Startseite Heilige auf Münzen TOUR :   St. Syrus von Pavia


St. Stephanus der Erzmärtyrer
Festtag: 26. Dezember
auf Münzen von Halberstadt, Metz, Breisach, Nimwegen, Passau, Serbien



Bistum Halberstadt, Ulrich von Reinstein, 1149-60 :   Brakteat.     Ø 29 mm, 0,82 g.
Vs.:   S-S STEPH - ANVS - PROTH - OMAP - TIR
Der heilige Stephan mit ausgebreiteten Armen nach r. niedersinkend,
vor ihm die Hand Gottes, l. im Feld Knoten.



Bistum Halberstadt, Ulrich von Reinstein, 1149-60 :   Brakteat.     Ø 30 mm, 0,93 g.
Vier Männer steinigen den mit ausgebreiteten Armen nach r. niedersinkenden heiligen Stephan,
über ihm die Sonne, im Feld SCS - ST - HPAN   "Sanctus Stephan".



Bm. Halberstadt, Albrecht V. von Brandenburg, 1513-45:   Taler 1526.   Ø 42 mm.   Dav.9207.
Vs.:   ALBERT·CARDINALis ADMINIstrator·HALBERstadiensis
Unter dem Kardinalshut das besteckte vierfeldige Wappen (Brandenburg/Pommern/Nürnberg/Hohenzollern), mittig aufgelegt die Schilde von Mainz, Magdeburg und Halberstadt.
Rs.:   SANCTus·STE - FFA·PROTo·MARtir   "St. Stephan, erster Martyr"
St. Stephan mit Heiligenschein, Palmzweig und drei Steinen haltend, oben klein die Jahreszahl.



Domkapitel und Stadt Halberstadt :   Taler 1691.     Ø 44 mm.   Dav.5356.
Vs.:   MONETA·NOVA·ARG:Civitatis:HALBERSTDENSIS   Behelmtes und verziertes Stadtwappen.
Rs.:   S:STEPHANVS - PROTO MARTir:1691.
Der Erzmärtyrer Stephan trägt, als Diakon gekleidet, einen Palmzweig und ein Buch auf dem 3 Steine,
die Werkzeuge eines Märtyriums, liegen.
St. Stephan ist der Patron des Bistums Halberstadt und er erschien dort regelmäßig auf Münzen.


Stephan war einer der 7 Diakone, welche den Aposteln bei ihrem Bekehrungswerke helfen sollten und welche von diesen durch Handauflegen geweiht wurden. Er war ein glänzender Prediger, und sehr erfolgreicher Missionar, bis er von einigen Juden, wahrscheinlich im Jahre 40, frevelhafter Reden gegen Tempel und Gesetz beschuldigt wurde. Stephan, den die Apostelgeschichte einen Mann "voll Kraft und Heiligen Geistes" nennt, wurde vor den Hohen Rat gebracht und wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Die aufgebrachte Menge steinigte ihn neben dem Damaskustor in Jerusalem. Die Kleider des zum Tode Verurteilten wurden zu Füßen eines Mannes namens Saulus, des späteren Apostels Paulus, niedergelegt. Die Leiche Stephans, des ersten christlichen Märtyrers, der deshalb auch der Proto- oder Erzmärtyrer genannt wird, begrub Gamaliel, ein Schriftgelehrter, auf einem ihm gehörenden Felde. Im Jahre 471 wurde der Priester Lucianus durch Träume zu dem Grab geführt, und die Gebeine des Märtyrers kamen nun in die Sionskirche in Jerusalem und 560, wenigstens zum Teil, nach Rom. Sie wurden in der Kirche "S. Lorenzo fuori le mura" beigesetzt. Als man den Sarg des Hl. Laurentius öffnete, soll dieser zur Seite gerückt sein, um für den Erzmärtyrer Platz zu schaffen.
St. Stephan wurde zum Patron vieler Länder, Städte und Kirchen, von denen hier unter den Städten nur die bedeutende, nach dem Heiligen benannte zentralfranzösische Stadt St. Etienne, unter den Kirchen der Stephansdom in Wien genannt seien. Der Erzmärtyrer, der meist als Diakon, der Steine und einen Palmzweig in den Händen trägt, dargestellt wird, ist auch der Schutzheilige der Pferde und Kutscher, der Steinmetze, Weber, Zimmerleute und Schneider.
Ereignisse aus dem Leben des Heiligen und sein Martyrium wurden im Abendland immer und immer wieder von Malern, so von Raffael, Martin Schongauer, Hans Baldung Grien und Israel van Meckenem gestaltet, am berühmtesten und eindrücklichsten sind aber die von Fra Angelico gemalten Szenen aus dem Leben St. Stephans in der Kapelle des Papstes Nikolaus V. im Vatikan.
Hans Herrli, MünzenRevue 12/1989, S.1195
Siehe auch heiligenlexikon.de.



