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St. Kilian
Festtag: 8. Juli
auf Münzen von Würzburg



Reichsmünzstätte Würzburg, Otto III., 983-1002 :   Denar.     Ø 18 mm, 1,03 g.
Vs.:   [O]TTO RE[X]   -   Kreuz.
Rs.:   +S·KILIA[NVS]   -   Kopf des heiligen Kilian r.



Bistum Würzburg, Johann III. von Grumbach, 1455-66 :   Schilling o.J.     Ø 25 mm, 2,26 g.
Vs.:   IOHANS:EPIS:HERBIPOLENS   -   3 Wappen für: Hzm. Franken, Bm. Würzburg u. Fam. Grumbach.
Rs.:   SAnCTVS - KILIAnVS   -   Stehender Hl. Kilian mit Schwert und Krummstab.


Kilian, ein Ire, der angeblich aus Mullagh stammte, war wahrscheinlich schon Bischof, als er, nach der populärsten Version seiner Legende, mit elf Gefährten über Aschaffenburg nach Würzburg zog. Hier bekehrte er den Frankenherzog, bevor er zu einem Besuch bei Papst Konon (686-697) in Rom aufbrach. Während der Abwesenheit Kilians hatte Herzog Gozbert Gailana, die Frau seines Bruders, geheiratet, doch auf Drängen des zurückgekehrten Bischofs, der auf der Einhaltung der christlichen Ehegesetze bestand, trennte er sich wieder von der Herzogin. Daraufhin ließ die beleidigte Frau die führenden Christen in der Umgebung Gozberts, den Bischof Kilian, den Priester Kolonat und den Diakon Totnan, im Jahre 689 durch einen gedungenen Mörder umbringen.
Die Gebeine Kilians und seiner zwei Gefährten ließ Bischof Burchhard von Würzburg am 8. Juli 752 erheben. In Anwesenheit Karls des Großen wurden die Reliquien 788 in die Krypta des Vorgängerbaus der heutigen Neumünsterkirche, des Salvatordoms, überführt. Dort ruht ein Teil der Reliquien noch heute in einem einfachen Altar; die Köpfe der drei Märtyrer befinden sich jedoch nun im Würzburger Dom. In der Neumünsterkirche standen einst auch die von Tilman Riemenschneider geschnitzten Büsten Kilians, Kolonats und Totnans; die heute ausgestellten Figuren sind Nachbildungen aus dem Jahre 1910, die als Ersatz für die verbrannten Originale geschaffen wurden.
St. Kilian, der gewöhnlich als Bischof mit Schwert und Märtyrerpalme dargestellt wird und bei Gicht und Rheumatismus helfen soll, ist der Patron Würzburgs und des ganzen Frankenlandes. Außer in Franken wurde er aber auch in Wien und in Irland verehrt.
Hans Herrli, MünzenRevue 7/1991, S.768
Siehe auch heiligenlexikon.de.



Bistum Würzburg, Franz von Hatzfeld, 1631-42 :   Taler 1639.     Ø 41 mm, 28,9 g.   Dav.5975.
Vs.:   Vierfach behelmtes, quadriertes Schild (Bamberg, Ost-Franken, Würzburg),
belegt mit Familienwappen.

Rs.:   Hl. Kilian mit Schwert und Krummstab steht von vorn.



Bistum Würzburg, Johann Philipp II. von Greiffenklau-Vollraths, 1699-1719 :   Taler 1702.
Ø 41 mm, 29,1 g.   Dav.2881.
Vs.:  IOAN·PHILIP·D·G·EPiscopus.HERBispolensis·Sacri·Romani·Imperii·PRinceps·FRanconiae·ORientalis·DVX
Büste im geistlichen Gewand mit Perücke.
Rs.:   HAC MAGNA TRIADE PATROCINANTE   "Unter dem Schutz dieser grossen Dreiheit"
Die hervorgehobenen Buchstaben ergeben als römische Ziffern die Jahreszahl MDCCII = 1702 (Chronogramm)
Die hl. Colonat, Kilian und Totnan auf Sockeln mit ihren Namen.

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