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St. Findan
Festtag: 15. November
auf Münzen der Abtei Rheinau



Abtei Rheinau, Gerold II. von Zurlauben, 1697-1735 :   Dukat 1723.     Ø 22 mm, 3,44 g.
Zur Feier der Goldenen Primiz des Abtes.

Vs.:   GEROLD·II·ABB·RHENOV·IUBILÆUS·ÆT·74·REG·27· (1723)
Behelmte Stifts- und Familienwappen der Zurlauben gegeneinander geneigt, auf Wappenmantel, dazwischen Krummstab, darüber Mitra mit Infulbänder auf Kissen.
Rs.:   S·FINTAN·PRINC·LAGINIÆ·MONACH·RHENOV·
Findan als Mönch über den Wappen von Schottland und der Edlen Bettler von Herdern,
eine Taube auf seiner Schulter.


Findan (die Münze nennt ihn Fintan) von Rheinau, einer von mehreren irisch-schottischen Heiligen dieses Namens, soll um das Jahr 800 in Südleinster, in Irland, in eine Familie von fürstlichem Range geboren worden sein. Er befreite seine Schwester aus den Händen von Wikingern, die sich auf einem ihrer regelmäßigen Raubzüge befanden, geriet aber dann selbst in deren Gefangenschaft und wurde nach den nördlich von Schottland gelegenen Orkney-Inseln verschleppt. Nach dem Ablegen eines Gelöbnisses wieder befreit, unternahm Findan eine Wallfahrt nach Rom und trat anschließend in Farfa, in den Sabinerbergen nördlich von Rom, dem Benediktinerorden bei. Im Jahre 851 kam er in das Benediktinerkloster Rheinau bei Schaffhausen, wo er "nach irischer Sitte", d. h. zurückgezogen, lebte und 878 starb.
Die Münze zeigt St. Findan mit denselben Attributen wie sein 1710 errichtetes Grabmal, mit einem Buch, auf dem seine Fürstenkrone liegt, und einer Taube auf der Schulter. Der Vogel erinnert an ein Wunder anläßlich der Überführung von Reliquien des hl. Blasius, eines kleinasiatischen Märtyrers, der später zu einem der 14 Nothelfer wurde (und den die Republik Ragusa, das heutige Dubrovnik, als Stadtpatron auf ihre Münzen setzte). Die Legende erzählt, daß Findan die Reliquien, als diese 855 nach Rheinau gebracht wurden, in Gestalt einer Taube zuerst auf dem Altar und später in der Krypta der Kirche sah. Bevor er selber die Reliquien nach St. Blasien im Schwarzwald überführte, sah er die Taube nochmals auf seiner Schulter.
Hans Herrli, MünzenRevue 11/1990, S.1098
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.

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