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St. Domnius (auch Doimus genannt)
Festtag: 11. April
auf Münzen von Split


Spalato (Split), Prägungen unter Venedig, um 1327-57 :   Bagattino.     Ø 14 mm, 0,34 g.
Vs.:   +·S·DOMNIVS     Kopf des Hl. Domnius rechts
Rs.:   +·C·SPALATENSIS     um Kreuz



Split (Spalato), Herzog Hrovje Vukčic Hrvatinić, 1403-13 :   Grosso o.J.     Ø 21 mm, 1,36 g.
Vs.:   +·Moneta· ChERVOII· - ¤DVCIS·Spaleti·     Familienwappen der Hrvatinic. Im Feld + - +
Rs.:   ·S·DOIMVS - ·SPALETI·M·
Hl. Doimus (Domnius) v. v. stehend, Krummstab in der Linken, die Rechte segnend erhoben.



Split, unter venezianischer Herrschaft (1491-1518), Iacopo Pizzamano, 1497/8 :
Messing Bagattino o.J. (1497/8)     Ø 19 mm, 1,85 g.
Vs.:   +·SANCTVS·MARCVS· VENETI·     Markuslöwe.
Rs.:   S·DOMNIVS - ·SPALETI·     Hl. Domnius v. v. stehend, Krummstab haltend, im Feld I - P.


Der bosnische Magnat Hrovje Vukčic Hrvatinić, der von König Ladislaus von Neapel, dem Sohn Karls I. von Anjou, als Herzog von Spalato (1403-1413) eingesetzt wurde, prägte in Split Silbermünzen, halbe und ganze Denare und Groschen, auf denen der Stadtpatron St. Doimus genannt wurde.
Später, aufgrund von Dekreten des "Consiglio dei Dieci" (Rat der Zehn) von 1491 und 1518, entstanden in der Münzstätte von Venedig, das im Jahre 1409 das kroatische Küstenland von Ladislaus für 100000 Dukaten erworben hatte, Kupferbagattine, Kleinmünzen von weniger als 2 Gramm Gewicht, für Split. Auf diesen Münzen heißt der Heilige St. Domnius, und dies scheint die korrekte Form seines Namens zu sein.
Eine spätere Legende erzählt, daß St. Domnius ein Schüler des St. Petrus war und unter Trajan den Märtyrertod starb. In Wirklichkeit war der Heilige jedoch eine historische Person, der erste Bischof der Stadt Salona in Istrien. Hier, wo Diokletian seinen riesigen Alterssitz baute, fiel Domnius unter diesem Kaiser am 11. April des Jahres 304 einer Christenverfolgung zum Opfer.
Aus dem 614/615 von den Awaren zerstörten Salona ließ Bischof Johannes von Ravenna vor 640 die Gebeine des Märtyrers nach Split überführen, wo sie heute in der Kathedrale ruhen. 1958 wurden bei Grabungen Inschriften aus dem 7. und 12. Jahrhundert gefunden, welche die Zuschreibung des Grabes an den Heiligen bestätigten.
Hans Herrli, MünzenRevue 4/1992, S.434
Siehe auch heiligenlexikon.de und Wikipedia.

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