Startseite Karl V. TOUR :   Philipp II.

      Karls weibliche Verwandte      

Karls Tante :   Margarete von Österreich

Karls vier Schwestern :   Eleonore ,   Isabella ,   Maria von Ungarn ,   Katharina

Karls Gemahlin :   Isabella von Portugal

Karls drei Töchter :   Maria ,   Johanna ,   Margarete von Parma

Diese Frauen spielten für Karls Politik eine grosse Rolle. Im Rahmen seiner Heiratspolitik benutzte er sie einerseits rücksichtslos für seine politisch-dynastischen Pläne, andererseits konnte er sich auf ihre Ergebenheit verlassen, wenn sie ihm als Statthalterinnen dienten. Ihre Bildnisse wurden auf Medaillen überliefert, einer Schöpfung der Renaissance.


 

Karls Tante :   Margarete von Österreich   (*1480   †1530)
Gemahlin von Infant Johann (†1497) und Philibert II. der Schöne (†1504),
Regentin der Niederlande 1507-15 & 1522-30.
Die Tochter Ks. Maximilians wurde 1483 mit dem franz. Dauphin verlobt und in Frankreich erzogen. Ihr Verlobter, inzwischen König von Frankreich, verstieß sie 1491, und Margarete ging zurück nach Mecheln. 1497 heiratete sie Johann, den spanischen Infanten und Thronfolger, der jedoch bereits wenige Monate nach der Hochzeit starb - angeblich hatte er sich in der ehehlichen Leidenschaft verausgabt. Ihr Kind wurde tot geboren, und 1500 war Margarete zurück in den Niederlanden. 1501 heiratete sie Herzog Philibert von Savoyen, war aber bereits 1504 wieder Witwe, nach kurzer glücklicher Ehe. Eine Wiederverheiratung schloss Margarete aus. Als ihr Bruder Philipp der Schöne starb, wurde Margarete 1507 Regentin der Niederlande, als Statthalterin für Philipps Sohn Karl, den späteren Kaiser. Sie kannte ihren Neffen seit seiner Taufe 1500, zog ihn bei sich in Mecheln auf und diente zeitlebens seinen Interessen. Ihre Regentschaft endete zunächst 1515, als Karl für volljährig erklärt wurde, doch als Ks. Karl 1522 nach Spanien reisen wollte, übertrug er ihr erneut die Regentschaft. Sie war eine tüchtige Regentin, die sich darum bemühte, die Interessen des Landes zu vertreten, während sie gleichzeitig die Mittel für Karls Feldzüge aufzutreiben versuchte. 1529 handelte sie mit der Mutter von Franz I. den legendären "Damenfrieden" von Cambrai aus, der den 2. Krieg zwischen Ks. Karl und Kg. Franz I. von Frankreich beendete.
Margarete war eine aussergewöhnliche Persönlichkeit. Ihr Hof in Mecheln wurde ein Zentrum der Humanisten und Künstler.
Begraben wurde sie in Bourg-en-Bresse (im franz. Jura) neben ihrem geliebten Philibert.

The British Museum, London
Medaille, 1502, Bourg-en-Bresse.     Guss von Jean Marende.   Ø 98mm   Mazerolle 3/11-12 (1904)
Widmungsgeschenk der Stadt Bourg-en-Bresse zur Hochzeit im Jahr 1501.

Av.:   PHiLiBERTVS·DVX·SABAVDiE·VIII·MaRGVArita·MAXImiliani·CAEsaris·AVGusti· FIlia·Ducissa·SAbaudiae:
"Philibert, 8. Herzog von Savoyen und Margarete, Tochter Maximilians, Cäsar Augustus, Herzögin von Savoyen"
Büsten Philibert von Savoyen und Margarete von Österreich, im Feld Savoyer Knoten und Margariten.

