muntoni 130; Friedb.404.
Vs.:   ·LEO·X·PONTIFEX - ·MAXIMVS·  
Rs.:   ·S·GEMINI✽ - ✽MVT·PONT·I·
Thronende Stadtheilige mit Stadtmodell, zu Füssen Medici-Wappen mit Kardinalshut und Schnüre.
Papst Julius II hatte die Stadt 1510 dem Haus Este abgenommen. Ks. Maximilian beanspruchte die Stadt als Reichslehn und erhielt sie 1513, um sie 1514, immer in Geldnot, an Leo X. für 40.000 Dukaten zu verkaufen. Die Stadt kam 1527 wieder zurück an das Haus Este.

Aussenseiter in Rom, der Niederländer Hadrian VI., 1522-1523


Clemens VII., 1523-1534
- Giulio de Medici, Neffe von Lorenzo d' Medici il Magnifico -
Clemens VII (*1478) wurde als Giulio de Medici geboren. Er war ein Neffe von Lorenzo il Magnifico sowie ein Vetter von Papst Leo X. Dieser machte ihn 1513 zum Erzbischof von Florenz und bald darauf zum Kardinal. Gleich nach dem Tod von Leo X. versuchte Clement Papst zu werden, doch musste er 2 Jahre bis zum Tod Hadrians VI. warten. Als Kardinal noch kaiserlich gesinnt, wandte sich der unentschlossene und wankelmütige Clemens nach der Wahl zum Papst Frankreich zu. Dem Sieg der kaiserlichen Truppen 1527 folgte der "Sacco di Roma", Roms Plünderung, und eine 7 monatige Festnahme des Papstes auf der Engelsburg. Der Friede von Barcelona (1529) führte zur Kaiserkrönung Karls V. (1530) in Bologna. Auf Clemens Wunsch besorgte der Kaiser die Rückgewinnung von Florenz für den Neffen (oder Sohn) des Papstes, Alessandro de Medici. Clemens hatte für die protestantische Bewegung in Deutschland keinerlei Verständnis. Er war weder bereit, Maßnahmen für eine katholische Kirchenreform zu ergreifen, noch dem Kaiser in der Konzilfrage entgegenzukommen. Er nahm aber Rücksicht auf Karl V., als Kg. Heinrich VIII. sich von Katharina von Aragón, einer Tante des Kaisers, scheiden lassen wollte und verwehrte dem englischen König seine Bitte.


Ducato, Modena.   Ø 23 mm, 3,42 g.  CNI IX 197/1; Muntoni 111; Berm.882; Friedb.406.
Vs.:   ◦CLEMENS◦VII◦PONT◦MAX◦(Zweig)
bartlose Büste mit Pluvial n.l., auf der Brust ein Medaillon mit den Köpfen von Petrus und Paulus.
Rs.:   ◦S◦GEMinianus◦MVT - INENsis◦EPiscopuS◦   "St. Geminianus, Bischof von Modena (lat. Mutina)"
Modenas Stadtheiliger St. Geminianus thront mit segnender Hand, Bischofsstab und Mitra.
Im Abschnitt zwei Wappen: Kardinal Salviati (Medici/Salviati mit Hut darüber) und Modena (Kreuz).


Giulio, Modena.    Ø 27 mm, 3,90 g.   CNI IX p.198 n.12; Muntoni 112; Berman 884.
Vs.:  ·CLEMENS·VII·PONT·MAX·  -  Büste mit geschmücktem Pluvial, Kameo mit Kopf des Hl. Petrus.
Rs.:   ·MVTIN - ENSES·    "aus Modena"
Medici-Wappen (6 Pillen) zwischen den Wappen von Kardinal Salviati und der Stadt Modena (Kreuz),
darüber päpstliche Insignien.
Die päpstliche Münzprägung in Modena endete 1527. Anlässlich des Sacco di Roma (1527) nutzte Alfons I. d'Este die Gelegenheit, Modena zurückzugewinnen, das Julius II. 1510 erobert hatte.


