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St. Theodul
Festtag: 16. August
auf Münzen von Sitten



Bistum Sitten, Nikolaus Schiner als Vikar, 1496-97 :   Dicken o. J.   9,58 g.
Wappenschild auf Blumenkreuz. // Der stehende hl. Theodul neben einem Teufel, der eine Glocke trägt.



Bistum Sitten, Nikolaus Schiner als Bf., 1497-99 :   Guldiner 1498.
Ø 42 mm, 29,39 g.   Dav.8786.
Vs.:   +NICOLAVS¤EPiscopuS¤SEDVNENsis - PRE'fectus.ET.COmes·1498
Thronender Ks. Karl der Große übergibt dem knienden Bischof Theodul ein Schwert [gemeint ist die weltliche Herrschaft über das Ober- und das Unterwallis]
Rs.:   Familienwappen mit Schwert, Mitra und Krummstab im Wappenkreis
von 16 Wappen der Zenden von Wallis.



Bistum Sitten, Matthäus Schiner, 1499-1522 :   3 Groschen o. J.   2,83 g.
Vs.:   +MATHEVS.EPiscopuS.SEDV'nensis.PREfectus'.ET.CO'mes.VAllesiae
Das Schinerwappen mit Krummstab, Mitra und Schwert.
Rs.:   *S-CATERIN-S T-EODOL'-V
Hl. Theodul mit geschultertem Schwert und Krummstab und Hl. Katharin von Alexandria mit Schwert
stehen zueinander.


In der Verehrung St. Theoduls wurden drei Walliser Bischöfe zusammengefaßt, ohne daß sich nicht immer sicher entscheiden läßt, welcher der drei im Einzelfalle eigentlich gemeint ist.
Ein Bischof Theodul, der um 380 bis 391 wahrscheinlich in Octodurum, dem heutigen Martigny am Nordende des Passes über den Großen St. Bernhard, residierte, ist im Jahre 381 durch seine Unterschrift in den Akten als Teilnehmer der Synode von Aquileia bezeugt. 519 findet man einen weiteren Bischof Theodul an der Synode von Agaunum. Während seiner Amtszeit soll ein Burgunderkönig, der hl. Sigismund, die über den Gräbern der Märtyrer der Thebäischen Legion errichtete Abtei St. Maurice gestiftet haben. Einem dritten Bischof Theodul verlieh angeblich Kaiser Karl der Große im Jahre 805 die weltliche Herrschaft über das Ober- und das Unterwallis.
St. Theodul oder St. Jodel (beides sind lokale Formen des Namens Theodor) ist die Hauptperson vieler Legenden. So soll der Heilige vom Papst in Rom eine "Wetterglocke" geschenkt erhalten haben, die er sich dann von einem Teufel, den er einem Besessenen ausgetrieben hatte, über die Alpen nach Sitten tragen ließ. Um auch andernorts der bewährten und begehrten Hilfe St. Theoduls bei der Abwehr von Unwettern teilhaft werden zu können, wurden später beim Guß neuer Wetterglocken irnmer wieder kleine Stückchen dieser Sittener Glocke der Glockenspeise beigemengt.
Der Schutz vor Sturm und Hagel war aber nicht die einzige Art von Unterstützung, die St. Theodul seinen Walliser Weinbauern zukommen ließ. In Jahren schlechter Traubenernten ließ er sich die leeren Fässer bringen und nachdem er in jedes Faß eine einzige Beere gelegt hatte, füllten sich alle Fässer in mirakulöser Weise mit bestem Weine. Durch dieses in den Augen mancher Weintrinker doch etwas anrüchig erscheinende Wunder wurde St. Theodul zum geschätzten Patron der Winzer und in dieser Rolle auch in süddeutschen Weinbaugebieten verehrt.
Der heilige Theodul erscheint in bildlichen Darstellungen als Bischof. Oft trägt er ein Schwert, das Symbol der weltlichen, richterlichen Gewalt. Weitere Attribute wie Trauben, eine Glocke und der Teufel weisen auf die bekannten Legenden um den Heiligen hin.
Hans Herrli, MünzenRevue 8/1991, S.900
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia als Theodor von Sitten.



Bistum Sitten, Matthäus Schiner, 1499-1522 :
breiter Guldiner 1501 im Gewicht von 4 Dicken.     Ø 45 mm, 38,62 g.   Dav.A8788.
Vs.:   + MATEVS·EPiScopus·SEDVnensis·PRaEFectus·ET·COmes·VALEnSis
Innen das mitrierte Familienwappen der Schiner mit Krummstab und Schwert.
Aussen Wappenrund mit 17 Schilde der zum Bistum gehörenden Vogteien.

Rs.:   + PRECIBVS:S:THEODOLI:DIMISSA:EST·CVLPA·CAROLI
"Gebete St. Theoduls vergeben die Schuld Karls"
Der Heilige Theodul im bischöflichen Ornat und mit Krummstab und geschultertem Schwert kniet vor einem Altar mit liturgischen Geräten. Hinter dem Altartisch ein Engel mit einem Schriftband CAVDITA EST ("gegründet wurde"), auf der Gegenseite hinter dem Schwert der Teufel mit der geschulterten Glocke. Unten die Jz. I50I
Gemeint ist Kaiser Karl der Grosse, der dem dritten ober erwähnten Bischof Theodul die Grafschaft Wallis als weltliche Herrschaft überlassen haben soll.
Doch es war Kg. Rudolf III. von Burgund, der die Grafschaft Wallis dem Bf. Hugo 999 schenkte.



Bistum Sitten, Adrian I. von Riedmatten, 1529-1548 :   Dicken o.J. (um 1540).   9,21 g.
Vs.:   ADRIANVS°EPVS°SEDVNEN
Familienwappen der Riedmatten auf gekreuztem Schwert und Krummstab, darüber Mitra.
Rs.:   °S - °THEODO - PAT'°SEDVN - °
Thronender hl. Theodul mit Mitra, Krummstab und Schwert von vorn, daneben Glocke.

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