Rev.:   GLORiA IN ALTiSsiMiS·DEO ET IN TERRA PAX·HOMINIBVS : BVRGVS:

"Ehre dem höchsten Gott und Frieden auf Erden : Bourg"
Wappen von Savoyen (Kreuz) und Habsburg: Österreich, Burgund (alt und neu), Brabant und Flandern (Löwen). Darüber ein "Liebesknoten", Zeichen wahrer Freundschaft und treuer Hingabe. An den Seiten Knoten, Margaritten und die Buchstaben FE-RT.
FERT, Wahlspruch von Savoyen, steht vielleicht für "foedere et religione tenerum" = "Einheit und Religion stützt us"


 

Karls älteste Schwester :   Eleonore   (*1498   †1558)
Gemahlin von Emanuel I., Kg. von Portugal ,     Gemahlin von Franz I., Kg. von Frankreich.
Die in Brüssel geborene Eleonore wurde zusammen mit Karl und den älteren Schwestern bei ihrer Tante Margarete in den Niederlanden erzogen. Karl benutzte die Schwester für seine Heiratspolitik: Sie musste ihrer Zuneigung zum Pfalzgraf Friedrich abschwören, damit Karl sie 1519 an den 50-jährigen buckligen König Manuel den "Prächtigen" von Portugal verheiraten konnte, der bereits mit zweien ihrer Tanten verheiratet gewesen war. Eleonore war nach zwei Jahren schon Witwe. Karl verheiratete sie nun mit Franz I. von Frankreich, der zu diesem Zeitpunkt sein Gefangener war. Franz widerrief nach seiner Freilassung 1526 alle Friedensabmachungen mit Karl, aber die Ehe mit Eleonore wurde 1529 im "Damenfrieden von Cambrai" bestätigt. Eleonore kam schließlich 1530 an den französischen Hof, aber sie konnte dort weniger Einfluß nehmen als Franz's Mätresse. Eleonore bemühte sich um Ausgleich zwischen Franz und Karl. So schlug sie ihrem Bruder 1542 (vergeblich) vor, eine Tochter von Franz zu heiraten. Nach dem Tod von Franz 1547 lebte sie in Brüssel. Nach Karls Abdankung 1556 begleitete sie den Bruder nach Spanien, wo sie 1558 starb.


Silbermedaille (um 1538).     gegossen und überarbeitet   Ø 42mm   Habich I/1166
Av.:   ·FRANCISCVS·I·Dei·Gratia·REX·FRANCIE
"Franz I., von Gottes Gnaden König von Frankreich"     Büste Franz I.
Rev.:   FRANCISCI·I·FRANCORVM·REGIS·EtCetera·LEONORA·CONIVNX
"Eleonore, Gattin von Franz I. König der Franken, etc."     Büste Eleonore.
Anlaß für die Schaffung dieser Medaille war möglicherweise das Treffen Karls V. mit Franz I. im Jahr 1538, an dem in Aigues Mortes auch Eleonore teilnahm. Die Medaille des Wiener Münzkabinetts wurde stark überarbeitet, sie ist jedoch eines der wenigen Exemplare mit dieser Vorder- und Rückseitenkombination. Das Porträt Franz I. ist sonst einseitig oder mit einer anderen Rückseite verbunden.



 

Karls Schwester :   Isabella   (*1501   †1526)
Gemahlin von Christian II., Kg. von Dänemark.
Isabella wurde wie Karl in Brüssel geboren und bei ihrer Tante Margarete erzogen. Ks. Maximilian I. verheiratete sie 1515 mit Kg. Christian II. von Dänemark, der nach dem Stockholmer Blutbad 1520 sein Königreich verlor und den Beinamen "Nero des Nordens" erhielt. Isabella starb bereits mit 25 Jahren. Ihre Töchter Dorothea und Christine wurden in die Obhut ihrer Tante Margarete gegeben. Karl benutzte auch sie rücksichtslos für seine Heiratspolitik.


 

