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St. Erik von Schweden
Festtag: 18. Mai
auf Münzen von Schweden



Schweden, Sten Sture der Jüngere, 1512-20 :   Gyllen 1512, Stockholm     Ø 36 mm, 28,88 g.
auf die Wahl Sten Stures zum Reichsverweser im Sommer 1512.

Vs.:   S'.ERICVS+R - EX:SWECIE:     Der gekrönte, nimbierte und geharnischte König steht v. v. mit umgelegtem Mantel, in der Rechten erhobenes Schwert, in der Linken Reichsapfel, umher bogenartige Verzierung, zwischen den Füßen Wappenschild der Familie "Natt- och Dag" (Nacht und Tag).
Rs.:   mOnE'. - STOC· - hOLm· - +151Z+     Gekröntes Wappen (drei Kronen), dahinter Kreuz.


Zuverlässig ist über den Schwedenkönig Erik IX. Jedvardson nur recht wenig überliefert. Er kam im Jahre 1150, nach dem Tode seines Vaters, an die Regierung und unternahm, unterstützt von seinem Bischof Heinrich, zwei Kreuzzüge gegen die räuberischen Finnen. Die Christianisierung dieser heidnischen Gegner förderte Erik tatkräftig durch die Errichtung von Kirchen und Klöstern in ihrem Lande.
Am 18. Mai, dem Himmelfahrtstage des Jahres 1060, fiel Erik während der Messe in Gamla Uppsala einer Verschwörung des Dänenprinzen Magnus, der nach der schwedischen Krone strebte, zum Opfer. Ein Chronist beschrieb seinen Tod lakonisch: "Sie haueten und erstachen ihn unwürdiglich." Diener brachten die Leiche ihres Königs in das Haus einer blinden Witwe, die, als ihre Augen mit dem Blute des Ermordeten in Berührung kamen, wieder sehend wurde. Im Jahre 1273 wurden die Gebeine Eriks nach Uppsala übertragen, wo sie bis heute in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Domes ruhen.
Ohne eine formale Heiligsprechung wurde Erik rasch zum Nationalheiligen Schwedens, wo sein Feiertag am 18. Mai begangen wird. An anderen Orten feiert die römisch-katholische Kirche St. Erik zusammen mit zwei anderen königlichen Heiligen aus Skandinavien, Knud von Dänemark und Olaf von Norwegen, am 10. Juli, dem Todestag des hl. Knud.
Bildliche Darstellungen zeigen St. Erik als bartlosen jugendlichen König in Rüstung. Neben den königlichen Attributen Krone, Banner, Schwert und Reichsapfel erscheint oft auch ein Altar, der auf die Umstände des Todes des Heiligen hinweist.
Hans Herrli, MünzenRevue 5/1992, S.581
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.

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