Doppio carlino, Rom.     Ø 28 mm, 5,50 g.   CNI XV p.386 n.61; Muntoni 44; Berman 841.
Stempel von Benvenuto Cellini

Vs.:   CLEMENS·VII·PONTifex·MAXimus   -   barhäuptige Büste, Pluvial mit Ranken als Ornament.
Rs.:   x  QVARE – DVBITASTI    "Warum hast du gezweifelt?" sagt Jesus zu Petrus.
Jesus schreitet über dem Wasser und hebt den halb versunkenen Petrus über die Wellen.
Das x (gekreuzte Pranken?) an der Schulter von Petrus ist das Münzzeichen des Giacomo Balducci.


Quarto di ducato (1525), Rom.     Ø 31 mm, 9,72 g.   CNI XV p.379 n.8; Munt.28; Berm.837.
CNI führt diese Münze als dreifachen Giulio. (1 ducato = 12 giulio)

Vs.:   ·CLEMENS·VII·PONTIFEX·MAX·  -   bartloses Brustbild mit Pluvial nach links.
Rs.:   geschossene Heilige Pforte zwischen Statuen der Heiligen Peter und Paul in Nischen.
Im Abschnitt:
·IVSTI·INTRA / RVNT·IN / ·EAM·   = Iusti Intrabunt Per Eam
"Die Gerechten werden durch sie eintreten"


Quarto di ducato, Rom.     Ø 32 mm, 8,80 g.   CNI XV p.385 n.56; Munt.29.1; Berm.838.
Vs.:   ·CLEMENS·VII·PONTIF·MAX·  -   kurzbärtige Büste in schlichter Kleidung n. links.
Rs.:   ·MISIT·Domin·ANGelum·SVVM· - ·LIBERAV· - ·ME
"Der Herr hat seinen Engel gesandt und befreit mich"   -   Petrus befreit von einem Engel.


Giulio, Rom.     Ø 28 mm, 3,79 g.   CNI XV p.385 n.56; Munt.48; Berm.843.
Vs.:   ·CLEMENS·VII· - PONT·MAX·  -   bärtige Büste links, Pluvial mit 2 Figuren geschmückt.
Rs.:   ·MISIT·DOMIN - ANGelum SVVM   "Der Herr hat seinen Engel gesandt"
Petrus befreit von einem Engel.   Abschnitt:
ROMA & Tatzenkreuz, das Münzzeichen von Giacomo Balducci.

Vergleiche das zeitgenössische von Sebastiano del Piombo ca. 1531 gefertigte Gemälde
und ein gespiegelter Ausschnitt daraus.


Bianco (o Leone o Gilio), Bologna.     Ø 27 mm, 4,01 g.   CNI 31; Munt.107; Berm.877.
·CLEM·VII·PONT·MAX·   //   ·BONONIA·MATER·STVDIORVM·


Giulio o. J., Parma.     Ø 27 mm, 3,32 g.   CNI IX p.428 n.6; Munt.118; Berm.843.
Vs.:   ·CLEMENS·VII·PONTI·MAX  -   bartloses Brustbild mit Pluvial nach rechts.
Rs.:   PARMAe· - ·DOMINVs   "Herr von Parma"   -   Medici-Wappen (6 Pillen) zwischen den Wappen von Kardinal Salviati und von der Stadt Parma (Kreuz), darüber päpstliche Insignien.

Paul III., 1534-1549
- Alessandro Farnese -
Er wurde 1468 als Alessandro Farnese geboren. Seine Schwester Giulia war Mätresse Papst Alexanders VI., ein Umstand, der seiner Karriere von Nutzen war. 25-jährig wurde er Kardinal. Als Papst schwankte er zwischen Karl V. und Franz I., immer bemüht seine Familie zu fördern. Sein Sohn Pier Luigi erhielt aus Kirchenbesitz Parma und Piacenza als erbliches Herzogtum. Der Enkel Ottavio heiratete Karls Tochter Margarete (von Parma). Paul III. setzte das Konzil von Trient (1545-63) ein, das von Karl V. zur Reintegration der Protestanten schon lange gefordert worden war. Paul unterstützte den Kaiser auch gegen den Schmalkaldischen Bund, aber nur bis zum Sieg von 1547. Danach wurde das Konzil verlegt und 1549 suspendiert. Paul III. unterstützte den jungen Jesuitenorden und die Gegenreformation. Er war der letzte große Kunstmäzen der Spätrenaissance.