Karls liebste Schwester :   Maria von Ungarn   (*1505   †1558)
Gemahlin von Ludwig II., Kg. von Ungarn ,     Statthalterin der Niederlande 1531-1556.
Maria wurde 1505 in Brüssel geboren. Ihre Eltern gingen bald nach ihrer Geburt nach Spanien und Maria lernte sie nie kennen. So wurde sie in Mecheln von ihrer Tante Margarete in burgundischer Tradition erzogen. Sie war kaum 6 Monate alt, da versprach sie Ks. Maximilian bereits dem noch nicht geborenen Prinzen Ludwig, Sohn des böhmisch-ungarischen Königs. Sie war zehn, als sie ihn 1515 in Wien heiratete. Es war eine Doppelhochzeit, denn ihr Bruder Ferdinand heiratete gleichzeitig Anna von Böhmen, allerdings wurde er dabei von seinem Großvater Ks. Maximilian vertreten. Maria und ihre neue Schwägerin Anna bereiteten sich anschließend in Innsbruck auf ihre zukünftigen Rollen vor.
1521 fuhr die mutige Maria nach Buda zu ihrem Ehemann, der sowohl von den Türken als auch von den ungarischen Magnaten bedrängt wurde. Maria und Ludwig gelang es, ihre Krönung zu Königen von Ungarn und Böhmen durchzusetzten. Sie erlebten einige glückliche Ehejahre in einem chaotischen Umfeld, bis Ludwigs Armee 1526 völlig unvorbereitet einer türkischen Übermacht gegenüberstand. Ludwig verlor in der Schlacht bei Mohacs sein Leben und Maria musste nach Preßburg fliehen. Es gelang ihr, die Erbansprüche ihres Bruders Ferdinand so lange gegen den Magnaten Zápolya zu verteidigen, bis Ferdinand sich durchgesetzen konnte.
Eine Wiederheirat lehnte Maria ab. Sie war eine leidenschaftliche Reiterin, Jägerin und Falknerin, war hoch gebildet und interessierte sich für die "Neue Religion", sehr zum Mißfallen ihrer Brüder. Nach dem Tod der Tante Margarete wurde sie 1531 ihre Nachfolgerin als Karls Statthalterin der Niederlande. Maria verehrte Karl und vertrat ihn zuverlässig und geschickt. Als der Kaiser 1556 zurücktrat, tat sie das gleiche und begleitete ihn nach Spanien, wie ihre Schwester Eleonore. Ihr Neffe Philipp II. bat Maria 1558 um ihren Beistand in den Niederlanden, aber Maria starb auf der Hinreise.


Silbermedaille (vor 1549).   Stempel von Neufahrer, Linz.   Ø 34mm, 17,2g.   Markl 1989; Habich I/1407
Av.:   +MARIA·REGINA·VNGariae:VIDVA·CAROLI·CESAris:ET·FERDInandi·REgis:SORor
"Maria Königin von Ungarn, Witwe, Schwester von Kaiser Karl und König Ferdinand"     Büste mit Haube.
Rev.:   +IN·PACIENCIA·POSSIDEBITIS·ANIMAS·VESTRAS·LVCE·XXI
"Mit Standhaftigkeit (Ausdauer) werdet Ihr euer Leben gewinnen. Lukas 21" (Vers 19)
Sitzende Hirtin (Patientia), vorn Schafe, hinten Burg, darüber Wolke und Engel mit Kreuz.

In Anbetracht der Gesichtszüge Marias kommen wohl die vierziger Jahre des 16.Jh. als Entstehungszeit in Frage, obwohl in der Umschrift nicht die Statthalterwürde der verwitweten Königin, die sie seit 1530 innehatte, erwähnt wird.     [Münzkabinett im KHM]


 

Karls jüngste Schwester :   Katharina   (*1507   †1578)
Gemahlin von Johann III., Kg. von Portugal ,   Regentin für Enkel Sebastian 1557-68.
Ihre Kindheit verbrachte sie bei ihrer geisteskranken Mutter in Tordesillas. Sie heiratete 1524 Kg. Johann III. von Portugal (1502-57). Die energische Katharina konnte die portuguisische Politik beinflussen, die staatliche Inquisition einführen und die Ehepläne ihres Bruders Karl durchsetzen: ihre Kinder Maria und Johann gingen eine Doppelehe mit Karls Kindern Philipp und Johanna ein. Nach dem Tod ihres Sohnes (1554) und ihres Ehemannes (1557) wurde sie Regentin für ihren labilen Enkel Sebastian, bis dieser 1568 mündig wurde.