Stadt Metz :   Groschen o. J. (15. Jh.).     Ø 27 mm, 2,71g.
Vs.:   innen: GRO-SSV-S·m-ETE, außen: BNDICTV'.SIT:nOmE.DNI.NRI'.IhV'.XPI'
"Groschen Metz - Gelobt sei der Name unseres Herrn Jesus Christus"  -  Langkreuz, in den Winkeln Sterne.
Rs.:   S'.STEPh'.P - ROThO.m.
kniende Hl. Stephan zwischen zwei Stadtwappen, darüber Hand Gottes.
Diesem Heiligen, in Frankreich als Saint Étienne bekannt, waren insgesamt 21 französische Kathedralen geweiht - darunter auch der Stephansdom von Metz, dessen Neubau im Jahr 1220 begann.


Bm. Metz, Robert von Lenoncourt, 1551-55 :   Florin d'or o.J.   -   Ø 22 mm, 3,06 g.
Vs.:   ✣ FUOREnVS+EPI¤METEnSIS   Bistumswappen in einem Sechspass.
Rs.:   + S.STEPHANVS PROTOMARTIR.
St. Stephan mit Heiligenschein, Palmzweig und Buch mit drei Steinen steht halbl.


Stadt Metz :   Taler 1638.     Ø 43 mm, ca.29 g.   Dav.5583.
Vs.:   ❀ MONETA CIVITA METENSIS. I638   -   Stadtwappen in einem verzierten Sechspass.
Rs.:   + S.STEPHANVS PROTOMARTIR.   -   Büste des hl. Stephan mit Heiligenschein halblinks.



Reichstadt Breisach :   Dicken 1499.     Ø 33 mm.   Berstett 61; Schulten 537.
Vs.:   ✠MOnETA⦂BRISAChIENSIS◦1499   -   Im Vierpass ein Blumenkreuz, darauf das Stadtwappen.
Rs.:   ✠S'◦STEPhANVS⦂PROThOMART'◦  -  Hl. Stephan kniet nach rechts, darüber eine Hand
aus den Wolken, links hinter ihm ein Mann mit Stein in der erhobenen Rechten.


Reichstadt Breisach :   Plappart o. J. (6 Rappen, nach 1480).     Ø 25 mm.   Berstett 63.
Vs.:   ✠MOnETA⨯nO'⨯BRISAChIEnSIS   -   Stadtwappen im verzierten Dreipass.
Rs.:  *S'⨯STEPHAN - VS MARTIR  -  nimb. Hl. Stephan steht mit Palmzweig und Stein nach halbrechts.



Reichstadt Nimwegen :   Stephanustaler o.J. (1562/1563).     Ø 40 mm.   Dav.8544.
Vs.:   NVMVS·ARGENteus·REIPVBLICÆ·NOVIMAGIENsis
behelmtes Schild: Doppeladler mit Stadtwappen auf der Brust.
Rs.:   DNE·NE·STATVAS - ILLIS·Hoc·PECCAtum
kniender Hl. Stephanus beetet zwischen S - S, Steine am Rücken und Hinterkopf.



Bm. Passau, Urban von Trenbach, 1561-98 :   Guldentaler 1569.     Ø 38 mm.   Dav:103.
Vs.:   * - VRBANVS·D:G·EPS·PATAVIEN·I569*
zwischen Sanctus - Stephanus steht der Hl. Stephan hinter vierfeldigem Wappen.
Rs.:   MAXIMILIA·IMPE·AVGVS·P·F·DECRETO:   -   Gekrönter Doppelsadler mit Nimben, auf der Brust Reichsapfel mit Wertzahl 60 (60 Kreuzer), das Kreuz des Reichsapfels getrennt unter der Krone.


Bm. Passau, Johann Philipp, Graf von Lamberg, 1689-1712 :   Taler 1694, Regensburg.
Ø 38 mm, 29,10 g.   Dav.5716.
Vs.:   IO:PHILIPP9us DG: EPiscopuS PATAVIensis: - Sacri:Romani:Imperii:Princeps:COMES.A.LAMBERG.   -   Gekrönter, mit Krummstab und Schwert besteckte Kartusche mit Familienwappen, darüber und darunter je eine Maske. (Die Vs. ist ganz auf den Fürstbischof ausgerichtet, ein Politiker und Diplomat im Dienste der Habsburger.)
Rs.:   SANCT9us·STEPHAN9us PATRO: - ECCLESIÆ PATAVIENSIS·   -   Stehender St. Stephan hält Palmzweig und drei Steinen (ohne Buch), davor das Stiftswappen mit Mitra darüber.



Serbien, Johann Philipp, Stefan Dragutin 1272-81 :   Grosso.
Ø 19 mm, 2,28 g.   Jovanovic 6.1.1.
Vs.:  Der König STEFANV' - REX empfängt die Standarte vom Hl.Stefan S STEFANV (mit Nimbus und Buch)
Rs.:   Thronender Christus zwischen
IC - XC   [ IC - XC = IHΣOYΣ XPIΣTOΣ = Jesus Christi ]
Münze nach venezianischen Vorbild: siehe z.B. Grosso von Giovanni Dandolo, 1280-89.

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