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St. Simeon
Festtag: 8. Oktober (in der griechischen Kirche: 3. Februar)
auf Münzen von Zadar, Trier und dem Kirchenstaat



Zadar, unter venezianischer Herrschaft:  Messing-Bagattino 1491.     Ø 18 mm, 1,18 g.
Vs.:   +·S·MARCVS·VENETI·   -   Markuslöwe.
Rs.:   ·S·SIMEON·IVSTVS·PROFETA·   -   Hl. Simeon v. v. hält das Jesuskind auf dem Arm.



Ebt. Trier, Poppo von Babenberg, 1016-47 :   Denar.     Ø 17 mm, 0,83 g.
Vs.:   Kreuz, Kugeln in den Winkeln.
Rs.:   Büste des Heiligen Simeon v. v. in Tor, darauf A, zu den Seiten je ein Turm.
Bei dem auf der Rs. abgebildeten Gebäude könnte es sich um die stilisierte Darstellung
der Porta Nigra handeln.


Der Evangelist Lukas (2,25-35) berichtet, daß Simeon, ein ehrwürdiger Greis aus Jerusalem, bei seiner Darbringung im Tempel im Jesuskinde des Messias erkannte. Weil er zutreffend weissagte, daß das Wirken Christi Ärgernis erregen und seiner Mutter Maria Leid bringen werde, nennen ihn die Münzen aus der kroatischen Stadt Zara, dem heutigen Zadar, einen "Iustus Profeta", einen richtigen Propheten.
Die Legende und die apokryphen Evangelien machten Simeon fälschlich zum Priester oder sogar zum Hohepriester. St. Simeon-Reliquien, die im 6. Jahrhundert in Konstantinopel auftauchten, wurden 1243 nach Zadar überführt. Dort entstand für den Heiligen und seine Söhne Charinus und Leucius, die Christus nach dem apokryphen Nikodemus-Evangelium von den Toten erweckte, ein kostbarer Schrein.
St. Simeon, der Pilgern zu seinen Reliquien zu Kindersegen verhelfen soll, wird gewöhnlich als alter Mann, der das Jesuskind trägt und manchmal eine Lilie in der Hand hält, dargestellt. Auf Dürers um 1500 entstandenem Jabach-Altar in der Alten Pinakothek in München erscheint der Heilige mit Bart wie auf den Münzen im pelzgefütterten Mantel.
Hans Herrli, MünzenRevue 10/1992, S.1254
Siehe auch heiligenlexikon.de.



Kirchenstaat, Clemens XI., 1700-21 : Piastra 1704 Anno IV, Rom.
Ø 44 mm, 32,05 g.   Dav.1432.
Vs.:   CLEMENS·XI· / ·PONT·M·AN·IV   -   Wappen von Papst Clemens XI.
Rs.:   ¤VIDERVNT·OCVLI·MEI·SALVTARE·TVVM·   "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen"
Hl. Simeon v. v. hält auf dem Arm das Jesuskind am 40. Tag nach der Geburt.
Nach jüdischem Brauch mußte die Mutter ein Reinigungsopfer darbringen und das Kind vor Gott "darstellen". Bei dieser Gelegenheit rief der greise Prophet Simeon die in der Umschrift
angegebenen Worte aus.



Kirchenstaat, Gregor XVI., 1831-46 : Scudo Romano 1834 Anno IV, Rom.
Ø 37 mm, 26,45 g.   Dav.191.
Vs.:  GREGORIVS·XVI - PON·MAX·A·IV·  -  Brustbild n.l. mit Mozetta (Schultermäntelchen) und Stola.
Rs.:   LVMEN AD REVELATIONEM GENTIVM   "Ein Licht, zu erleuchten die Heiden" (vgl. Lukas 2,32)
Jungfrau Maria überreicht dem alte Simeon das Jesuskind zum segnen.
Rechts hält Josef von Nazaret ein Körbchen mit zwei Tauben. Links steht die Hl. Anna. Im Abschnitt: ROMA

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