 

Karls Gemahlin :   Isabella von Portugal   (*1503   †1539)
Regentin in Spanien 1529-33 & 1535-36.
Isabella wurde 1503 in Lissabon geboren als älteste Tochter des Königs Emanuel von Portugal und Maria, einer Schwester von Karls Mutter. Isabellas Eltern und die spanischen Cortes betrieben die Verbindung mit Karl und boten eine horrende Mitgift, aber Karl ließ sich Zeit. 1526 heiratete Karl schließlich seine schöne Cousine in Sevilla, ohne sie vorher gesehen zu haben. Die Flitterwochen verbrachten sie in der Alhambra.
Isabella und Karl wurden drei Kinder geboren: 1527 Philipp, der spätere König von Spanien, 1528 Maria, die spätere Ehefrau Maximilians II., und 1535 Johanna, die spätere Ehefrau von Johann von Portugal.
Während Karls Abwesentheit von Spanien in den Jahren 1529-33 und 1535-36 vertrat ihn Isabella als zuverlässige und verständige Regentin. Isabella starb 1539 in Toledo, 38-jährig, nach der 7. Schwangerschaft in 12 Jahren. Sie wurde nach Granada in die Grabkapelle der Katholischen Könige überführt. Eine Wiederverheiratung lehnte Karl strikt ab.


Bronzemedaille (um 1550).   Guss, Modell von Leone Leoni.    Ø 36 mm   Armand I,168,24 ; Bernhart 169
zur Erinnerung an Karls verstorbene Gemahlin
Av.:   IMP·CAES·CAR - OLVS V·AVG     Belorbeerte Büste Karls V.
Rev.:   DIVA·ISABELLA·CA - ROLI·V·VXor     Büste Isabellas.

Bernhart kennt zu obiger Vorderseite drei verschiedene Rückseiten:
-   wie oben   (Silber, Ø 36,5 mm)
-   Die Säulen im Meer.   Im Feld PLVS - VLTRA   (Silber, Ø 37,5 mm)
-   FERDINAND - ROM.IMP.ELECTVS.   Brustbild v. r., bärtig, barhäuptig, mit Harnisch.   (Silber, Ø 36 mm)

Weitere Werke Leone Leonis auf dieser Website:
Medaille auf Andrea Doria mit Selbstbildnis (1541) ,   Medaille mit dem Sturz der Titanen (1549) ,
Münzen aus Mailand mit dem Bildnis Ks. Karls V.



 

Karls Tochter   Maria   (*1528   †1603)
Gemahlin von Ks. Maximilian II.
Maria wurde zusammen mit ihrem Bruder Philipp II. erzogen. Ihr Hauptinteresse war der Katholizismus. Sie lebte ihn in einer exaltierten Form, darin nur noch von ihrer Schwester Johanna übertroffen.
1548 heiratete sie in Valladolid ihren Cousin Maximilian (1564 Ks. Maximilian II.), der die Reise nach Spanien nur widerwillig angetreten hatte, u.a. weil er mit dem Protestantismus sympathisierte. Beide wurden glücklich und bekamen 16 Kinder, darunter die späteren Kaiser Rudolf II. und Matthias sowie Anna, die Marias Bruder Kg. Phillip II. den langersehnten Thronfolger schenkte. Maria sorgte für die streng katholische Erziehung ihrer Kinder. Die Spannungen zwischen ihrem Ehemann Maximilian II. und ihrem Bruder Phillip II. konnte sie nicht mildern. 1581, fünf Jahre nach Maximilians II. Tod, zog sie sich nach Spanien zurück, wo sie einsam und verbittert starb.


Bronzierte Bleimedaille (um 1551).     Modell von J. da Trezzo.   Ø 62mm   Domanig 52
MARIA AVSTriae REGina BOEMiae - CAROLI V IMPeratoris FIlia

"Maria von Österreich, Königin von Böhmen, Tochter Kaiser Karls V."


 

Karls Tochter   Johanna   (*1535   †1573)
Gemahlin von Prinz Johann von Portugal ,   Regentin in Spanien 1554-59.
Johanna war die jüngste Tochter Karls. Sie war erst 4 Jahre alt, als ihre Mutter starb. 1552 heiratete sie den portugiesischen Thronfolger Johann, der aber bereits 1554 starb, kurz vor der Geburt des Sohnes Sebastian. Johanna kehrte daraufhin an den spanischen Hof zurück, um die Regentschaft über Spanien zu übernehmen, bis Philipp II. 1559 die Regierung selbst übernahm. Sie starb 38-jährig im Escorial.


