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Hl. Vinzenz von Saragossa/Valencia
Festtag: 22. Januar
auf Münzen von Portugal, Bern, Salzburg



Portugal, Kg. Sebastiao I., 1557-78 :   São Vicente o. J., Porto.     Ø 29 mm, 7,49 g.   Friedb.37.
Vs.:   SEBASTIANVS:I:REX PORTVGALIÆ E   -   gekröntes Wappen zwischen P - O.
Rs.:   ZELATOR:FIDEI VS - QVE:AD MORTEM
"Verkünder des Glaubens (ist er) bis an sein Lebensende"
St. Vincentius steht r. mit Palmzweig und Schiff zwischen zwei Sternen.


Der im spanischen Saragossa geborene Vinzenz wurde von Valerus, dem Bischof seiner Heimatstadt, zum Diakon geweiht, und er zählt daher, zusammen mit St. Stephan und St. Lorenz, zu den drei heiligen Diakonen. Während der diokletianischen Christenverfolgung wurden Bischof Valerus und sein Diakon in Valencia im Jahre 304 eingekerkert. Der Bischof wurde schließlich verbannt, Vinzenz aber auf grausamste Weise gemartert. Er wurde mit Lanzen gestochen, an eine Säule gebunden gegeißelt, auf Scherben geworfen und auf einem Roste gebrannt, doch blieb er, wie der heilige Ambrosius schrieb, unbesiegt. Am Ende erlag der Märtyrer, der nach der Legende in seinen Leiden von einem Engel getröstet wurde, seinen Verletzungen. Die Leiche wurde, eingenäht in eine Ochsenhaut, in das Meer geworfen, aber bald wieder ans Ufer gespült.
Der Heilige, dessen Reliquien sich in Paris, Metz, Besançon und Le Mans befinden, besaß bald nicht nur in Spanien, sondern auch in Gallien, Afrika und Rom so viele Verehrer, daß der heilige Augustinus schreiben konnte: "Wo gibt es eine Gegend, eine Provinz des Römischen Reiches oder der Kirche, wo der Jahrestag des Vinzenz nicht freudig gefeiert wird?"
St. Vinzenz ist der Patron von Portugal und Bern und der Schutzheilige der Winzer, Seeleute, Töpfer, Dachdecker und Ziegelmacher. Gewöhnlich wird der Heilige, der, wie St. Antonius von Padua, verlorene Sachen wiederbringt, in Levitenkleidung mit einem Rost und einem Raben dargestellt, doch erscheint er auf Münzen von Bern auch mit Buch und Palmzweig.
St. Vinzenz gab Inseln den Namen, die an seinem Namenstag entdeckt wurden: São Vicente (Teil der Kapverdischen Inseln im Atlantik) und Saint Vincent in der Karibik.
Hans Herrli, MünzenRevue 1/1989, S.16
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.



Bern :   Dicken 1492.     Ø 32 mm, 9,16 g.
Vs.:   +MOnETA:nOva:BERnEnSIS:   -   Stadtwappen von Bern, darüber Adler, zu den Seiten B - E.
Rs.:   :S VInCEn - nCIVS 149Z
Der Heilige Vinzenz steht halbl. mit Märtyrerpalmzweig in der Rechten und Buch in der Linken.



Bern :   Guldiner 1494.     Ø 43 mm, 29,71 g.   Dav.8721
Vs.:   Nach links schreitender Bär, darüber Doppeladler. Im inneren Kreis die Vogteiwappen von Niedersimmental, Frutigen, Burgdorf, Thun, Laupen, Obersimmental und Aeschi. Im äußeren Kreis die Wappen von Aarberg, Lenzburg, Brugg, Aarau, Zofingen, Oberhasli, Unterseen, Interlaken, Trachselwald, Murten, Huttwil, Aarburg, Erlach, Aarwangen, Orbe, Grandson, Bipp, Wangen, Büren und Nidau.
Rs.:   :SAnCTVS¤VIn - CEnCIVS¤1494     In einem mit Lilien verzierten Bogenkreis der heilige Vincenz in Diakonentracht mit Nimbus, Palmwedel und aufgeschlagenem Evangelienbuch.

Auch Salzburg hat St. Vinzenz auf einer Münze geehrt, zusammen mit St. Chrysanthus.

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