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Heinrich VIII., König von England 1509-1547
Eduard VI., König von England 1547-1553 Maria Tudor, Königin von England 1553-1558 |
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Eduard VI. , König von England 1547-1553
auf Münzen Eduard VI., Sohn Heinrichs VIII. und seiner dritten Ehefrau Jane Seymour, wurde 1537 geboren. Er war der lang ersehnte männliche Nachkomme. Er bestieg den Thron als 10-jähriger, starb aber bereits 1553 an Tuberkulose. Als Anhänger der Reformation stimmte er seinem Regenten zu, dass nicht die streng katholische Halbschwester Maria, sondern eine entfernte Verwandte seine Nachfolge antreten sollte.
Medaille 1547 - Künstler unbekannt
, ausgestellt im Münzkabinett München. |
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Maria Tudor, Königin von England 1553-1558
auf Münzen Die 1516 geborene Tochter von König Heinrich VIII. und Katharina von Aragon wurde nach des Vaters Scheidung von ihrer Mutter getrennt und von der neuen Königin Anna Boleyn erniedrigt. Nach Annas Hinrichtung erreichte die dritte Ehefrau Heinrichs VIII. eine Versöhnung zwischen Vater und Tochter: die streng katholische Maria mußte die Ehe ihrer Mutter als illegitim bestätigen und ihren Vater als Oberhaupt der Englischen Kirche anerkennen. Als ihr Halbbruder Eduard dem Vater auf den Thron folgte wuchs der Druck der Reformierten auf Maria und die katholische Opposition weiter. Nach Eduards Tod musste Maria zunächst fliehen, konnte aber ihren legitimen Thronanspruch schnell durchsetzen.
Maria war vorübergehend mit ihrem Cousin, Karl V. verlobt, der sich letztlich anders entschied. Spätere Bewerber aus dem katholischen Ausland hatte ihr Vater aus politischem Kalkül abgelehnt. Nachdem die 37-jährig Maria 1553 Königin geworden war, heiratete sie 1554 den 11 Jahre jüngeren Philipp II., der sich auf Anraten seines Vaters Ks. Karl V. beworben hatte. Die Ehe blieb kinderlos, und der in England ungelittene Gemahl zog weiter in die Niederlande. Nun setzte eine militante Verfolgung der Reformierten ein, die Maria den Beinamen "die Blutige" einbrachte, obwohl viel weniger Scheiterhaufen brannten als in den spanischen Niederlanden. Eine spätere Allianz mit Philipp, inzwischen König von Spanien, führte zum Verlust von Calais, der letzten englischen Festlandsbesitzung. Zur Nachfolgerin bestimmte Maria ihre Halbschwester Elisabeth, die ihre Rekatholisierung rückgägig machte, die endgültige Festigung der englischen Nationalkirche erreichte und mit der Abwehr der spanischen Armada Philipps II. den Aufstieg Englands zur weltweiten Seemacht einleitete.
Vergleiche den mezzo ducato, o.J.(1554-6)
aus Neapel mit entsprechender Rückseite.
Auf beiden Seiten in Bildmitte ein Zentralpunkt.
Vergleiche das Bildnis von Maria auf obiger Münze und auf nachfolgender Medaille.
Lit.: S.K. Scher (Ed.), The Currency of Fame, Portrait medals of the Rennaissance, 1994.
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