Bronzemedaille (um 1552).     Guss, Modell von J. da Trezzo.     Ø 63mm   Domanig 49
Av.:   IOANNA AVSTRiae CAROLI - V IMPeratoris FILIA     Büste mit flachem Barett
Rev.:   CONNVBII - FRVCTVS     "Frucht der Ehegemeinschaft"
Thronende Ceres, zu ihren Füßen ein Hase, am Stuhlbein die Büste des Mars.
Ceres ist die römische Göttin des Ackerbaues, der Fruchtbarkeit und der Ehe.



 

Karls Tochter   Margarete von Parma   (*1522   †1586)
Gemahlin von Alessandro de Medici ,   Gemahlin von Ottavio Farnese ,
Statthalterin der Niederlande 1559-67.
Margarete, vorehliche Tochter von Karl und der Magd Johanna van der Gheenst, wurde von der Mutter getrennt und in einer Brüsseler Familie standesgemäss erzogen. 1529, anlässlich der Versöhnung mit Papst Clemens VII., versprach Karl seine 7-jährige Tochter Alessandro de Medici - angeblich ein Neffe des Papstes, vermutlich aber sein Sohn und ein bekannter Wüstling. Karl sah seine Tochter zum ersten Mal bei ihrer Heirat 1536 in Neapel. Im Jahr darauf wurde der zügellose Alessandro ermordet und Margarete war mit 15 Jahren bereits Witwe. Das neue Oberhaupt der Medici, Cosimo, hätte Margarete gerne geheiratet. Sie war auch nicht abgeneigt, aber der Kaiser hatte andere Pläne. Der neue Papst Paul III. aus dem Hause Farnese suchte eine Frau für seinen Enkel Ottavio Farnese (nach 1547 Hg. von Parma). Zu dieser Heirat wurde Margarete von Karl gezwungen. Sie willigte erst 1543 in die Ehe mit Ottavio ein, als dieser von Karls Expedition nach Algier zurückkam.
1556 musste sie ihren geliebten 11-jährigen Sohn Alessandro an den spanischen Hof Philipps II. abgeben. Philipp II. ernannte sie 1559 zur Statthalterin der Niederlande. Sie bemühte sich um Ausgleich zwischen dem König in Spanien und den Niederländern, war aber den Problemen am Vorabend des Aufstandes nicht gewachsen. Der König schickte schließlich 1567 den Blutherzog Alba in die Niederlande. Alba war ausgestattet mit einem Heer und mit Vollmachten, die Margarete praktisch entmachteten. Margarete legte noch im selben Jahr ihr Amt nieder und kehrte nach Parma zurück. Als Philipp II. sie 1580 noch einmal um eine Friedensmission in den Niederlanden bat, scheiterte sie an ihrem Sohn Alessandro und seinen militärischen Operationen. 1583 wurde ihr Sohn Statthalter der Niederlande, und Margarete zog sich endgültig nach Italien zurück.


Silbermedaille, 1567.     Guss, Modell von Jakob Jonghelinck.   Ø 33mm   Domanig 65 (einseitig)
Av.:   MARGARETA·DE·AVSTRIA·Ducissa·Parmea·ET·Placentiae·GERManiae·INFERioris·Gubernatrix
"Margarete von Österreich, Herzogin von Parma und Piacenza, Gouverneurin der Niederlande"
Büste, am Armabschnitt "AETatis 45"   "im Alter von 45"

Rev.:   A·DOMINO·FAC TVM·EST·ISTVD   "Dies ist von dem Herren gemacht"
Amazone mit Schwert, Palm- und Lorbeerzweig in stürmischer Landschaft von vier Winden angeblasen,
unten Jahreszahl 1567.   Die alegorische Figur stellt Margarete dar.

Anlaß der Medaille war die Wiederherstellung der Ordnung, kurz bevor sie die Niederlande verließ.



Biographische Referenzen :
Rosine De Dijn ,   Des Kaisers Frauen, eine Reise mit Karl V. von Flandern durch Deutschland bis zur Estremadura, DVA 2000
Sylvia Jurewitz-Freischmidt ,   Karl V. und seine Regentinen, Katz 2000


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