 

Doppio fiorino di camera, Rom.  Ø 25 mm, 6,84 g.  CNI XV p.405 n.37; Muntoni 2; Friedb.62.
Vs.:   PAVLVS III PONT MAX  -  bärtige Büste n. l., im Pluviale ein Heiligenbild.
Rs.:   ·SANCTVS·PETRVS - (Mz.) - ALMA·ROMA  -  St. Peter im Boot mit Netz.
(Mz.) = Münzmeisterzeichen (gekreuzte Pranken?) des Giacomo Balducci.
Martinori (Annali della Zecca di Roma, Paolo III, Roma 1917) hat zurecht erklärt: "Dieser Doppeldukat von Paul III. übertrifft vielleicht alle anderen Münzen mit päpstlichen Bildnissen". Die Münze wurde eine Zeitlang Benvenuto Cellini zugeschrieben, wird nun aber zweifelsfrei Leone Leoni zugeordnet, der die Stempel 1539 fertigte, als sein Erzrivale Cellini wegen alter Verfehlungen im Gefängnis war.


Testone anno XII, Rom.   Ø 29 mm, 9,88 g.   CNI XV - [vgl.: p.400 n.1-7]; Muntoni vgl.33; Berman vgl.907.
Vs.:  ·PAVLVS·III·PONT·MAX   Brustbild mit Pluviale. Dahinter Münzmeisterzeichen. Unten: ·AN·XII·.
Rs.:   ·TV AVTEM IDEM IPSE ES·   "Du aber bleibest, wie du bist" [Psalm 101:28]
Jesus steht auf einem Postament zwischen 6 Gelehrten (Pharisäern).
Im Abschnitt: ·ALMA ROMA· / ·(Löwenkopf)·.


Bianco o. J., Bologna.     Ø 30 mm, ca.5,4 g.   CNI X p.87 n.22ff; Muntoni 103.
Vs.:   ·PΛVLVS·III·PONT·MΛX·  -  Brustbild im dekorierten Pluviale nach rechts.
Für den Schmuck des Pluvials - Rosetten, Arabesken und Laubranken - kennt man viele Varianten.

Rs.:   ·BONONIΛ·MΛTER·STVDIORVM·   "Bologna, Mutter wissenschaftlicher Betätigung"
Steigender Löwe mit wehendem Banner hier ohne Kardinalswäppchen.

Der Stempelschneider von Bologna kam ohne eine eigenen Punze für das A aus, wie bereits oben gesehen.
Bianco (it. weiß) heißt eine Silbermünze aus Bologna im Wert von 10 Bolognini oder 1/2 Lira, die ab 1538 ausgegeben wurde. Anfang des 17 Jh.s stieg sein Wert auf 12 Bolognini.


2/3 Paolo o. J., Bologna.     Ø 27 mm, 3,7 g.   CNI X p.89 n.40; Muntoni 105.
Diese Münze ist zu leicht, um als Paolo zu gelten.

Vs.:   ·PAVLVS·III·PONT·MAX·  -  Brustbild nach rechts im geschmückten Pluvial.
Rs.:   ·BONONIA· - ·DOCET·   "Bologna lehrt."
Wappen der Stadt Bologna (3 Lilien, Kreuz und "LIBERTAS") oben und unten mit Lilien und Laub gefasst.

Vergleiche das zeitgenössische von Tizian ca. 1543 gefertigte Gemälde (Öl auf Leinwand, 108x80cm, Neapel).

