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St. Prosdocimus
Festtag: 7. November
auf Münzen vom Padua



Padua, Francesco I. da Carrara, 1355-88 :   Carrarino da 2 soldi o. J.     Ø 17 mm, 0,91 g.
Vs.:   ·FRAnCISCI·DE·CARARIA·   -  Karren aus der Vogelperspektive, zu den Seiten R - R
Rs.:   S:PROS - DOCIMVSº
Hl. Prosdocimo mit segnender Rechten und Krummstab steht v. v. zwischen n - I


Über diesen Heiligen, der sowohl unter seiner lateinischen wie auch unter seiner griechischen Namensform (Prosdokimos) erscheint, fehlt jede zuverlässige historische Nachricht. Eine scheinbar in allen Teilen legendäre Lebensbeschreibung aus dem 12. Jahrhundert, die voller Anachronismen steckt, erzählt, daß der Apostel Petrus seinen Schüler Prosdocimus als Missionar nach Patavium, dem späteren Padua, und in das westliche Venetien sandte. Der Legende gilt St. Prosdocimus auch als erster Bischof von Padua, eines Bistums, das in Wirklichkeit erst im 4. Jahrhundert gegründet wurde. Ein Kult des St. Prosdocimus ist erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 860, die eine dem Heiligen geweihte Kirche in der Nähe von Verona erwähnt, nachweisbar. In seinem einstigen Bischofssitz ist die Verehrung des Prosdocimus jedoch nicht vor dem 11. Jahrhundert, in dem er als Mitpatron der Justina-Basilika erscheint, belegt. Wenn Padua sein Bild auch auf Münzen setzte, so mußte hier der Bischof Prosdocimus doch in der Volksgunst schon früh und bis heute hinter St. Antonius, dem "Santo" der Paduaner, einem weitherum sehr viel populäreren, lokalen Heiligen, zurücktreten.
Hans Herrli, MünzenRevue 11/1990, S.1098
Siehe auch heiligenlexikon.de.

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