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Hl. Katharina von Alexandria
Festtag: 25. November
auf Münzen des Bistums Sitten (CH) und von Mantua



Bistum Sitten, Matthäus Schiner, 1499-1522 :   3 Groschen o. J.     Ø 25 mm, 2,83 g.
Vs.:   +MATHEVS·EPiScopus·SEDVnensis'.PRaE'fectus.ET·CO'mes.VAllensiss
"... Befehlshaber und Graf von Wallis"  -  Das Schinerwappen mit Krummstab, Mitra, Schwert und Inful.
Rs.:   *S - CATERIN - ST - EODOL' - V   -   Hl. Theodul mit geschultertem Schwert
und Krummstab sowie Hl. Katharin von Alexandria mit Schwert stehen zueinander.


Die Legende erzählt, daß Katharina am Anfang des 4. Jahrhunderts als Tochter eines Königs Costus in der ägyptischen Hauptstadt Alexandria lebte. Sie war nicht nur außergewöhnlich schön und unermeßlich reich, sondern auch hochgebildet. Als ihre hervorstechendste Eigenschaft galt aber ihr übermäßiger Stolz, der sie jeden Bewerber um ihre Hand abweisen ließ. Den einen fehlte es am Aussehen, anderen wieder an Klugheit oder Reichtum. Als sie einen Einsiedler traf, der ihr erklärte, daß Christus ihr wahrer Bräutigam sei, änderte sich ihre Einstellung jedoch völlig. Sie begann über die Leere ihres bisherigen Lebens nachzudenken und ließ sich bald christlich taufen.
Anläßlich eines Festes zu Ehren der Götter disputierte Katharina vor dem gefürchteten Usurpator und Christenverfolger Maxentius, dem Sohne des römischen Kaisers Maximian, mit den 50 führenden heidnischen Philosophen und Rhetoren des Landes. Als sich die 50 Weisen am Ende durch die besseren Argumente ihrer jungen Gegnerin überwunden sahen, zum Christentum bekehrten und taufen ließen, verurteilte sie der rasende Maxentius allesamt zum Tode auf dem Scheiterhaufen. Katharina wurde eingekerkert, ausgehungert, ausgepeitscht und gerädert. Als sich alle Foltern als wirkungslos erwiesen und auch noch das mit Nägeln besetzte Rad zerbrach, ließ Maxentius die Märtyrerin, angeblich im Jahr 306 oder 310, schließlich enthaupten. Engel sollen die Gebeine der Hingerichteten dann in das berühmte griechischorthodoxe Katharinenkloster am Berge Sinai getragen haben. Es gehörte einst zur Tradition der Pilger und Kreuzfahrer, die nach Jerusalem zogen, auch dieses Zentrum der Katharinenverehrung aufzusuchen.
In Mitteleuropa hatte der Kult der Katharina, die zu den 14 Nothelfern und, zusammen mit Margareta und Barbara, zu den "Drei Heiligen Jungfrauen" gehört, seine Schwerpunkte vor allem auf dem Lande, wo der Kathreinstag das Ende der Weidezeit, den Beginn der Schafschur und vielerorts für Mägde und Knechte auch den Tag der Lohnzahlung und des Stellenwechsels bedeutete.
Analogien zu Äußerlichkeiten wie die Enthauptung, das zerbrochene Rad oder ihre Bildung haben die hl. Katharina zur Patronin der Schneiderinnen, der Wagner und Müller, aber auch der Schulen, Bibliotheken und Fakultäten werden lassen. Sie soll ebenfalls bei Zuckerkrankheit und Migräne helfen.
Auf bildlichen Darstellungen läßt sich die ägyptische Märtyrerin durch ihre Attribute: ein zerbrochenes Rad, ein Schwert (wie auf obiger Münze), ein Buch oder eine Krone gewöhnlich leicht von anderen heiligen Katharinen unterscheiden.
Hans Herrli, MünzenRevue 11/1990, S.1099
Siehe auch heiligenlexikon.de.



Mantua, Federico II. Gonzaga, 1519-40 :   Dukat, o.J.     Ø 24 mm, 3,45 g.   Friedb.525
Vs.:   FEDERICVS·II·Marchio·MANTVE·IIIII     "... 5. Markgraf von Mantua"
Rs.:   ·SANCTA· - CATERINA.   -   stehende Hl. Katharina mit Rad.

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