Julius (Giulio) III., 1550-1555
- Giovanni Maria Ciocchi del Monte -
Julius (*1487) hatte weltliches und geistiges Recht studiert und diente Papst Julius II. als Verwaltungs-fachmann und Kammerherr. Paul III. ernannte ihn 1536 zum Kardinal. Nach dessen Tod wurde er 1550 - nach einer 70-tägigen Konklave - als Kompromisskandidat zum Papst gewählt.
Julius hatte das Konzil von Trient vorbereitet und 1545-47 geleitet, auch während der Verlegung nach Bologna 1547-48. Er war sich der Notwendigkeit katholischer Reformen bewusst. Als Papst veranlasste er daher 1551-52 die Fortsetzung des Konzils und die Rückverlegung nach Trient. Es zeigt sich, dass er zu schwach war, um sich in der Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und Kg. Heinrich II von Frankreich durchzusetzen. Seither verhielt er sich politisch passiv und führte ein luxuriöses und indolentes Leben in der Villa Julia.
Wie seine Vorgänger nutzte Julius den Nepotismus, um seine Macht zu sichern und auszubauen. Dazu gehörte auch das Amt des Kardinalnepoten, das Papst Paul III. offiziell als Schlüsselposition eingeführt hatte. Das Amt wurde erst 1692 wieder abgeschafft. Einen Skandal löste Julius aus, als er dieses Amt mit seinem Geliebten besetzte, einem ehemaligen Straßenjungen.
Julius unterstützte die Jesuiten und bestätigte ihren Orden. Er gründete 1552 das Priesterseminar "Collegium Germanicum", um furchtlose Glaubenskämpfer für abtrünnige Gebiete Deutschlands auszubilden. Während seines Pontifikats machte Maria Tudor den Katholizismus wieder zur englischen Staatsreligion (1553).
Das Konzil von Trient fand in vier Sitzungsperioden zwischen 1545 und 1563 statt. Hauptanlass war die Notwendigkeit, auf die Forderungen und Lehren der Reformation zu reagieren. Kaiser Karl V. wollte eine Kirchenspaltung durch die Protestanten verhindern und hatte in Erwartung von Kirchenreformen 1548 das Augsburger Interim verfügt. Aber die Römische Kirche strebte nur die Verurteilung der Protestanten an und echte Reformen blieben aus. Weil auch die Protestanten das Interim ablehnten, musste des Kaisers Bruder Ferdinand das Interim 1552 zurücknehmen. 1555 kam der Augsburger Religionsfriede zustande, der die Glaubensspaltung festschrieb.


Fiorino di camera, A. II., Rom     Ø 18 mm, 3,38 g.   CNI XV p.? n.?; Muntoni 1; Friedb.66.
IVLIVS·III·Pontifex·Maximus·ANno·II   //   ·Sanctus·PETRVS·ALma·Roma


Giulio, Anno II, Rom.     Ø 28 mm, 3,24 g.   CNI XV p.430 n.55; Muntoni 16; Berm.992.
Vs.:   ·IVLIVS·III - ·P·M·Anno·II   -   Büste mit Tonsur und Pluvial n. l.
Rs.:   OMNIA·TVTA· - ·VIDES / ROMA   "Alles sieht er"
Roma als Legionärin in Rüstung sitzt n.l. auf einem Felsen und hält einen Lorbeerkranz.
Am Fuss das Münzmeisterzeichen AC (Bartolomeo Canobio).


Doppio bolognino, Bologna.    Ø 20 mm, 1,88 g.   CNI X p.95 n.25; Muntoni 71; Berman 1023.
Vs.:   ·IVLIVS·III·PONT·MAX·  -  Brustbild nach rechts.
Auf dem Pluvial ein Medaillon mit "3 Bergen" aus dem Wappen der del-Monte-Familie.

Rs.:   ·S·PETRONI - VS·DE·BOnonia - ·   -   Stehender St. Petronius mit Krummstab und Stadtmodell.


1/4 Ducato AN III (1552/53), Rom.    Ø 28 mm, 7,96 g.  CNI XV p.431 n.66; Muntoni 7; Berm.986.
Vs.:   IVLIVS·III - PONT·M·AN·III  -  Brustbild mit Tiara und Pluvial nach rechts.
Rs.:   Im Lorbeerkranz: GENS ET / REGNVM / QVOD NON / SERVIERIT / TIBI / PERIBIT
"(Welches) Volk und Reich dir nicht dienen wird, soll untergehen"
Darunter Münzzeichen AC.


Medaille 1554, Rom.     Ø 48 mm, 46,54 g.   Lawrence 96; Eimer 31b (dies Ex.); MI 70/15.
Von Giovanni da Cavino auf die Rückkehr Englands zur Katholischen Kirche unter Königin Mary.
Vs.:   IVLIVS TERTIVS - ·PONT·MAX·A·V·  
Rs.:   ANGLIA RESVRGES   "England, mögest du auferstehen ..."
Der Papst reicht die Hand der knienden Personifikation Englands; hinter ihr liegen Bogen und Köcher.
Kardinal Pole und Ks. Karl V. stehen dahinter. Rechts schauen sich Philipp II. und Königin Mary an.
Im Abschnitt:
VT NVNC / NOVISSIMO / DIE   "... jetzt wie am Jüngsten Tag"

Siehe das Ölgemälde (aus dem Kreis des Girolamo Siciolante, 105x86cm) im Rijksmuseum Amsterdam.

