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Heinrich VIII., König von England 1509-1547
Eduard VI., König von England 1547-1553 Maria Tudor, Königin von England 1553-1558 |
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Eduard VI. , König von England 1547-1553
Eduard VI., Sohn Heinrichs VIII. und seiner dritten Ehefrau Jane Seymour, wurde 1537 geboren. Er war der lang ersehnte männliche Nachkomme. Er bestieg den Thron als 10-jähriger, starb aber bereits 1553 an Tuberkulose. Als Anhänger der Reformation stimmte er seinem Regenten zu, dass nicht die streng katholische Halbschwester Maria, sondern eine entfernte Verwandte seine Nachfolge antreten sollte.
shilling, o.J. (1551-53), London. Münzzeichen Faß. Ø 33mm, 6,08g. Seaby 2482 Av.: gekrönter Kopf von vorne zwischen Rose und 'XII' (Wertangabe 12 pence) :EDWARD'.VI:Dei'.Gratia'.AnGLiae.FRAnciae:Z(et):HIBerniae'REX: (Mz. Faß) "Eduard VI von Gottes Gnaden König von England, Frankreich und Irland" Rev.: königliches Wappen auf Langkreuz (Faß) POSVI - DEVm.A - DIVTOR - E' MEV' "Ich habe Gott zu meinem Beistand gemacht."
1/2 Sovereign o.J. (1549-50), London. GOLD, Ø 32mm, 5,42g. Seaby 2438 ; Fb.181 Av.: gekrönte Büste, Reichsapfel auf der Krone EDWARD'.VI:Dei':Gratia':AnGLiae.FRAnciae:Z(et):HIBerniae'REX (Schwan) "Eduard VI von Gottes Gnaden König von England, Frankreich und Irland" (Münzzeichen) Rev.: gekröntes ovales Wappen, zu den Seiten E - R (Edward - Rex) SCVTVM¤FIDEI¤PROTEGIT¤EVM (Schwan) "Der Schild des Glaubens schützt ihn (den König)" (Münzzeichen)
Medaille 1547 - Künstler unbekannt
, ausgestellt im Münzkabinett München. |
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Maria Tudor, Königin von England 1553-1558
Die 1516 geborene Tochter von König Heinrich VIII. und Katharina von Aragon wurde nach des Vaters Scheidung von ihrer Mutter getrennt und von der neuen Königin Anna Boleyn erniedrigt. Nach Annas Hinrichtung erreichte die dritte Ehefrau Heinrichs VIII. eine Versöhnung zwischen Vater und Tochter: die streng katholische Maria mußte die Ehe ihrer Mutter als illegitim bestätigen und ihren Vater als Oberhaupt der Englischen Kirche anerkennen. Als ihr Halbbruder Eduard dem Vater auf den Thron folgte wuchs der Druck der Reformierten auf Maria und die katholische Opposition weiter. Nach Eduards Tod musste Maria zunächst fliehen, konnte aber ihren legitimen Thronanspruch schnell durchsetzen.
Maria war vorübergehend mit ihrem Cousin, Karl V. verlobt, der sich letztlich anders entschied. Spätere Bewerber aus dem katholischen Ausland hatte ihr Vater aus politischem Kalkül abgelehnt. Nachdem die 37-jährig Maria 1553 Königin geworden war, heiratete sie 1554 den 11 Jahre jüngeren Philipp II., der sich auf Anraten seines Vaters Ks. Karl V. beworben hatte. Die Ehe blieb kinderlos, und der in England ungelittene Gemahl zog weiter in die Niederlande. Nun setzte eine militante Verfolgung der Reformierten ein, die Maria den Beinamen "die Blutige" einbrachte, obwohl viel weniger Scheiterhaufen brannten als in den spanischen Niederlanden. Eine spätere Allianz mit Philipp, inzwischen König von Spanien, führte zum Verlust von Calais, der letzten englischen Festlandsbesitzung. Zur Nachfolgerin bestimmte Maria ihre Halbschwester Elisabeth, die ihre Rekatholisierung rückgägig machte, die endgültige Festigung der englischen Nationalkirche erreichte und mit der Abwehr der spanischen Armada Philipps II. den Aufstieg Englands zur weltweiten Seemacht einleitete.
shilling 1554. Ø 30mm , 5,84g. Seaby 2500 Av.: Brustbilder von Philipp II. und Maria einander gegenüber, darüber Krone und Jahreszahl PHILIPpus·ET·MARIA·Dei·Gratia·Rex·ANGliae·FRanciae·NEAPolis·PRinceps·HISPaniarum Rev.: Gekröntes Wappen (halb spanisch, halb englisch), darüber 'X' - 'II' (Wertangabe 12 pence) POSVIMVS·DEVM·ADIVTOREM·NOSTRVM "Gott haben wir zu unserem Beistand gemacht" Zum Vergleich: mezzo ducato, o.J.(1554-6)
aus Neapel mit entsprechender Rückseite.
Auf beiden Seiten in Bildmitte ein Zentralpunkt.
Vergleiche das Bildnis von Maria auf obiger Münze und auf nachfolgender Medaille.
Goldmedaille von Jacopo da Trezzo, gegossen und ziseliert um 1555. Ø 69mm , 183,5g. London, The British Museum Av.: Hüftbild, Haube mit Edelsteinen, reich besticktes Kleid, eine Brosche mit Perle als Anhänger, am unteren Rand die Signatur IAC TREZ des Medailleurs MARIA · I REGina · ANGLiae · FRANCiae · ET · HIBerniae · FIDEI · DEFENSATRIX "Maria I, Königin von England, Frankreich und Irland, Verteidigerin des Glaubens"
Rev.: gekrönte Maria thront als Pax, hält Palm- und Lorbeerzweig und zündet mit einer Fackel die am Boden liegenden Rüstungen an, im Hintergrund Tempel, oben strahlende Sonne, unten Wasser. Hinter ihr regnet es auf eine Gruppe von Bittstellern, die von Regen und Sturm bedrängt werden.
CECIS VISVS TIMIDIS · QVIES "Sehkraft den Blinden, Gelassenheit den Ängstlichen"
Lit.: S.K. Scher (Ed.), The Currency of Fame, Portrait medals of the Rennaissance, 1994.
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