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St. Sebald
Festtag: 19. August
auf Münzen von Nürnberg



Nürnberg :   Reichsguldiner 1641.     Ø 38 mm, 24,62 g.   Dav.97.
Vs.:   +RESPUBLI - NORIMBERG
St. Sebald, der Nürnberger Stadtpatron, mit Pilgerstab und einem Modell der ihm in Nürnberg
geweihten Kirche. Zu seinen Füssen die beiden Nürnberger Wappen:
Adler mit jugendlichem Königshaupt / gespalten, halber Adler und Schrägstreifen.
Im Abschnitt die Jahreszahl.

Rs.:   Titel Ks. Ferdinands III., nimbierter Doppeladler mit Reichsapfel, darin Wertangabe 60 Kreuzer.


Die Manuskripte, die über ihn berichten, sind sich über die Herkunft Sebalds nicht einig. Er soll ein Prinz aus Frankreich, aus Dänemark oder auch aus Dakien gewesen sein, der im 10./11. Jahrhundert lebte und seine Verlobung mit einer französischen Königstochter auflöste, um nach Rom zu ziehen. Später pilgerte Sebald nach Deutschland, wo er u. a. die beiden Heiligen Willibald und Wunibald vor dem Tode errettete. Er starb als Einsiedler in der Nähe von Nürnberg. Als der Leichnam des Heiligen in die Stadt gebracht wurde, sollen sich die Ochsen selbst an den Wagen gespannt haben. Über dem Grabe St. Sebalds entstand zuerst ein Peterskirchlein, später eine romanische Basilika und im 14. Jahrhundert die heutige Sebaldskirche mit dem berühmten, 1507-1519 durch den Erzgießer Peter Vischer und seinen Söhnen errichteten Grabmals des erst 1425 von Papst Martin V. heiliggesprochenen Nürnberger Stadtpatrons. Lambert v. Hersfeld berichtet bereits im Jahr 1072 von Wundern am Grabe St. Sebalds, der auf Bildern als Pilger mit einem Kirchenmodell erscheint, doch wurden dem Heiligen auch schon zu Lebzeiten eine Reihe von Wundern zugeschrieben. Als er in Vicenza predigte, versank ein lästernder Ketzer plötzlich in einem Erdspalt, doch wurde er von Sebald gerettet. Durch sein Gebet verwandelte der Heilige einen Eiszapfen in Brennholz, er heilte einen von Heiden Geblendeten, und er wurde wegen weiterer wunderbarer Taten später um Beistand in Seenot und gegen Wegelagerer angerufen.
Hans Herrli, MünzenRevue 8/1989, S.
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.



Nürnberg :   Goldgulden 1642.     Ø 24 mm, 3,22 g.   Friedb.1818.
Vs.:   +MONETA:AVREA:REIPVB:NORIMBERG:Ao:1642
Gekrönter Adler mit Brustschild N.
Rs.:   SANCTUS - SEBALDUS   -   St. Sebaldus von vorne mit Kirchenmodell und Stab.

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