Paul IV., 1555-1559
- Giampietro Carafa -
Paul (*1476) stammt aus Neapel. Er verdankte, wie viele seiner Vorgänger auch, seinen Aufstieg der Verwandtschaft, insbesondere den Kardinälen Oliviero Carafa und Alessandro Carafa dem Jüngeren. Vor seinem Pontifikat war er unter anderem als Nuntius in Europa unterwegs, so 1505/06 in Neapel, 1513 in England und 1515 in Spanien. Er war Mitbegründer des Ordens der Theatiner. 1518 wurde er Erzbischof von Brindisi und 1549 Erzbischof von Neapel. Paul war zudem Mitglied eines reformatorischen Konzils, des "consilium de emendanda ecclesia". Außenpolitisch führte Paul gespannte Beziehungen zu den Habsburgern, begründet in persönlicher Abneigung gegenüber Karl V. Um den habsburgischen Einfluss in Spanien zu unterbinden, schloss der Papst mit Kg. Heinrich II. von Frankreich 1555 ein Militärbündnis. In der Folge kam es jedoch zu einem Angriff des Herzoges Fernando Alba auf den Kirchenstaat, und Paul musste 1557 einen Friedensvertrag unterzeichnen. Den Augsburger Religionsfrieden von 1555 zwischen Protestanten und Katholiken lehnte er ab, ebenso eine Fortsetzung des Trienter Konzils, da er Reformen eigenmächtig durchführen wollte und nicht erst nach Beschluss eines Konzils. Innerhalb des Kirchenstaates ging Paul stark gegen Abweichler vor, baute die Inquisition aus und machte sie zur wichtigsten Behörde in Rom. Auch gegen Juden ergriff er Maßnahmen. Unter Paul IV. erlebte der Nepotismus eine "Blüte", bis er die Machtgier seiner von ihm geförderten Neffen erkannte und sie beide aus Rom verbannte.
Quelle: Ganzer, K.: Paul IV., in: Kasper, W. (Hg. u.a.): Lexikon der Päpste und des Papsttums, Freiburg (u.a.) 2001, S.279ff.


Bianco o. J., Bologna.     Ø 29 mm, 4,88 g.   CNI X p.99 n.8; Muntoni 49; Berman 1048.
Vs.:   ·PAVLVS·IIII·PONT·MAX·   -   Büste n. r. im geschmückten Pluvial.
Rs.:   ·BONONIA·MATER·STVDIORVM   "Bologna, Mutter wissenschaftlicher Betätigung"


Bronzemedaille, An V.     Ø 24 mm, 6,61 g.   Mazio 81; Lincoln 580.
Vs.:   ·PAVLVS·IIII·PONT·MAX·AN·V·   -   Büste n. r. im geschmückten Pluvial.
Rs.:   BEATI·QVI·CVSTODIVNT·VIAS·MEAS   "Selig sind die, welche meine Wege hüten"
Drapierte und nimbierte Büste Jesus links.

Vergleiche den Holzschnitt von Onofrio Panvinio (1529-68)

Lit.:
• Muntoni, Francesco: Le monete dei papi e degli Stati Pontifici, 4 vol.: vol.1: da Adriano I a
  Paolo VI (772-1559). Roma, 1972-73
• Berman, Allen: Papal Coins, Attic Books, New York, 1991
• Friedberg, A. & I.: Cold Coins of the World, 8th ed. (2009)
• Corpus Nummorum Italicorum (CNI), Indici vol. I-XX :  Rom (vol.XV), Bologna (vol.X), Modena (vol.IX), ...
• Levinson, R.: The Early Dated Coins of Europe, 1234-1500, 2007. _ Google-Leseprobe

Startseite Karl V.  /  Charles V TOUR:  Parma und Piacenza